Review: #14.14 Hit and Run

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Nach dem großen Crossover kommt nun die Episode, bei der ich im Vorfeld bereits die Befürchtung hatte, man würde es irgendwie zurechtbiegen, damit man die vorübergehende Abwesenheit von Dom Pascal wird rechtfertigen können. Trotz, dass man was Emotionales gestaltet und eigentlich auch den Weg einer Rückkehr geebnet hat, missfiel mir die Begründungen für Pascals Kündigung etwas.
Mir ist schon die Staffel über aufgefallen, dass Dermot Mulroney öfters abwesend ist, als es bei den anderen Mitgliedern der Wache der Fall ist. Vor ein paar Wochen kam dann aber auch die Meldung, dass sich der Darsteller sogar eine längere Auszeit nimmt, was wohl mit seiner Verpflichtung bei "The Hunting Wives" zu tun hat. Allerdings sollte seine Abwesenheit plausibel in die Staffel eingebaut und logisch nachvollziehbar in die aktuelle Handlung eingebaut werden. Ich muss zugeben, dass man das zwar hat. Für mich wurde hier allerdings mit zweierlei Maß gemessen. Im großen Crossover von OneChicago hat sich Pascal den Anweisungen des FBIs widersetzt, um Leben zu retten und muss nun die Konsequenzen hinnehmen. Ich finde das auch völlig verständlich, wenn da nicht Hank Voight wäre, der schon oft Gesetze, Vorschriften und Regeln 'ausgedehnt' und gebrochen hat, wenn es dazu gedient hat, in einem Fall weiterzukommen, und so wirkliche Konsequenzen gab es für ihn nicht. Wie meine Kollegin Lena auch schon in ihrer Review zum dritten und abschließenden Teil des Crossovers geschrieben hat, gab und gibt es bei dem Fall einige Unstimmigkeiten. Aber das ist ein anderes Thema. Im Übrigen hatte ich bei Pascal auch angenommen, dass Annette Davis etwas damit zu tun hat, dass Pascal erst einmal kein Battalion Chief mehr ist. Aber man hat sie trotz körperlicher Abwesenheit gut eingebunden. Sozusagen hat sie einen ihrer Fehler wieder rückgängig gemacht, indem sie dafür gesorgt hat, dass Randall 'Mouch' McHolland wieder zur 51 durfte. Mich würde es aber nicht wundern, wenn sie das nur getan hat, um Pascal zu imponieren. So oder so ändert es aber erst einmal nichts an den Konsequenzen für Pascal. Interessant war hier, wie die verschiedenen Mitglieder der Wache mit der Nachricht umgegangen sind. Auch wenn klar ist, dass wir Pascal zum Ende der Staffel wiedersehen werden, muss ich doch sagen, dass es sich wie ein dauerhafter Ausstieg angefühlt hat, zumal sich zwischen Pascal und Stella Kidd ein Kreislauf geschlossen hat bzw., dass etwas zwischen ihnen geklärt wurde, was uns schon seit Staffel 13 begleitet hat.
Wenn ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lasse, wie die (ehemaligen) Leutnants mit Pascals Kündigung umgegangen sind, muss ich sagen, dass Christopher Herrmann zunächst etwas unterkühlt und distanziert damit umgegangen ist, und ich ein bisschen das Gefühl hatte, er fand die Entscheidung der obersten Etage völlig gerechtfertigt. Ganz im Gegensatz zu Mouch. Es ist schön, ihn wieder auf der 51 zu haben, da er auf der 40 alles andere als glücklich war. Ich kann aber vollkommen verstehen, weshalb er sich schuldig fühlt, was Pascals Situation betrifft. Dass er dann den Bericht für den Beerdigungsvorfall nicht schreiben wollte, konnte ich ebenso verstehen. Möglicherweise dachte Mouch, das wäre der endgültige Sargdeckel für Pascal, der sowieso schon der Ansicht war, dass seine Zeit bei der Feuerwehr abgelaufen ist. Wenn man mal bedenkt, was er seitdem alles verloren hat und ich spreche hier nicht nur von Monica Pascal, auch wenn das für ihn wahrscheinlich der Hauptgrund sein dürfte. Gut, dass Mouch sich hier behauptet hat. Ich denke, seine kleine Auszeit bei der 51 hat dazu beigetragen, dass er jetzt umso mehr für sich selbst, aber auch für die Dinge eintreten kann, die ihm wichtig sind, und vielleicht auch, weil ihn Pascals Denkweise viel zu sehr an ihn selbst erinnert hat.
Apropos an ihn selbst erinnert. Es war zwar nie wirklich ein Rätsel und insgeheim habe ich mir auch eine andere 'Auflösung' gewünscht, als die, die man uns hier präsentiert hat. Pascal war von Anfang an ziemlich hart gegenüber Stella, wogegen ich auch nichts hatte. Jetzt wissen wir aber, dass sie ihn zu sehr an ihn selbst erinnert. Es ist zwar ein schönes Kompliment, wenn es auch bedeutet, dass sie offenbar nicht vorsichtiger sein sollte, da Stella sonst ein ähnliches 'Schicksal' wie Pascal ereilen würde. Mir missfällt dabei aber, dass man sie dadurch wieder ein bisschen zu sehr ins Zentrum rückt. Wie ich auch schon in meiner Review zum zweiten Teil des Crossovers geschrieben habe, gefiel mir auch nicht, dass Stella durch Macy Vesias Tod einen weiteren Schicksalsschlag in dieser Staffel erleidet hat und jetzt gab es einen Einsatz, bei dem sie fast ums Leben kam. Mir ist definitiv klar, dieser Einsatz samt Vorfall haben dazu gedient, zu unterstreichen, dass Stella Herausforderungen gewachsen ist. Für mich kamen sie in den letzten zwei Staffeln allerdings etwas zu gehäuft vor.
Das Gleiche gilt auch für Kelly Severide. Es ging zwar diesmal nicht um mein leidiges Thema Brandstiftung, aber auch bei seinen Nachforschungen, den LKW samt Fahrer zu finden, der ihm fast seine Frau genommen hätte, wurden mal wieder alte Verhaltensmuster bedient, die eigentlich für mich unterstrichen haben, dass es wohl nicht den Anschein hat, als sollte Kelly dauerhaft Battalion Chief werden. Mir haben aber auch hier die Szenen mit Joe Cruz gefallen, der sozusagen die Stimme der Vernunft für Kelly gewesen ist und mich auch diesmal wieder daran erinnert hat, dass er den Part von Matt Casey eingenommen hat, und Kelly manchmal in seinem blinden Aktionismus stoppen kann. Einen Platz hat auch Lucy eingenommen, die mich von ihrer Einführung, ihrem Organisationstalent und Beharrlichkeit an Kylie Estevez erinnert hat. Mal sehen, wie lange sie bleiben wird.
Für mich lag bei Pascals Kündigung allerdings der Fokus tatsächlich mehr auf Herrmann und Mouch. Ersterer war ja zunächst etwas kühl, was die Szene und die Erklärung mit der Handybox aber wunderbar wieder wett gemacht hat. Für mich hat es noch einmal verdeutlicht, dass Pascal mittlerweile nicht nur festes Mitglied der 51 ist, sondern auch in den familiären Kreis aufgenommen wurde. Wer geht auch davon aus, dass Mouchs abschließender Bericht wegen des Beerdigungsvorfalls aus dem Crossover wahrscheinlich ausschlaggebend dafür sein wird, dass wir Pascal bald schon wieder als Battalion Chief zurück begrüßen werden (Chief Hopkins eilt seinem Ruf anscheinend ja schon voraus)? Mir haben Mouchs Worte auch sehr gut gefallen, wobei ich dabei ernsthaft überlegt habe, ob man schon einmal so einen Bericht für Chief Boden geschrieben hat. Gut gefallen hat mir auch die kleine Fußnote, Mouch sei wortgewandt, weswegen Pascal seine Berichte gerne liest. Das hat mich daran erinnert, dass Mouch in den vergangenen Staffeln geschrieben hat.
Fazit
Auch wenn mir nicht gefallen hat, mit welcher Begründung man Mulroneys vorläufige Abwesenheit erklärt, und dass Stella mal wieder in der Fokus gerückt wurde, gefiel mir doch umgekehrt gut, wie man Pascals Abschied gestaltet hat und wie man auch neue Facetten von Mouch zeigen konnte. Mal schauen, was die verbliebenen Episoden der Staffel mit einem neuen Battalion Chief bringen werden.
Daniela S. - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: Hit and RunErstausstrahlung (US): 11.03.2026
Erstausstrahlung (DE): kein Termin
Regie: Anthony Nardolillo
Drehbuch: Alec Wells
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