Bewertung: 6

Review: #9.06 Die Welt dreht sich weiter

Foto: The Walking Dead - Copyright: Gene Page/AMC
The Walking Dead
© Gene Page/AMC

Nachdem mit Episode #9.05 Wach auf Andrew Lincoln die Serie verlassen hat und Rick erst einmal verschwunden ist und man einen Zeitsprung von mehreren Jahren gemacht hat, bricht eine neue Ära an, von der ich aber noch nicht sicher weiß, was ich davon halten soll, denn uns standen und stehen mit #9.06 Die Welt dreht sich weiter einige Veränderungen an, die noch zeigen werden, ob sie sich als gute oder schlechte erweisen.

Manchmal muss etwas zerbrechen, damit etwas hindurch scheinen kann

Mal davon abgesehen, dass wir Zuschauer*innen wissen, dass der gute Rick gar nicht gestorben ist, war der Anfang dieser Episode ziemlich berührend. Mit Michonne hat man in meinen Augen wirklich jemand Gutes gewählt, die das Voice Over zum vermeintlich verstorbenen Rick spricht, denn sie war es, die die letzten Jahre treu an seiner Seite gewesen ist. Sie war es, die ihn immer unterstützt und ihm beigestanden hat, gerade nach dem Tod seines Sohnes Carl. Sie war es auch, die ihn geliebt hat und immer lieben wird und sie ist es auch jetzt, die die Truppe in Alexandria zusammenhält, weil Rick das vermutlich gewollt hätte.

Man merkt Michonne aber auch in so vielerlei Hinsicht an, dass sie noch immer unter dem 'Tod' von Rick leidet. Nicht nur, dass sie zu ihm spricht, wenn sie glaubt, niemand könne sie hören, sondern sie hat sich auch charakterlich verändert oder sollte ich besser sagen, dass sie praktisch wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ist und niemand wirklich an sich heran lässt? Verständlich ist dies durchaus für mich, denn bis Rick und sie ein Paar geworden sind, war es ein langer Weg und ich kann gut verstehen, dass sie nach all den Verlusten der letzten Jahre einen solchen nicht noch einmal erleben möchte. Fraglich bleibt für mich zwar noch, was in der Zeit zwischen Ricks Verschwinden und jetzt geschehen ist, aber ich denke, dass wir das noch herausfinden und aufgeklärt werden. Zumal ich die Narbe bei Michonne ziemlich auffällig finde, ich es mir aber (noch) nicht erklären kann. Genauso unerklärlich ist für mich noch, was genau passiert ist, da man nun sehr harte Regeln aufgestellt und einen Rat hat, der entscheidet, welche neuen Mitglieder aufgenommen werden. Von diesem Standpunkt aus, ist es eigentlich ziemlich traurig, weil es noch einmal mehr unterstreicht, wie sehr etwas in Michonne zerbrochen ist.

Als Gegenpol passt da Judith wirklich gut, da sie sehr ähnliche Charakterzüge wie Rick und ihr Bruder hat. Denn sie hat Recht, dass Rick die vier Neuen aufgenommen hätte und dass zwar Michonne diejenige ist, die auf Judith aufpassen sollte, aber eigentlich auch sie auf Michonne aufpassen muss, denn nur gemeinsam ist man wirklich stark. Und ich bin froh, dass Judith so denkt, denn so hat Michonne noch einmal alles überdacht und den Neuen die Chance ermöglicht, in Hilltop etwas Neues beginnen zu können. Ich bin gespannt, ob wir sie auf den Weg dorthin begleiten werden.

Die Neuen in Alexandria

Mit der neuen Ära gibt's auch noch gleich mehrere Neue, die von Judith nach Alexandria 'eingeladen' werden: Kelly, Connie, Luke, Yumiko und Magna. Diese wurden sozusagen aus ihrem Lager vertrieben und von Judith gefunden. Ich hätte wohl ähnlich wie sie gehandelt, denn gerade dafür stand in meinen Augen "The Walking Dead" immer: Dass man sich in Zeiten des Virus gegenseitig unterstützt. Ja, es könnte derzeit nicht aktueller sein.

Allerdings weiß ich noch nicht genau, was ich von den Neuankömmlingen halten soll. Kelly und die gehörlose Connie wirken in jedem Fall sympathisch und dieser Eindruck scheint auch nicht zu täuschen. Bei Luke bin ich mir noch unschlüssig, in welche Richtung es mit ihm gehen wird, ein bisschen wirkt er so wie Eugene. Yumiko hat man in dieser Episode zu wenig gesehen, als dass ich mir ein konkretes Bild von ihr machen könnte und Magna scheint für mich erst einmal der spannendste Charakter zu sein, denn sie wirkt nicht direkt mysteriös, aber verschlossen und so, als ob sie sehr viel Schmerz in sich tragen würde. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich bzw. uns bei ihr noch erwarten wird.

Randnotizen

  • Ich finde es sehr interessant, dass Gabriel und Rosita jetzt offenbar ein Paar sind und freue mich darauf zu erfahren, wie es dazu kam.
  • Ebenso freue ich mich, dass Carol und Ezekiel ein Paar geworden sind bzw. ihre Verbindung zueinander noch intensiver geworden ist.
  • Ich weiß aber noch nicht, was ich von Carols Tat halten soll, dass sie die Saviors angezündet hat. Denn wahrlich hätte es einen anderen Weg gegeben, sich dafür zu rächen, was man Henry angetan hat. Anderseits hat sie ja schon ihre Tochter Sophia sowie ein weiteres Mädchen verloren. Mal abwarten, wie sich das noch entwickelt.
  • Wenn ich dran denke, wie Rosita und der verletzte Eugene vor den Beißern geflohen sind und der sich sogar ihnen zum Fraß vorwerfen wollte, finde ich Ricks Überlebenskampf aus der letzten Episode noch blöder als sowieso schon.
  • Ich mag die Verbindung zwischen Judith und Negan, vor allem ihren verbalen Umgang mit ihm zeigt, dass sie ein schlaues Mädchen ist, das sich aber auch nichts bieten lässt.



Fazit

Mit dieser Episode wurde bei "The Walking Dead" quasi eine neue Ära angefangen, die durchaus interessante Ansätze hat, ebenso wie Charakterkonstellationen. Jedoch fehlten mir in der fast einstündigen Episode dann doch noch hier und da die Zusammenhänge und (mögliche) Erklärungen bei denen ich hoffe, dass man diese in der restlichen Staffel noch erfahren wird.

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Daniela S. - myFanbase

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