Bewertung: 7

Review: #3.11 Nimmermehr

Foto: Lindsey Morgan, The 100 - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lindsey Morgan, The 100
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In #3.11 Nevermore liegt der Fokus auf der Wiedervereinigung der ursprünglichen 100, oder zumindest dem wichtigsten Teil davon. Die Ereignisse in Polis bleiben unbeachtet und die in Arkadia werden nur kurz angeschnitten. Die einstige Clique findet endlich wieder zueinander, jedoch müssen sie erstmal wieder in ihren alten Rhythmus finden, denn die Situation ist sehr angespannt. Doch um Raven zu retten, raufen sie sich alle wieder zusammen.

"Then let's stop her. We survive together."

Anfangs noch etwas angespannt, findet die Gruppe am Ende wieder zusammen, obwohl so einige Hürden zu überbrücken waren. Jasper ist immer noch nicht gut auf Clarke zu sprechen, Octavia ist weiterhin wütend auf Bellamy und will die Gruppe verlassen, und Monty erleidet einen schwerwiegenden Verlust, doch alle halten zusammen, um Raven zu helfen. Ravens Darbietung erinnerte ein wenig an den Film "Der Exorzist", es fehlte nur noch, dass sie ihren Kopf um 360° dreht. Möglich wäre es gewesen, denn sie verspürt keine Schmerzen, wie man mitansehen durfte. Ohne Probleme renkt sie sich den Arm aus oder beißt sich ihre alten Wunden am Handgelenk wieder auf, ein kleines Zucken konnte ich mir da nicht verkneifen. Aber warum haben die anderen sie nicht einfach ausgeknockt, geknebelt, oder die Augen verbunden? So hätte man sie vor sich selbst geschützt und mit verbundenen Augen hätte sie Niylah ebenfalls nicht zu Gesicht bekommen und das Fluchtproblem wäre nicht entstanden. Stattdessen haben sie zugelassen, dass Raven, oder eher gesagt A.L.I.E., die anderen gegeneinander ausspielt, und dabei direkt ins Schwarze trifft. So werden einige vergessene Ereignisse wieder ins Gedächtnis gerufen, so wie zum Beispiel Bellamys Schuld an dem Tod seiner Mutter, bei "The 100" gerät eben nie etwas in Vergessenheit. Aber vielleicht waren genau diese Konfrontationen nötig, um die Clique wieder zu vereinen, so gesehen war es gut, dass Raven besessen war. Ob Raven die Ereignisse heil überstanden hat, bleibt abzuwarten, denn dafür ist zu viel passiert, es wäre etwas merkwürdig, hätte diese ganze Situation keine Auswirkung auf sie gehabt. Aber vielleicht hat sie das auch in positiver Weise beeinflusst und sie findet zu alter Stärke zurück und beklagt sich nicht mehr über ihr Bein, denn dies scheint im Vergleich dessen, was sie durchgemacht hat, gar nicht mehr so schlimm. Zum Glück hat das ganze besessen sein von A.L.I.E. jetzt ein Ende, und das ist schon mal eine Riesenerleichterung meinerseits.

Montys Storyline führt für mich hingegen in die falsche Richtung, sollte er sich nicht wieder aufraffen. Er war der einzige Charakter, der trotz der vergangenen Ereignisse noch größtenteils der Alte war und zumindest ein wenig frischen Wind in die Serie gebracht hat. Doch damit ist jetzt Schluss, nachdem er seine eigene Mutter töten musste, um Octavia zu retten. Ein heroischer Akt, der von Stärke zeugt, aber hätte er sie wirklich töten müssen? Dies bringt die Story nicht wirklich voran und macht Monty jetzt ebenfalls zu einem gebrochenen Charakter. Jetzt haben alle etwas gemeinsam, aber vielleicht war genau das der Sinn dahinter, dass alle erst am Boden liegen müssen, um gemeinsam aufzustehen. Aber musste das wirklich sein? Meines Erachtens war es gar nicht nötig, seine Mutter umzubringen, er hätte sie schließlich auch von Octavia wegziehen oder ausknocken können, aber scheinbar hatte er kein Vertrauen in die Rettung von Raven und damit auch nicht in die Rettung seiner Mutter. Die Wirkung ihres Todes hat mich nicht wirklich erreicht, mittlerweile sind genug Charaktere in der Show gestorben und dies verursacht nur unnötige Dramatik. Die lockeren und spaßigen Momente, die man zu Beginn der Serie noch öfters zu sehen bekam, sind mittlerweile Mangelware geworden. Diese Momente fehlen mir in der Serie, denn wenn diese noch immer vorhanden wären, wären die anderen Ereignisse leichter zu verkraften. Monty ist so sehr mitgenommen von dem Tod seiner Mutter, dass er Jasper abweist, als dieser sich ihm wieder nähern will. Jasper scheint einzusehen, dass er Monty im Stich gelassen hat und erkennt die Fehler, die er gemacht hat. Während Monty jetzt in ein Tief fällt, scheint Jasper sich ein wenig von seinem zu erholen. Seinen emotionalen Moment fand ich sehr bewegend und jetzt konnte er endlich seine Wut an der richtigen Person rauslassen. Vielleicht brauchte er genau das, um weiter machen zu können und musste sehen, dass Clarke ebenfalls unter den ganzen Ereignissen zu leiden hat. Wenn es ihm jetzt nicht endlich besser geht, weiß ich auch nicht, was noch passieren soll, damit er sich aufrafft. Clarke hat schließlich schlimmeres durchgemacht (sie hat ihre erste Liebe Finn eigenhändig umgebracht und musste ansehen, wie Lexa stirbt) und macht trotzdem weiter mit ihrem Leben und suhlt sich nicht in Selbstmitleid, zumindest hat sie sich schneller wieder gefangen. Aber das ist das Gute an der Show, dass die Frauen hier stets als starke Charaktere dargestellt werden.

Octavia musste erst miterleben, wie Monty seine eigene Mutter für sie umbringt, um zu verstehen, dass sie nicht zu den Groundern und auch nicht zu den Sky People gehört, sondern schlichtweg zu ihren Freunden. Sie sah zwar immer Lincoln als ihr "People", hat dabei aber stets ihre Freunde außer Acht gelassen und das diese immer füreinander da sind, egal wie schlecht sie gerade aufeinander zu sprechen sind. Schließlich sind sie alle verbunden durch die Ereignisse, die sie bei ihrer Landung auf der Erde durchmachen mussten. Schlussendlich hat sie begriffen, zu wem sie gehört und steht der Gruppe beim Kampf gegen A.L.I.E. bei, ja sie sorgt sogar dafür, dass alle zusammenhalten, ganz nach dem Motto: "Back to the Roots", denn sie bilden wieder eine Einheit. Bellamy und Clarke sind auch endlich wieder vereint, und scheinen sich wieder besser zu verstehen, schließlich befinden sie sich in ähnlichen Positionen, denn sie sind bei ihren Freunden zur Zeit nicht sehr beliebt. Aber mit den beiden vereint, ist die frühere Führungsspitze wieder am Werk und die Schlacht gegen A.L.I.E kann beginnen. Aber nicht nur die Schlacht gegen A.L.I.E., sondern auch die Suche nach Luna und die damit verbundene Frage des Commanders wird in den kommenden Episoden eine wichtige Rolle spielen. Gegen Ontari können sie nur gemeinsam gewinnen, denn sie gibt sich nicht so einfach geschlagen, dies hat man als Zuschauer mittlerweile gelernt. Diese Episode bereitet einen auf das vor, was in den nächsten Folgen passieren wird, denn wir befinden uns geradewegs auf der Zielgeraden.

Fazit

#3.11 Nevermore konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, das macht sie aber trotzdem nicht zu einer schlechten Folge. Hätte man den Tod von Montys Mutter weggelassen, wäre die Episode definitiv runder gewesen. Was die Episode jedoch sehr positiv hervorstechen lässt, ist der Fakt, dass der Fokus ausschließlich auf der Zusammenkunft der Clique liegt, denn darauf hat man gefühlt eine Ewigkeit gewartet. Mit den 100 hatte alles begonnen und mit ihnen soll es auch enden.

Aline C. - myFanbase

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