Bewertung: 6

Review: #7.03 Ein reines Herz für die böse Stiefmutter

Foto: Once Upon a Time - Copyright: 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand
Once Upon a Time
© 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand

Dieses Mal tauchen wir in "Once Upon a Time" wieder tiefer in die Geschichten der neuen Figuren ab, was nach der kurzen Verschnaufpause der vergangenen Episode auch dringend nötig war, um uns ihre Motivationen etwas näher zu bringen.

In der Märchenwelt geht es Schlag auf Schlag voran. In einem Augenblick erfahren wir, was aus Cinderella nach der Flucht geworden ist, im nächsten treffen wir sie im Lager der Rebellen, wo sich auch schon Henry, Regina und Hook dazugesellen. Doch auch an dieser Stelle lässt man es längst noch nicht auf sich beruhen und so begleiten wir Cinderella sowohl ins Haus ihrer Stiefmutter, als auch zurück ins Lager. Es ist fast schon ein wenig zu viel, was wir hier über Cinderella erfahren. Zwar ist es interessant, nachvollziehen zu können, weshalb sie sich von Lady Tremaine so herumkommandieren lässt, dennoch bleibt einem kaum Zeit, das Gesehene zu verarbeiten, denn da wird man schon mit der nächsten Wendung bombardiert. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Autoren sich hier sehr an ihr eigenes Drehbuch aus Staffel 1 anlehnen. Das ist einerseits nett, da die Geschichten sofort wiedererkannt werden und damals sehr inspirierend waren, andererseits ist es aber nicht nötig, sich selbst so stark zu kopieren. In dieser Episode gibt es gleich zwei Handlungen vom Beginn der Serie, die als Vorlage dienen und so wirft man die Frage auf, ob man keine neuen Ideen hatte, weshalb man alte Geschichten wieder aufwärmen muss. Sowohl die Suche im Untergrund als auch das schlechte Gewissen der Heldin, weil sie ihrer Stiefmutter eine geliebte Person genommen hat, kennen wir nur zu gut.

Es mag gemein sein, das Liebespaar der Staffel zu einem so frühen Erzählzeitpunkt mit dem aus Staffel 1 zu vergleichen, dennoch muss ich sagen, dass Henry und Cinderella/ Jacinda bisher nicht mit Prinz Charming/ David und Snow White/ Mary Margaret mithalten können. Während ich mich mit Andrew J. West ganz gut anfreunden kann und Henry seine Gefühle für Jacinda/ Cinderella abkaufe, bin ich von Dania Ramirez bisher nicht sonderlich überzeugt. Sie wirkt sehr angespannt und lässt den Zuschauer spüren, dass sie unter dem Druck steht, das Liebespaar der Staffel glaubhaft verkaufen zu müssen. Auch ihre schwächliche Willenskraft ihrer Stiefmutter gegenüber macht Cinderella/ Jacinda momentan nicht sonderlich ansprechend. Snow haben wir mit Feuer im Blut und Kampfgeist kennengelernt. Cinderella strahlt das äußerlich zwar aus, doch man merkt ihr an, dass sie innerlich nicht so recht dahintersteht.

Auch sonst weist Staffel 7 außerordentliche viele Parallelen zur ersten auf. Lucy ist die Reinkarnation des jungen Henry, Sabine/ Tiana ist für Jacinda/ Cinderella genau die gute Freundin, wie Ruby/ Red es für Mary Margaret/ Snow war und Lady Tremaine/ Victoria weist die gleichen Charakterzüge auf, wie die Böse Königin/ Regina es in Staffel 1 tat. Ich hoffe sehr, dass nicht Lady Tremaine den dunklen Fluch ausgesprochen hat. Es deutet momentan alles darauf hin, doch es wäre wirklich so viel Wiederholung der ersten Staffel, wenn erneut die Stiefmutter hinter allem stecken würde.

Fazit

Die Geschichte ist schön erzählt, dennoch bemüht man sich zu sehr, Verknüpfungspunkte zum Beginn der Serie herzustellen. Dadurch wiederholt man sich selbst unzählige Male, was dann doch etwas zu viel des Guten ist.

Marie Florschütz - myFanbase

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