DVD-Rezension: Nashville, Staffel 2

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In den USA wurde die zweite Staffel von "Nashville" vom 25. September 2013 bis zum 14. Mai 2014 beim US-Sender ABC ausgestrahlt. In Deutschland strahlte der Bezahlsender FOX die Staffel vom 29. April 2014 bis zum 08. Juli 2014 in Doppelfolgen aus. Seit dem 30. August 2019 sind die 22 Episoden nun auch auf DVD erhältlich.

Inhalt

Foto: Hayden Panettiere & Connie Britton, Nashville - Copyright: Spirit Media; ABC/Mark Levine
Hayden Panettiere & Connie Britton, Nashville
© Spirit Media; ABC/Mark Levine

Nach dem schrecklichen Verkehrsunfall von Rayna (Connie Britton) und Deacon (Charles Esten) wird um das Leben der Sängerin gebangt, während der Gitarrist im Gefängnis einsitzt und alle glauben lässt, er sei schuld am Unfall. Nach Raynas Genesung und ihrer Wiedergewinnung der Stimme, muss sie zusehen, wie sie ihr neues Label und ihr Familienleben unter einen Hut bekommt. Denn auch dort gibt es einige Dinge, die sie ins Reine bringen muss. Währenddessen versucht auch Juliette (Hayden Panettiere) weiter an ihrem neuen Image als Musikerin zu arbeiten und bekommt dabei Unterstützung von Avery (Jonathan Jackson). Diese hat sie auch nötig, als Layla Grant (Aubrey Peeples) auftaucht und ihr den Posten als Teenie-Idol streitig machen will. Hingegen haben Scarlett (Clare Bowen) und Will (Chris Carmack) mit ihrer Vergangenheit und Identität zu kämpfen.

Rezension

Foto: Nashville - Copyright: Spirit Media
Nashville
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Nachdem die erste Staffel von "Nashville" ziemlich dramatisch endete, war ich froh, dass man bei Episode #2.01 Das Lied vom Tod auf einen Flashforward verzichtet und uns gleich präsentiert hat, wie es um Rayna und Deacon steht. Mittels dieses Ereignisses nutzt man Flashbacks um den Zuschauern zu zeigen, was zum Bruch der beiden geführt hat und warum Deacon nichts von seiner Vaterschaft von Maddie (Lennon Stella) wusste. Sehr gut gefiel mir bei dieser Storyline auch, dass man diese über die Staffel erzählt hat und dabei auch darauf geachtet wurde, was diese neue Entwicklung für die restliche Familie rund um Rayna und Teddy (Eric Close) bedeutet.

Foto: Clare Bowen, Nashville - Copyright: Spirit Media; ABC/Mark Levine
Clare Bowen, Nashville
© Spirit Media; ABC/Mark Levine

Das Thema Familie wird auch in dieser zweiten Staffel groß geschrieben und beleuchtet auch die anderen Charaktere. So taucht man auch tiefer in den Charakter Scarlett ein und bekommt mit dem Auftauchen ihrer Mutter Beverly (Dana Wheeler-Nicholson) mit, wie das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist und bekommt eine Erklärung, warum Scarlett schüchtern, mitfühlend und ängstlich ist. Je weiter man in die Vergangenheit dieser Figur 'hineingezogen' wird, desto mehr Mitgefühl und Sympathie entwickelt man für sie.

Das genaue Gegenteil empfindet man dann aber auch bei Lamar (Powers Boothe). Bereits in der ersten Staffel machte er sich nicht besonders beliebt bei mir. Umso schlimmer fand ich dann auch, als in der zweiten Staffel noch mehrere Dinge zum Tragen kamen, womit er gleich mehrere (Familien)Leben zerstört hat. Letztlich waren aber Rayna, Tandy (Judith Hoag), Teddy und Peggy (Kimberly Williams-Paisley) diejenigen, die am meisten unter Lamar zu leiden hatten. Trotzdem kamen dadurch auch interessante Entwicklungen und Charakterzüge zum Vorschein, die die Figuren noch komplexer machen und auch aufzeigen, wie sie mit Verlusten umgehen.

Foto: Chris Carmack & Aubrey Peeples, Nashville - Copyright: Spirit Media; ABC/Mark Levine
Chris Carmack & Aubrey Peeples, Nashville
© Spirit Media; ABC/Mark Levine

Ein ähnlich aggressives Verhalten legt auch Will an den Tag. Bei ihm wissen wir bereits seit Ende der ersten Staffel, dass er eigentlich schwul ist. Da dies aber nicht zum Image eines erfolgreichen Country-Stars passt, geht er eine Beziehung mit Layla ein. Allerdings wird Will immer wieder von seiner wahren sexuellen Orientierung eingeholt, die ihm fast das Leben tostet. Das wiederum öffnet ihm zum Glück die Augen und er offenbart Layla die Wahrheit. Somit gibt es damit auch einen guten Aufhänger für die dritte Staffel.

Foto: Hayden Panettiere, Nashville - Copyright: Spirit Media
Hayden Panettiere, Nashville
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Einen guten Aufhänger bietet sich auch bei der (Paar)Konstellation zwischen Juliette und Avery. Zwar ist diese auch von vielen Höhen und Tiefen gespickt, zeigt aber auch, dass beide etwas füreinander empfinden und sich dabei nur etwas ungeschickt anstellen.

Mit Jeff Fordham (Oliver Hudson) haben wir nicht nur den neuen Manager von Edgehill Records, sondern auch noch einen neuen Antagonisten. Jeff erscheint ziemlich arrogant und machtbesessen, was im Laufe der Staffel immer deutlicher zum Vorschein tritt und sicher noch für einige Reibereien zwischen ihm und Rayna mit ihrem neuen Label führen wird.

Foto: Will Chase & Connie Britton, Nashville - Copyright: Spirit Media
Will Chase & Connie Britton, Nashville
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Episode #2.22 Dem Glück so nah bildet das Finale der Staffel und endet erneut mit einem Cliffhanger, bei dem man gespannt sein darf, wie dieser aufgelöst wird und wie die Entscheidungen der einzelnen Charaktere den weiteren Verlauf beeinflussen werden.

Specials & Technische Details

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Als Bonus bietet man den Fans diesmal wieder Nashville 'On the Records', nicht verwendete Szenen und Pannen vom Dreh. Ich persönlich bin immer ein großer Fan von den Pannen, da man dabei sieht, wie viel Spaß der Cast und die Crew beim Drehen haben.

Erscheinungstermin: 30. August 2019
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 954 Minuten (22 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch

Fazit

"Nashville" kann auch mit der zweiten Staffel der Serie überzeugen. Zwar gibt es hin und wieder einen Stolperstein, der aber durch die Charakterkonstellationen und Musik wieder wettgemacht werden. Somit gehört auch diese Box in das DVD-Regal.

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Daniela S. - myFanbase

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