Bewertung: 8

Review: #1.08 Im Inferno von Jafar und der Roten Königin

Mit dieser Folge schließen die Autoren nicht nur einen großen Handlungsstrang ab, sondern bieten dabei auch noch gleichzeitig so viel Spannung und Lovestory wie noch nie zuvor.

Alice und Cyrus

Endlich ist es soweit und das Liebespaar begegnet sich zum Ende der Episode hin wieder. Bisher konnten wir die zwei ja nur in einigen Rückblicken verfolgen und daher ist es umso schöner, dass ihre Liebe noch gewachsen zu sein scheint. Mit leuchtenden Augen läuft Sophie Lowe auf Peter Gadiot zu und der Funke springt sofort über, sodass man überglücklich ist, dass die beiden nun endlich erneut vereint sind. Auch wenn es sich hier um eine recht schmalzige Liebesgeschichte handelt, bin ich von keinem der beiden Charaktere enttäuscht, da wir es hier ja schließlich mit einem Märchen zu tun haben.

Besonders bei Alice werden in dieser Episode die Parallelen zu Snow White aus der Mutterserie sehr deutlich, da es sich bei beiden um eine epische Liebesgeschichte handelt, in der das Paar sich einigen Kämpfen stellen muss. Doch anders als in "Once Upon a Time" fehlt es für meinen Geschmack hier und da an ein paar kleinen Scherzen, wie sie zwischen Snow und Charming gang und gäbe sind, wodurch Cyrus noch immer etwas blass erscheint.

Die Rote Königin und Will

Nachdem die Rote Königin bisher zu den Antagonisten zählte, machte sie in den letzten Episoden einen schleichenden Wandel durch und gehört nun der Gruppe der Helden von "Once Upon a Time in Wonderland" an. Dass ihr Will und Alice nicht sofort vertrauen, wurde sehr überzeugend dargestellt und besonders Wills kalter, ja sogar eisiger, Blick, ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen. Wir wissen ja, dass er sein Herz an einem sicheren Platz versteckt hat, damit er nicht noch einmal auf Anastasia hereinfällt, doch für seine ehemalige Auserwählte war Wills Emotionslosigkeit sicherlich ein Schock. Bisher kannte der Zuschauer den Gelegenheitsräuber eher als lustigen Kerl und in dieser Episode zeigt sich uns ein andere Seite von Will, die darauf hoffen lässt, nach der Winterpause einen größeren Einblick in seine Vergangenheit zu erhaschen und zu sehen, ob er Anastasia vielleicht doch noch eine Chance gibt. Da sie ihr Amt als Königin nun quasi niedergelegt hat, stehen Anastasia für die Zukunft alle Türen offen und es lassen sich nur Vermutungen darüber anstellen, welche Richtung ihre charakterliche Entwicklung einschlagen wird. Bisher hatte ich immer das Gefühl, zu viel voraussehen zu können, doch mit diesem Twist hatte ich so nicht gerechnet, da die Rote Königin in dieser Episode ihren Gefühlen für Will tatsächlich freien Lauf ließ. Und auch wenn Emma Rigby ihr Talent unter Beweis stellte, sodass ich selbst hoffte, Will würde sie zurücknehmen, stiehlt Michael Socha mal wieder allen die Show. Dafür braucht der Brite nicht einmal viele Worte und egal ob er Alice einen verschmitzten oder der Königin einen gehässigen Blick zuwirft, entfacht er immer wieder aufs Neue große Emotionen.

Der dritte Wunsch

Dass es schon jetzt zum Einsatz von Alices letztem Wunsch kommt, empfand ich als sehr überraschend, Jafars Anteil daran kam jedoch nicht unerwartet. Dennoch haben die Autoren in dieser Episode ganze Arbeit geleistet und Will zum neuen Flaschengeist gemacht, indem er Cyrus ersetzt. Doch besonders gelungen sind die Umstände, die Will zu seinem Wunsch geführt haben. Uns wurde hier ein grandioses Winterfinale beschert, dass aufregender und gefühlsbetonter nicht sein könnte. Nachdem Will nun schon zahlreiche Fans unter der Zuschauern gewonnen hat, leiden diese sicherlich umso mehr mit ihm mit. Der Freigeist hat in der Vergangenheit immer nur selbstlos gehandelt und bewiesen, dass es auch ohne Herz möglich ist eine enge Bindung zu seinen Mitmenschen aufzubauen, indem er Alice ganz wunderbar zur Seite stand. Womit wird ihm das gedankt? Mit Gefangenschaft. Ich für meinen Teil habe Will mehr ins Herz geschlossen als Cyrus, weshalb ich mich auf die Rettungsaktion im zweiten Teil dieser Staffel noch viel mehr freue.

Fazit

Die Achterbahnfahrt geht weiter, doch dieses Mal führt sie uns steil nach oben, ohne anschließend wieder abzustürzen. Liebevoll erzählen die Autoren uns zunächst eine Liebesgeschichte, die dann ihr Happy End nimmt und setzen uns anschließend einen Riesenknaller vor die Nase, den wohl niemand so kommen sah. Dadurch ist #1.08 Home ein Erfolg auf ganzer Linie.

Marie Florschütz - myFanbase

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