Bewertung: 5

Review: #4.18 Am Scheideweg

Das war jetzt die zweite Episode ohne Addison in kurzer Zeit und ich bin immer noch der Meinung, dass sich dieses Fehlen negativ auf die Qualität der Folge auswirkt.

"If you are able to forgive Frances, she won't be able to control you anymore. She is who she is. You are who you are, and the only thing that's important is how you move forward, but that's up to you."

Immerhin wurde Sam letzte Woche vor die Wahl gestellt. Entweder ein Baby und das Ende der Beziehung. Ich kann nicht verstehen, wie die Autoren hier nicht anknüpfen können, wo es doch so ein wichtiger Teil von "Private Practice" ist. Ich freue mich zwar, dass Addison stattdessen für ein Crossover zu "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" gegangen ist, hier hat sie aber definitiv gefehlt. So lässt Sam nur einen kurzen Kommentar über sie fallen und widmet sich Petes Mutter Frances. Diese Storyline hat mir nicht besonders gut gefallen, da sie Material für mehrere Episoden bietet. So hatte ich das Gefühl, dass alles etwas gequetscht wurde, nur um in die Episode zu passen. Deshalb ging mir Petes Entscheidung, doch Kontakt mit seiner Mutter aufzunehmen, einfach zu schnell. Wenn man seine Vergangenheit bedenkt, dann geht das alles nicht so schnell. Die beiden müssten sich langsamer annähern, um sich kennenzulernen und ihm dann die Chance zu geben, das alles zu verstehen. In dieser Folge ist alles passiert: Wut, Enttäuschung, Vergebung und schließlich der Tod. Innerhalb einer Episode etwas viel, das man auf jeden Fall hätte aufteilen können. Was mir daran gefallen hat, war der Emotionsausbruch von Pete am Ende. Endlich konnte er die ganze Wut schlucken und seiner Trauer freien Lauf lassen.

"You're just a kid. You can't close yourself off to the idea that other things could be equally if not more important."

Die Storyline mit Cooper hat mir hingegen sehr gut gefallen, weil es einfach zeigt, was für ein guter Arzt er ist, und wie viel ihm an seinen Patienten liegt. So etwas ist selten und ich bewundere diesen Menschen sehr. Er hat immer die richtigen Worte, wenn es um die Kinder geht und weiß genau, was zu tun ist. Außerdem haben wir auch durch diese Handlung etwas mehr über Coopers Vergangenheit erfahren und seine Ängste. Und dass Charlotte ihn da aufgefangen hat und ihm ein gutes Gefühl gegeben hat, das finde ich wirklich toll. Das hat mir gut gefallen und hat auch gut gepasst. Die Storyline an sich war etwas verwirrend, weil man letzten Endes nicht mehr genau wusste, wer jetzt was will, doch das hat mich weniger gestört. Was mich bisschen gestört hat, war das Ende davon, weil man jetzt nicht genau wusste, was mit Patrick passiert.

"Are you two dating?"- "Well, you know, labels can be so confining."

Bei der Handlung von Violet und Sheldon bin ich ziemlich hin- und hergerissen. Denn ein Teil davon war wirklich gut und der andere leider gar nicht. Zum guten Teil gehört Marla. Sheldon ist nun mit ihr so gut wie zusammen, doch seine Ängste sind größer. Er möchte nicht, dass Violet davon erfährt, weil er sich Sorgen um seine Freundschaft macht. Der Moment, in dem dann Violet auf Marla trifft ist unglaublich witzig und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sheldon erstmal sprachlos ist. Ich bin gespannt, wie er sich entscheidet, schließlich hat ihn Marla am Ende vor die Wahl gestellt. Entweder sie oder die Freundschaft von Violet. Das fand ich leider bisschen übertrieben, weil sich die beiden kaum kennen und man eine lange Freundschaft nicht einfach aufgeben kann. Doch die Spannung steigt und wir werden sehen, was Sheldon in Zukunft machen wird.
Der Teil, der mir nicht gefallen hat, waren die drei schwangeren Mädchen. Diese Story war irgendwie seltsam und ich konnte nicht nachvollziehen, was das Ganze eigentlich soll. Vielleicht musste das passieren, um darauf aufmerksam zu machen, dass Violet in Zukunft Probleme wegen ihrem Buch haben wird. Ich bin mir nicht ganz sicher, was es sonst sollte. Auch das Ende war sehr seltsam, als dann ein Mädchen das Baby hatte, die andere mit ihrer Mutter reden wollte und die dritte nie wieder aufgetaucht ist. Ein richtiges Ende gibt es bei dieser Handlung also auch nicht. Das hat mich auf jeden Fall nicht überzeugt und die Autoren hätten sich hier eine andere Story überlegen sollen, um die Zeit zu füllen.

Fazit

Eine Episode ohne Addison kann nicht funktionieren, da bin ich mir mittlerweile sicher. Besonders nicht, wenn man mit so einem Cliffhanger, wie in der letzten Folge, endet. Stattdessen haben die Autoren versucht, den anderen Charakteren eine Handlung zu geben. Diese Storylines waren entweder nicht genug ausgebaut oder sie wirkten einfach zu überfüllt, weil in den wenigen Minuten keine Zeit mehr war, um alles genauer auszuführen. Somit wirkte die Episode zu voll gepackt und ergab teilweise wenig Sinn. Bis auf Cooper konnte mich eigentlich keiner so richtig überzeugen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Paul Adelstein Regie geführt hat. Und was ist eigentlich mit Naomi passiert? Ist sie jetzt auf einmal weg?

Alex Olejnik - myFanbase

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