Bewertung: 4

Review: #9.04 Die Fehde

Foto: Alberto Rosende & Adriyan Rae, Chicago Fire - Copyright: 2020 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.; Adrian S. Burrows Sr./NBC
Alberto Rosende & Adriyan Rae, Chicago Fire
© 2020 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.; Adrian S. Burrows Sr./NBC

Die Mutterserie "Chicago Fire" gilt seit Jahren meist als die stärkste Serie von OneChicago, doch mit #9.04 Funny What Things Remind Us verhält es sich komplett anders. Von Bränden oder auch nur Lunten hat diese Episode wenig bis gar nichts zu bieten. Sie plätschert so vor sich hin und irgendwie kann keine Storyline wirklich zünden. Was zurück bleibt bin ich, die enttäuschte Zuschauerin, die diesmal nicht überzeugt werden konnte.

Nachdem Sylvie Brett Matt Casey in der vergangenen Episode erklärt hat, dass sie nur Freunde bleiben sollten, kam mir bereits der unliebsame Gedanke, dass wir uns jetzt nur noch auf sehnsüchtige Blicke einstellen sollten, denn sobald werden wir die beiden nicht als Paar sehen und die Autoren der Serie haben mich doch diesmal traurigerweise erhört. Was es aber noch schwieriger macht, ist die Tatsache, dass mit Sydney McMillan und Greg Grainger gleich zwei neue potenzielle Liebespartner für die beiden eingeführt werden. Vor allem bei Ersterer bin ich alles andere als glücklich über die Art und Weise, wie man sie letztlich eingeführt hat.

Hieß es nicht mal, dass die Menschen auf der Wache nichts mit Geretteten anfangen sollen? Aber offenbar ist das eine Regel, die oftmals gebrochen wird. Und obwohl ich Sydney ganz passend für Casey finde, kann ich jetzt schon erkennen, dass das keine Beziehung auf längere Sicht werden kann. Denn er hat nun mal Gefühle für Brett, wovon man in dieser Episode mehr als einmal überzeugt werden konnte.

Ganz ähnlich sieht es bei Brett aus. Zwar war sie diejenige, die Casey gebeten hat, nur Freude zu sein. Allerdings war dies reiner Selbstschutz. Ein Selbstschutz, der aber nun bröckelt, da mit Sydney eine 'Konkurrenz' ins Spiel gekommen ist, die Brett ganz offen zeigt, dass Casey auch Interesse an anderen Frauen haben könnte. Wobei man mit Greg eben auch jemanden eingeführt hat, der für Brett interessant werden könnte. Aber ganz ehrlich habe ich absolut keine Lust mehr auf ein solches Hin und Her. Man lässt Brett und Casey schon solange umeinander herumtanzen, so dass es einfach keinen Spaß mehr macht, jetzt noch weiter darauf zu warten, dass die beiden endlich zusammen kommen. Ich hoffe wirklich, die Autoren lassen bald Gnade walten.

Ganz anders sieht es da bei Gianna Mackey und Blake Gallo aus. Dass jener gleich zum Staffelstart ein Auge auf die neue Sanitäterin geworfen hat, hat mir ja gar nicht gefallen, weil es viel zu schnell ging und ich das Gefühl hatte, man müsste die Neue sofort mit wem verkuppeln, vielleicht, um sie richtig in die Truppe einzugliedern. Mittlerweile sind wir bei der vierten Episode dieser neunten Staffel und ich muss zugeben, dass die Autoren hier wirklich Händchen bewiesen haben, denn die Annäherung von Mackey und Gallo passiert nicht Knall auf Fall, was mir sehr gut gefällt. Gerade nach seiner Rettungsaktion hat man bemerkt, dass Mackey beeindruckt ist. Mittlerweile kann ich mir hier tatsächlich eine Paarung vorstellen, auch wenn Joe Cruz nach wie vor noch immer nicht so recht davon überzeugt wäre. Aber ich denke, Mackey lässt sich von ihm sowieso nichts sagen, wenn sie wirklich etwas möchte.

Abgesehen von Mackey und Gallo war Chief Bodens Geschichte nun auch nicht das Gelbe vom Ei. Zugegeben, war es schon emotional, als Boden mit Kelly Severide auf den demenzkranken Mann, der sich als Henry herausgestellt hat, getroffen ist und er selbst einmal bei der Polizei gearbeitet hat. Doch so richtig gepackt hat mich das Ganze nun auch nicht. Klar wurde Boden durch Henry an seinen Vater erinnert, aber mehr als ein kleines Aufflammen alter Erinnerungen an ihn war das ja nun auch nicht. Dafür hat man das alles in meinen Augen anders angehen müssen. So war es einfach nur nett, dass man Boden mal etwas gegeben hat, was nicht darauf abgezielt war, dass man an seinem Stuhl sägen möchte.

Apropos Severide. Ich verstehe ihn einfach nicht. Ich verstehe, dass er Stella Kidd nicht nur mehr Druck machen möchte, indem er ihr sagt, was ihr Vorgesetzter beim Gespräch mit Severide über sie gesagt hat. Aber er merkt doch selbst, dass dieses Schweigen seiner Beziehung absolut nicht gut tut. Die beiden hatten doch nun schon wirklich genügend Schwierigkeiten und waren stabil in ihrer Beziehung. Wieso wirft man ihnen denn jetzt quasi schon wieder Steine in den Weg? Zumal er ja nicht mal konkret auf das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten eingehen müsste, sondern ihr einfach zeigen, dass sie sich keine Gedanken wegen ihrer Beziehung zu Kelly selbst machen müsste. Hier bahnt sich in jedem Fall die nächste Krise an, die ich nicht sehen möchte.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und das Beste war indem Fall die Fehde zwischen Randall 'Mouch' McHolland und Rutledge. Wir haben nicht nur erfahren, warum Mouch überhaupt zur Wache 51 gekommen ist, sondern erleben amüsant mit, wie sich die beiden auch noch nach Jahren eine Fehde liefern, die ich extrem lustig fand. Was Donuts doch so bewirken können. Abgesehen vom Schild für Rutledge, fand ich sehr witzig, wie Mouch beim angegebenen freien Donut-Verkauf präsentiert wurde. Die Krone des Ganzen wurde hier von Trudy Platt aufgesetzt, die sich darüber geäußert hat, dass sich ihr Mann ihr in diesem Outfit noch nie gezeigt hat.

Fazit

"Chicago Fire" hat diesmal alles andere als eine Glanzleistung vollbracht. Ich bin wirklich enttäuscht. Denn diesmal hat man so vieles gegen die Wand gefahren, dass ich inständig auf Besserung hoffe. So wie es momentan aussieht, stehen uns vor allem bezüglich Casey und Brett, aber auch Kelly und Stella schwere Zeiten bevor und die müssten meiner Meinung nach nicht sein.

Daniela S. - myFanbase

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