Bewertung

Review: #11.11 A Guy I Used to Know

Wir befinden uns in Staffel 11 von "Chicago Fire" und wissen schon lange, dass es die Serie immer wieder schafft, uns zu überraschen. Diesmal meine ich das aber sicherlich nicht im positiven Sinne. Bei dieser Episode bin ich mir auch nicht ganz sicher, in welche Richtung man mit dieser Staffel will, da es bisher immer noch so wirkt, als würde man manche Sachen pro Episode abschließen, was mich ein bisschen irritiert.

Gerne möchte ich mit dem Teil anfangen, der mich schockiert hat und der aber auch in der nächsten Zeit sehr emotional werden dürfte. Es ist aber auch der Teil, bei dem ich fürchte, dass er nicht gut ausgehen könnte und das fände ich schrecklich. Christopher Herrmann und seine Frau Cindy sind schon lange Bestandteil der Serie und stehen dafür, ein Paar zu sein, bei denen es sogar noch Gutes in schlechten Zeiten gibt und die alles zusammen meistern werden. Und man kann nur hoffen, dass es auch diesmal gut ausgehen wird. Die ersten Szenen dieser Episode haben mir schon einen Schock versetzt: Das Herrmann-Haus sieht aus wie ein Schweinestall und das ist einfach ein Zeichen dafür, dass etwas mit Cindy nicht stimmen kann. Dass sie einfach nur einen Infekt oder gar Covid-19 hat, daran habe ich nicht geglaubt, da die Serie einfach nicht der Typ dafür ist, sowas 'Belangloses' gleich am Anfang einer Episode zu zeigen, um es am Ende zu 'enthüllen'. Zudem ist es bei "Chicago Fire" nur allzu oft so, dass es nicht so ist, wie es scheint. Und bei Cindys Husten war mir gleich klar, dass etwas Schlimmeres dahinterstecken muss als ein einfacher Husten, weil es eben oft anders ist, als es scheint. Gerade deshalb hat mich die Diagnose Lungenkrebs nicht überrascht, vielmehr waren es die Reaktionen des Ehepaars und meine eigenen Fragen, die mir durch den Kopf geschossen sind. Eine der wichtigsten ist natürlich: Wird Cindy überleben? Denn mal ehrlich? Kann man sich Herrmann ohne seine Frau an seiner Seite vorstellen? Ich nicht. Ich kann aber gut verstehen, dass er sich fragt, wie seine Frau diese Krankheit bekommen kann, wenn er doch die ganzen Gase einatmet? Die Reaktionen der beiden haben mir echt das Herz gebrochen, weil sie auch mit wenigen Worten so viel Schmerz und Verzweiflung ausgedrückt haben, dass es wehgetan hat. Hier kann man wirklich von Glück sagen, dass die 51 wie eine große Familie ist, die immer zusammenhält und immer füreinander da ist, genau das werden die Herrmanns jetzt in vielerlei Hinsicht benötigen. Ich hoffe wirklich, dass Cindy wieder vollständig gesund wird, alleine schon deshalb, weil "Chicago Fire" das Talent hat, Familien und Liebespaare auseinanderzureißen und da wir nach Evan Hawkins keinen tragischen Verlust mehr hatten, frage ich mich, ob man hier nicht doch wieder soweit gehen wird.

Hawkins ist übrigens ein gutes Stichwort. Mit Natalie lernen wir Evans Cousine kennen und mir wird klar, dass es aus einer sehr netten Familie stammen musste, da Natalie sofort sympathisch und hilfsbereit rüberkommt. Ich fand es wichtig und gut, dass Violet Mikami durch sie nochmals die Chance bekommen hat, von Hawkins Abschied nehmen zu können und zwar einen Abschied, bei dem sie wirklich mit allem abschließen konnte. Ich konnte auch gut nachvollziehen, warum sie zunächst unsicher war, Hawkins' Wohnung zu betreten, weil eben alle Erinnerungen wieder hochkommen werden und auch für mich war es wie ein Flashback, als ich die Notiz gesehen habe, denn damit fing die Liebesgeschichte der beiden erst einmal richtig an. Aber viel wichtiger war eben auch, was auf dem Laptop ist, zumal mit Emma Jacobs' erneutem Auftauchen alles wieder hochkam, was sie getan hat und womit sie Mikami die wertvolle Zeit mit Hawkins genommen hat, weswegen sie sich eben auch rächen wollte, auch wenn ihr das keinen Seelenfrieden gebracht hätte. Umso wichtiger war es einfach, dass Mikami Beweise gegen Emma auf diesem Laptop findet, da diese ihre Drohung ja bereits wahr gemacht hat. Mit Sicherheit ist Mikami zu weit gegangen, bei ihrem letzten Gespräch mit Emma, allerdings hat sie wohl nicht vermutet, dass Emma soweit gehen und vor allem soviel Einfluss haben wird, dass Sylvie Bretts Programm in Gefahr geraten könnte, da man bei ihrer Patientin Nora gesehen hat, wie wichtig das Programm und Brett ist, weil sie schon Vertrauen aufgebaut hat. Ich fand die Rückkehr von Emma zwar überraschend, hatte mir aber letztlich doch mehr davon versprochen. Anderseits muss man aber auch sagen, dass ihre Rückkehr und die Tatsache, dass nun alle wichtigen Personen wissen, wie gefährlich sie ist, auch wichtig für Mikami war, so konnte sie mit Hawkins' Tod abschließen und so gesehen war es praktisch er selbst, der Emma zu Fall gebracht hat.

Zu Fall gebracht werden sollte auch Tom Van Meter und hier frage ich mich, ob man das wirklich bringen musste. Dabei geht es viel weniger um die Brandstiftung, als um die Tatsache, dass man es eigentlich aus dem Hut gezaubert hat oder wollte man Kelly Severide nur mal wieder aufzeigen, dass er zwar der Sohn von Benny Severide ist, aber in so vielen Dingen anders als sein Vater? Ich muss sagen, dass ich Van Meter nie viel Beachtung geschenkt habe. Er war halt bei solchen Fällen immer da und hat sich in meinen Augen immer korrekt verhalten, weswegen ich nun nicht ganz nachvollziehen konnte, warum er der Vertuschung bei einem Fall beschuldigt wird, zumal die Beweise auch eher dürftig gewesen sind. Commander Martin Pearce war mir schon bei seinem ersten Auftritt nicht ein Sympathischer und hat sich irgendwie großkotzig aufgeführt. So oder so ging es hier um die Vertrauensfrage und ich konnte Van Meter sehr gut verstehen, dass er Severide Dinge aufgezeigt hat. Severide ist aber seit Beginn an derjenige, der immer zu seinem Wort steht und der die Menschen gut einschätzen kann, weshalb ich froh bin, dass es doch gut ausging und der Fall aufgeklärt werden konnte. Ob man das nicht auch anders hätte darstellen können, sei mal dahingestellt.

Fazit

Ich bin mir nicht sicher, wie ich diese Episode bewerten soll, da man eher Geschichte abgeschlossen hat und ich nicht weiß, wie sich die Charaktere nun weiterentwickeln oder was uns erwarten wird. Spannend und emotional wird es auf jeden Fall bei den Herrmanns und ich könnte mir vorstellen, dass das auch die anderen Charaktere verändern könnte.

Daniela S. - myFanbase

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