Bewertung: 7

Review: #4.02 A Docent, A Little Lady and a Bouncer Named Dalton

Foto: Lance Barber, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lance Barber, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Ehrlich gesagt war mir auch bei der zweiten Episoden von "Young Sheldon" etwas mulmig. In der letzten Staffel hatte man ebenso einen guten Start hingelegt wie jetzt auch und das Niveau sackte in der zweiten Episode dann doch stark ab. Zudem begehen die Macher gerne mal Fehler aus der Vergangenheit, so dass ich doch Bedenken hatte, es könnte auch diesmal passieren. Überraschung: #4.02 A Docent, A Little Lady and a Bouncer Named Dalton kann das Niveau ziemlich gut halten und für recht amüsante Szenen sorgen.

"Missy is becoming a lady"

Als ich den Teaser für diese Episode gelesen habe, bin ich natürlich darüber gestolpert, dass Missy eine neue Weiblichkeit an sich entdeckt und George ihr dabei zur Seite steht. Dass sie ihre Periode bekommt, damit hätte ich nicht gerechnet. Wäre ich eher auf diesen Trichter gekommen, wäre mein Kopfkino schon längst losgegangen, da George nicht unbedingt der Typ ist, der mit so etwas umgehen kann. Ähnliches hat man bereits bei Marys letzter Schwangerschaft gesehen, wobei diese ja ziemlich traurig ausgegangen ist. Dass Missy so früh ihre Periode bekommen hat, verwundert mich nicht wirklich, allerdings ist der Zeitpunkt mehr als schlecht. Das Mädel ist auf dem Weg zu einem Baseballspiel, bei dem sie selbst spielt, und mit ihrem Vater unterwegs und dann das! Ein bisschen tat mir George ja leid, aber seine Reaktion auf diese Offenbarung war so herrlich und wie sie nur zu ihm passt.

George erinnert mich immer ein bisschen an Dan Conner aus "Roseanne", der ohne seine Frau bei solchen Sachen auch eher hilflos agiert hat. Nur gut, dass Missy so eine Coole ist und ihm sozusagen die Anweisungen gab, was zu tun ist und er natürlich dem nachkommt. Allerdings hat es Missy auch faustdick hinter den Ohren und ließ ihren Vater prompt auflaufen. Dennoch fand ich diese ganzen Szenen unheimlich schön und auch wichtig, da diese ihre Beziehung stärker und intensiver gemacht hat. Man hat auch gemerkt, wie stolz George auf seine Tochter ist, die sich trotz ihrer neuen Weiblichkeit nicht von ihrem Hobby bzw. Hobbys abbringen lässt: Baseball und Spucken.

Mary's guilty pleasure

Dass Mary nicht die wirklich beste und standfesteste Christin ist, die sie aber vorgibt zu sein, wissen wir bereits aus der "The Big Bang Theory"-Episode #2.01 Milch mit Valium, als der ältere Sheldon vom Laster seiner Mutter erzählt hat. Auch im Spin-Off haben wir Mary schon beim Rauchen und Trinken erlebt. Allerdings hat die Gute ein weiteres guilty pleasure: Sie schaut sich gerne 'Road House' an. Es ist schon erstaunlich, weil sich Mary eben immer so christlich und fast schon kleinkariert ist, um nicht einmal zugeben zu können, dass sie eben doch das ein oder andere Laster hat. Umso amüsanter ist es, dass ausgerechnet Georgie sie dabei erwischt hat - das Kind, zu dem sie die am wenigsten intensive Beziehung hat. Kein Wunder also, dass er dies voll ausgekostet hat. Dennoch bot sich auch bei den beiden eine weitere wichtige Ebene, um ihre Beziehung zu intensivieren. Zudem hat Georgie dafür gesorgt, dass seine Mutter den Mut aufbringt, George zumindest davon zu erzählen und so zu zeigen, eben doch nicht so zugeknöpft zu sein, wie es immer scheint. Irgendwie ist es aber schade, dass George das so schnell zunichte gemacht hat, aber der Vergleich, dass die Hauptfigur des Films an Georgie erinnert, hat wahrscheinlich auch dafür gesorgt, dass Marys Begeisterung für den Film nun erloschen ist.

Sheldon, the docent

Ebenfalls aus der Mutterserie wissen wir, dass Sheldon Züge liebt. Demnach ist es die logische Konsequenz, dass auch "Young Sheldon" dieses Thema mehr vertieft. Ich war überrascht, dass er ein Praktikum bekommen hat, konnte mir aber auch vorstellen, dass das letztlich ein sehr kurzes Intermezzo wird. Denn leider, wenn auch logisch nachvollziehbar, wurde Sheldon dabei in eine recht nervige Richtung geschoben, die wir schon zu Genüge von der älteren Version des Charakters kennen. Für mich ist es daher die schwächste Storyline in dieser Episode, denn meiner Meinung nach hätte man mehr daraus und einen richtigen, vielleicht auch längeren Handlungsbogen machen können.

Fazit

Die zweite Episode der aktuellen vierten Staffel von "Young Sheldon" macht ebenfalls einen guten Job und konnte zumindest beweisen, dass George sich entwickelt hat und man ihn nicht in vergangene Verhaltensmuster zurückdrängt. Ebenfalls eine weitere interessante Seite haben wir bei Mary erlebt, die Spaß gemacht hat. Etwas dürftig kam Sheldon daher, was aber für mich weniger ins Gewicht fällt, da mir die anderen Sachen gefallen haben. Bitte Kurs beibehalten!

Daniela S. - myFanbase

Diese Serie ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Young Sheldon" über die Folge #4.02 A Docent, A Little Lady and a Bouncer Named Dalton diskutieren.