Bewertung: 8

Review: #9.08 Geflüster

Foto: Josh McDermitt, Tom Payne & Ross Marquand, The Walking Dead - Copyright: Gene Page/AMC
Josh McDermitt, Tom Payne & Ross Marquand, The Walking Dead
© Gene Page/AMC

Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal mit dieser Art von Freude "The Walking Dead" geguckt habe, dass ich auf die nächste Episode gespannt gewesen bin. Das wiederum heißt, dass das schon eine ganze Weile her ist und ich das Gefühl hatte, diese Art von Freude kehrt überhaupt nicht mehr zurück. Doch #9.08 Geflüster hat es dann geschafft, was vor allem aber am Zusammenhalt gelegen hat.

Das Rätsel um das Flüstern

Ich persönlich habe ja etwas gegen das Flüstern, weil es oftmals Schlechtes oder gar Schreckliches bedeutet und zudem befinden wir uns hier bei "The Walking Dead", was bedeutet, dass es mit Gefahr verbunden ist. Auch wenn die Serie in der jüngsten Vergangenheit oftmals nicht mehr überzeugen konnte und ihren Biss verloren hat (im wahrsten Sinne des Wortes), finde ich das Geheimnis um das Flüstern wirklich gut gemacht, da man Stück für Stück dahinterkommt, womit man es möglicherweise zu tun hat.

Als Rosita nämlich Stimmen gehört hat, habe ich erst vermutet, dass sie irgendwie durchdreht oder es durch ihre Panik kommt, vor den Beißern fliehen zu müssen. Doch dahinter scheint viel mehr zu stecken, als es anfänglich den Anschein hat und anders als die anderen zu diesem Zeitpunkt, scheint bzw. schien Rosita schon zu wissen, was an diesen Beißern 'anders' ist. Sogar mir ist aufgefallen, dass es anders war. Beispielsweise habe ich den Eindruck gehabt, dass einige Beißer schneller laufen, was wirklich ungewöhnlich ist. Hier fand ich Jesus' Aussage sehr amüsant, dass es eben seltsam ist, dass Tote überhaupt laufen können.

Apropos Jesus: ich befürchte, dass wir ihn verloren haben, was ich wirklich bedauere. Auch wenn er den Posten von Maggie zunächst nicht übernehmen wollte, hat er doch vor allem durch die Suche nach Eugene bewiesen, dass er genau der Richtige ist. Denn ich frage mich, ob jede*r so wie er gehandelt hätte. Eugene hat in der Vergangenheit einigen Scheiß verzapft und ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht jede*r ihm seine Taten bereits vergeben hat.

Jedoch hat der Kampf gegen die Beißer und das Auftauchen von Michonne, Magna und Yumiko gezeigt, wofür die Serie eigentlich steht und weiterhin stehen sollte. Ohnehin wird der Zusammenhalt und das Miteinander nach dieser Enthüllung von großer Wichtigkeit sein. Denn die Beißer, die Eugene, Jesus und Aaron angegriffen haben, waren nicht nur Beißer, sondern lebende Menschen, die sich als solche getarnt haben. Das erklärt für mich zwar das Flüstern, aber eben noch lange nicht das Warum an sich. Warum sie flüstern und wer genau dahintersteckt. Ich denke aber, dass wir bald eine Erklärung bekommen werden. Spannend wird noch werden, wer sich Eugene, Aaron, Daryl, Michonne, Yumiko und Magna noch anschließen wird, da es mit Sicherheit nicht einfach, aber wahrscheinlich spannend wird.

In Hilltop

In Hilltop scheint sich auch einiges getan zu haben und zu tun. Zunächst möchte ich aber erstmal auf das Gespräch von Michonne und Carol zu sprechen kommen, denn das scheint uns ein bisschen näher zu bringen, weshalb die Lager nun gespalten sind. Es hat auf jeden Fall etwas mit Ricks vermeintlichen Tod zu tun, den Michonne eben noch nicht überwunden hat. Man merkt ihr aber an, dass ihr Carol nicht gleichgültig ist und sie nur (noch) nicht über ihren Schatten springen kann.

Emotional war auch die Verabschiedung zwischen Carol und Henry und es ist schon eine Weile her, dass ich Carol so aufgewühlt erlebt habe. Dass Henry sich den anderen Jugendlichen angeschlossen hat, fand ich zwar zunächst gut, jedoch bekam ich schnell den Eindruck, dass die sich der Gefahr nicht wirklich bewusst waren oder gar sind, weshalb sie Henry eben auch in dem Loch alleine gelassen haben. Interessant könnte demnächst auch die Konstellation mit Earl werden. Ich denke, er ist der richtige, um (ebenfalls) ein Auge auf Henry zu haben.

Randnotizen

  • Henry tut mir ein bisschen leid, dass er Enid eigentlich an Alden verloren hat. Aber vielleicht ist da noch nicht das letzte Wort gesprochen.
  • Manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich Negan nicht doch nur hassen sollte. Aber Jeffrey Dean Morgan spielt diese Rolle so genial, dass es eine Freude ist, sie zu hassen. Er hat eine unglaubliche Selbstgefälligkeit, die besonders Gabriel schnell und zurecht auf die Palme bringt.



Fazit

Diese Episode hat gezeigt, dass "The Walking Dead" nicht nur Beißer hat, sondern auch noch eigenen Biss, um die Geschehnisse voranzubringen. Denn gerade das Geheimnis um das Flüstern könnte für die nächste Zeit wirklich noch interessant werden und ich hoffe, die Auflösung ist es ebenso.

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Daniela S. - myFanbase

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