Bewertung: 7

Review: #4.20 Etwas Altes, etwas Neues

Der große Tag ist gekommen. Cooper und Charlotte sollen endlich heiraten. Doch es wäre nicht "Private Practice", wenn die Hochzeit ohne Komplikationen verlaufen würde. So ist es auch hier der Fall und ich finde, dass die Autoren hier eine gute Lösung gefunden haben, um die Liebe der beiden noch mehr in der Vordergrund zu stellen, auch wenn es unnötig gewesen wäre, ihnen so viele Hindernisse in den Weg zu legen.

"All that matters is you and me. And the rest of them, they don't have to agree or to like it or to like each other because this is not for them or about them."

Das wichtigste bei einer Hochzeit sind natürlich die Freunde und die Familie. Da wir die Freunde der beiden schon sehr gut kennen, war es an der Zeit, auch einen Blick auf die Familie zu werfen. Hier habe ich jedoch gemischte Gefühle. Im Gegensatz zu Coopers Eltern, die hier von Cristine Rose und John Rothman dargestellt wurden, hat mir Charlottes Mutter, die von Tess Harper gespielt wurde, gar nicht gut gefallen. Irgendwie konnte sie mich nicht überzeugen und dazu haben sicherlich auch die Schuldgefühle beigetragen, die sie Charlotte gemacht hat. Ich finde, dass Charlotte die richtige Entscheidung getroffen hat, indem sie nicht erneut im Familienkleid heiraten möchte. Das kann ich absolut nachvollziehen und verstehe nicht, wieso sich ihre Mutter dagegen stellt. Doch das ist nicht alles. Ihre Mutter versucht Charlotte einzureden, dass Cooper sie nicht heiraten wird, wenn seine Eltern ihn vom Gegenteil überzeugen. Wir alle kennen Cooper und wir alle wissen, dass er Charlotte auf jeden Fall heiraten wird, weil die beiden zusammengehören, ganz egal, was sie in der Vergangenheit durchmachen mussten. Deswegen kann ich nicht ganz nachvollziehen, wieso die Eltern sich gegen diese Hochzeit stellen. Was mir hier nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass Cooper seinen Eltern in der Vergangenheit von Charlotte und ihren Fehlern erzählt hat. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sich die Autoren das nur überlegt haben, damit sie einen Grund haben, damit sich beide Elternteile gegen diese Hochzeit stellen. Ebenso die große Sympathie, die Coopers Eltern für Violet haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass hier einfach nur Gründe gesucht wurden, um zu zeigen, dass Cooper und Charlotte trotz allem zusammen bleiben. Letztendlich war es auch so, doch man hätte sich all das Drama sparen können, weil eigentlich klar war, dass die beiden zusammengehören und heiraten werden. Die Lösung mit Las Vegas hat mir sehr gut gefallen und hat nur gezeigt, dass die beiden gemeinsam stärker gegen alle anderen sind. Ich hätte ehrlich gesagt auch keine Lust gehabt, vor all den Menschen zu heiraten, die andere Dinge im Kopf haben. So war das Ende toll gelöst und die beiden bekommen endlich das, was sie verdienen: ihr gemeinsames Glück, das sie ohne all den Stress genießen können.

"She wrote the book, ok? And weather you wanna believe it or not, now we have a serious situation on our hands which isn't gonna get away." - "So, what, you just want to abandon Violet?"

Der zweite große Handlungsstrang, der sich durch die Folge gezogen hat, waren die Folgen von Katies Anklage. Obwohl sie diese in der letzen Episode zurückgezogen hat, so ist es bereits zu spät und Violet muss sich mit der Ärztekommission auseinandersetzen. Diese Storyline gefällt mir bisher sehr gut, weil sie alle Charaktere betrifft und noch eine große Auswirkung haben kann, die bisher noch unbekannt ist. Somit steigt die Spannung und ich kann es kaum erwarten, wie sich die Ärztekommission entscheiden wird. Am besten daran hat mir die Diskussion der Ärzte gefallen. Es geht nicht mehr nur um Violet, sondern um die Zukunft von allen. Hier hat man dann doch gesehen, wie die Meinung sich spaltet und wer auf welcher Seite steht. Dass Pete natürlich für Violet ist, kann man nachvollziehen, doch ich kann auch die Reaktion der anderen sehr gut verstehen, allen voran Addison. Sie macht sich Sorgen um ihre Zukunft, um die Praxis, um ihren Job. Jetzt wo sie sich so sehr auf das Baby fixiert hat, sind die Gefahren, die drohen, natürlich unwillkommen. Ich kann verstehen, wieso sie sich für die Praxis entscheidet, auch wenn das bedeutet, dass sie sich gegen ihre Freunde stellt. Die Szene am Ende der Episode hat sehr schön gezeigt, dass Addison momentan alleine ist. Ihre Beziehung mit Sam ist zerbrochen, die Freundschaft mit Naomi existiert nicht mehr und ihre Freunde sind nicht alle auf ihrer Seite. Mir gefällt es sehr gut, dass Addison nun alleine da steht, weil es für sie bisher noch nie so war. Ich bin gespannt, wie die Autoren diese Situation ausbauen und was in Addisons Leben passiert. Ich bin mir sicher, dass sie dadurch nur stärker wird, auch wenn es sie einiges an Kraft kosten wird. Darauf bin ich sehr gespannt.

"There's been this wall up between you and me since Sam and I got together, and I don't want it there anymore. I want my best friend back. That's it. You're not going to say anything?" - "I hope it was worth it."

Die Einzige, die in dieser Episode einen Patienten hatte, war Naomi. Sie ist wieder da, doch man merkt an ihrer Einstellung sofort, dass sie nichts mit all dem Drama, das sich in der Praxis abspielt, zu tun haben möchte, was ich voll und ganz nachvollziehen kann. Es ist einiges geschehen und man sieht, dass sie außerhalb der Praxis einfach glücklicher ist. Außerdem merkt man hier schon sehr deutlich, dass man Naomi irgendwie zu einem guten Abschied verhelfen will. Ihre Arbeit macht ihr woanders viel mehr Spaß und die Annäherung zu Fife zeigt doch sehr deutlich, dass sie wahrscheinlich auf sein Angebot eingehen wird, mit ihm zu arbeiten. Das gefällt mir doch sehr gut, weil ich mich mit Naomi in dieser Staffel nicht wirklich anfreunden konnte, was sicherlich auch daran liegt, dass sie so oft weg war. Dennoch finde ich es gut, dass man ihr diese Storyline gegeben hat, weil sie doch für viele Spannungen zwischen Addison und Naomi geführt hat und es schön zu sehen ist, dass Addison doch nicht mit allem durchkommt, was sie macht. Hier finde ich wirklich gut, dass Naomi zu ihrer Meinung steht und nicht Mitleid mit Addison hat. Einige Entscheidungen im Leben kann man doch nicht rückgängig machen und das zeigt die Beziehung von Addison und Naomi doch sehr deutlich. Ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis der beiden in den verbleibenden Episoden noch entwickelt, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass aus dieser Freundschaft nichts mehr wird, was ich auch nur begrüßen kann, weil ich Addison gerne in einer schweren Zeit sehen möchte und wissen will, wie sie damit zurechtkommt.

Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir die Episode gut gefallen, weil sie verschiedene Wege eingeschlagen hat, insbesondere auf Addison und Violet bezogen. Die Storys sind glaubwürdig und nehmen eine interessante Wendung. Zuerst war nur Violet in Gefahr, doch nun besteht die Möglichkeit, dass auch die Praxis ihre Schwierigkeiten haben kann. Die Hochzeit von Cooper und Charlotte hatte natürliche ihre Komplikationen, doch ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren hier nicht so viele Störfaktoren einbauen, weil es eigentlich vorhersehbar war, dass die beiden heiraten werden, egal was passiert.

Alex Olejnik - myFanbase

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