Bewertung: 6

Review: #4.07 Dynamische Duette

Foto: Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Jordin Althaus/FOX
© 2012 Fox Broadcasting Co.; Jordin Althaus/FOX

Ich habe eine Weile überlegt, wie ich diese Episode finden soll. Einerseits habe ich mich in meiner letzten Review darüber beschwert, dass es zuviel ist, wenn man sich auf die neuen und alten Charaktere konzentriert, andererseits ist es für mich immer noch nicht dasselbe "Glee", wenn man sich nur auf die neuen Charaktere konzentriert. Ich bin immer noch an einem Punkt, wo mir die alten Charaktere, die mich drei Jahre lang begleitet haben, sehr am Herzen liegen und ich komme immer noch nicht darüber hinweg, dass man sie Schritt für Schritt mit den neuen Charakteren "ersetzt". Vielleicht wird es auch Zeit, endlich loszulassen, doch diese Folge zieht einen bitteren Nachgeschmack mit sich.

"Just call Santana back from Kentucky again, because apparently she's better than anyone who's actually enrolled here."

Auch hier spielt die gesamte Folge nur an der McKinley High School und was ich an sich gar nicht schlecht finde, gefällt mir im Hinblick auf Rachels Storyline überhaupt nicht. Na gut, sie und Finn haben einen Schlussstrich gezogen, was ich immer noch gut finde, doch wenn man bedenkt, dass sie in der letzten Folge Brody nachgeweint hat und zurück nach New York geflogen ist, so ist es doch erstaunlich, dass man darauf so gar nicht eingeht. Und wenn man bedenkt, dass die in der nächsten Folge die Sectionals anstehen, so kann ich mir auch nicht vorstellen, dass New York ein großes Thema sein wird. Aber das wird sich noch zeigen. Dennoch hat mir Rachel gefehlt und ich hätte gerne gesehen, wie sie sich Cassandra und Brody gegenüber gibt.

Doch darauf muss man wohl noch warten, denn hier standen die McKinley High School und die neuen Charaktere im Vordergrund. Ich stehe auch weiterhin zu meiner Meinung, dass ich alle bis auf Kitty sehr gerne hab und es freut mich auch, dass man ihnen ihre Storylines gibt, doch irgendwie lag der Schwerpunkt wirklich nur darauf. Wir lernen Ryder ein bisschen mehr kennen und sehen, dass er unter Legasthenie leidet und dadurch wohl auch nicht alles einfach bei ihm daheim ist. Die Story hat mir gut gefallen, weil ich Ryder gern habe und es doch eine Schwäche ist, mit der er kämpfen muss. Er kommt gut bei den Menschen an, zeigt, dass er etwas drauf hat, doch er muss dafür schwer arbeiten und das macht ihn irgendwie noch sympathischer. Ebenso wie Jake, der immer noch nicht weiß, wohin er gehört. Die beiden gemeinsam in eine Handlung zu packen hat gut funktioniert und da merkt man doch am Ende wieder schön, dass es die Schwächen dieser Kids sind, die sie zusammen bringen. Das ist nunmal "Glee". Es freut mich, dass sie sich angefreundet haben, auch wenn ich glaube, dass Marley diese neue Freundschaft wieder auseinander bringt, denn schließlich wollen beide Jungs mit ihr zusammen sein. Das Love Triangle geht bestimmt noch eine Weile weiter und momenten weiß ich immer noch nicht, wer mir mit Marley besser gefällt. Deshalb sollen die Jungs mal eine Weile um sie kämpfen und dann wird sich schon zeigen, wer gewinnt. In diesem Zusammenhang muss ich unbedingt den kleinen Auftritt von Puck erwähnen, über den ich mich sehr gefreut habe. Es ist zwar immer noch seltsam, dass die beiden Puckermans nun dicke Freunde sind und sich gegenseitig um Rat fragen, doch hier hat das gepasst und ich beschwere mich keinesfalls darüber, denn schließlich haben wir so Puck wieder zu sehen bekommen.

Zwei weitere Charaktere, die eine gemeinsame Handlung hatten, dass sind Kitty und Marley. Es ist nicht überraschend, dass Kitty nun auch im Glee Club ist, denn das war vorhersehbar. Ich mag es nicht, ich mag sie nicht und so gefällt mir eigentlich nichts, was aus ihrem Mund kommt. Viel schlimmer finde ich noch, dass sich Marley so von ihr um den Finger wickeln lässt und quasi alles macht, was Kitty ihr sagt. Das Thema Bulimie wurde hier also nicht unter den Tisch gekehrt, sondern kam nochmal zum Vorschein und da kommt sicherlich noch mehr auf uns zu. Einerseits finde ich es ein wichtiges Thema, das es bisher bei "Glee" noch nicht gab, andererseits hoffe ich nicht, dass man Marleys Charakter damit kaputt macht. Denn momentan sehe ich sie nicht als diejenige, die Bulimie hat, sondern diejenige, die auf Kitty hört, obwohl sie sie nicht leiden kann. Vielleicht wäre es besser, wenn Marley sich mehr auf sich konzentriert und Kitty die Meinung geigt, damit sie sich nicht selbst verliert. Das fände ich viel interessanter, weil die beiden das komplette Gegenteil sind und sich eigentlich gut ergänzen. Doch eine Marley, die sich alles vorgeben lässt, das möchte ich nicht sehen. Dann lieber weiterhin einen Konkurrenzkampf, indem die beiden musikalisch gegeneinander antreten, denn der Auftritt der beiden, war gut und ihre Stimmen passen gut zusammen.

"The theme is Foreigner. We're gonna sing songs by Foreigner in foreign languages wearing all the costumes of the world's nations."

Neben den neuen Charakteren wurde auch Finns neue Position thematisiert und es ist schön zu sehen, dass er seine Probleme hat. Dass es nicht einfach wird, war eigentlich klar, doch ich freue mich, dass die Autoren daraus eine so schöne Story gemacht haben. Zum einen gab es dadurch ein tolles Gespräch mit Coach Beiste, die Finn klar macht, dass er der Anführer sein muss, zu dem die Kids aufschauen und zum anderen konnte Finn sich in dieser Folge tatsächlich behaupten und zeigen, dass er wirklich dieser Anführer ist und sich um das Wohlsein dieser Kids sorgt. Mir hat gefallen, dass man ihn in die Ryder-Story eingebunden hat und auch gezeigt hat, dass er für diese Kids da ist und ihnen helfen möchte. Das macht die anfänglichen Szenen, in denen Finn gar nicht überzeugen kann, wieder gut und ich denke, dass das mit Finn als neuen Glee Club Leiter wirklich gut funktionieren kann. Außerdem bin ich einfach nur froh, dass er da ist.

"I heard you only went there to be with Kurt, right? In fact, I hear they even call you Blaine Warbler. They know you don't belong there, so why don't you?"

Ein weiteres Thema, das hier aufkommt, stellt Blaine in den Vordergrund, was auch dazu führt, dass er und Sam ein Duett zusammen haben und auch Sam seinen Beitrag leisten kann. Die Warblers sind wieder da und möchten Blaine zurückhaben. Ich freue mich, Sebastian wieder zu sehen und glaube, dass der neue Warblers-Anführer Hunter nun Sebastians Rolle als Bad Boy eingenommen hat, denn das Thema ist hier noch nicht beendet. Sie wollen Blaine wiederhaben und stellen ihm eine Falle, um ihm zu zeigen wo er hingehört. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Blaine die Chance nutzen will und zurück zu den Warblers möchte. Sein Leben an der McKinley High ist nicht einfach, nachdem er und Kurt sich getrennt haben. Er fühlt sich nicht wohl, möchte alles hinter sich lassen und nun wird ihm diese Möglichkeit gegeben. Sehr verständlich, dass er sie nutzen will. Eigentlich hätte ich es sogar sehr interessant gefunden, wenn Blaine zurückgeht und gegen seine Freunde antritt, doch die Frage ist, wie man ihn dann wieder zu den New Directions holt. Aber das hat sich eh erledigt, denn Sam schafft es, Blaine zu überzeugen, wo er hingehört. Das fand ich eine sehr schöne Geste, die mir gefallen hat und mit einem sehr schönen Duett der beiden geendet hat. Zwar ist es nicht sehr realistisch, dass ein Song Blaine überzeugt, sein Vorhaben nicht durchzuziehen, aber ich beschwere mich nicht, denn wenn Blaine jetzt auch noch bei den Warblers wäre, dann hätten wir noch eine weitere Storyline, die dazukommt und das wäre dann wohl sehr schwer, alles zu koordinieren. Deshalb bin ich mit dem Ende erstmal zufrieden und freue mich, dass Blaine für die New Directions singen wird und das Sam etwas in den Vordergrund gerückt ist.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Anmerkungen, die die Folge allgemein betrifft. Das ganze Superhelden-Thema hat für mich nicht funktioniert. Ich fand es eher nervig und auch keineswegs komisch. Ich denke, dass es darum ging, seine Schwächen zu erkennen und den Mut dazu haben, die Person zu sein, die man sein möchte, doch das hat für mich nicht geklappt. Einzig Artie konnte mir mit seinem Outfit einen Lacher entlocken, aber das war es auch schon. Zur Folge und zu den Storylines der neuen Charaktere hat es gepasst, aber ich hätte auch ruhig darauf verzichten können und fand es stellenweise auch anstrengend. Deshalb fand ich sehr gut, dass die letzte Performance ohne Kostüme stattgefunden hat und der Glee Club zum Vorschein kam. Das Lied hat mir gut gefallen und ich denke, dass die Kids wirklich eine Chance haben, die Sectionals zu gewinnen, wenn sie jetzt nichts falsch machen und sich selbst im Weg stehen. Denn zusammen sind sie stark, das hat Finn sehr gut angemerkt. Und dass er am Ende so eingeblendet wird, wie es bei Will immer der Fall war, hat mein Herz ein bisschen erwärmt. Zum Glück stach Finn hier heraus, denn nur die neuen Charaktere, dafür bin ich noch nicht bereit. Eine kleine Anmerkung habe ich noch und das betrifft Unique. Ich mag ihn nicht und war sehr dankbar, dass wir eine Pause dieser Storyline hatten, doch das man ihn dann komplett aus der Episode entfernt, passt überhaupt nicht. Vor allem weil Finn auch noch anmerkt, dass sie zwölf Mitglieder brauchen, um bei den Sectionals teilzunehmen. Wäre es da nicht sinnvoll, dann auch alles zu zeigen? Oder ist Wade nun nach dem Musical komplett aus dem Glee Club raus? Wenn ja, dann hab ich wohl was verpasst.

Fazit

Das Thema "Superhelden" kam bei mir nicht gut an und hat für mich auch nicht funktioniert. Die Story zwischen Ryder und Jake konnte punkten, Kitty dafür gar nicht, was aber auch eher an Marley liegt, die sich alles sagen lässt. Finn konnte wieder überzeugen und auch das Blaine im Vordergrund stand, hat gefallen, ganz besonders, weil dadurch Sam auch seine Chance bekam. Die Story war zwar unrealistisch, aber das Ergebnis stellt mich erstmal zufrieden. Ganz im Gegenteil zu Rachels Story, die gar nicht erwähnt wurde. Deshalb leider nur sechs Punkte.

Alex Olejnik - myFanbase

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