Bewertung: 7

Review: #3.16 Pasadena

Foto: Lance Barber, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lance Barber, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Es gleicht einer Premiere. Die Macher von "Young Sheldon" haben es tatsächlich geschafft, mit #3.16 Pasadena eine weitere Episode zu kreieren, die ebenso gut überzeugen kann wie die letzte. Diesmal sind es die Beziehungen zwischen Mary und Georgie sowie zwischen George und Sheldon, die überzeugen können.

Die Reise nach Pasadena

Es ist durchaus bekannt, dass Sheldon (fast) immer das bekommt, was er möchte. Genau deshalb war ich anfangs auch nicht begeistert, dass er es nicht akzeptieren konnte, als George ihm diesen Wunsch nicht ermöglichen konnte. Allerdings ist Sheldon auch jemand, der nie sein Ziel aus den Augen verliert und dafür kämpft. So ist es auch diesmal und ich bin ziemlich froh, über diese Entwicklung und die Tatsache, dass man die Beziehung zwischen Vater und Sohn noch einmal von einer ganz anderen, neuen und auch emotionalen Seite beleuchtet hat.

Schon mehrmals habe ich geschrieben, dass man George in "The Big Bang Theory" immer wieder als jemanden hingestellt hatte, der als Vater offenbar völlig versagt hat. Durch den Ableger bekommt man aber immer mehr mit, dass George durchaus seine Qualitäten hatte und auch mit Sheldon eine Beziehung hatte, die zwar nicht wirklich mit der von Georgie zu vergleichen ist, dennoch merkt man auch in dieser Episode, wie gut es George eigentlich gelungen ist, sich in seinen Sohn hineinzuversetzen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass er Mr. Spock und Mr. Kirk dafür benutzt, um Sheldon zu erklären, dass Angst völlig in Ordnung ist, man sich davon aber nicht seine Träume zerstören lassen darf. Ich frage mich, ob Mary das auf eine ähnliche Weise geregelt hätte, und habe meine Zweifel. Sie mag ihn zwar gut kennen und ihn auch auf eine andere Art und Weise anders behandeln als ihre anderen Kinder. Dennoch habe ich immer mal wieder das Gefühl, sie möchte und kann sich nicht richtig auf die Dinge einlassen, die für Sheldon von großer Bedeutung sind. George hingegen versucht in erster Linie eine Beziehung zu seinem jüngeren Sohn aufzubauen, die in etwa auf der gleichen Höhe wie die mit Georgie ist. Genau deshalb fand ich es auch wichtig, dass George seiner Frau klar gemacht hat, dass ihm der Trip mit Sheldon gehört. Ich hoffe, wir erleben noch etwas mehr von dieser Vater-Sohn-Beziehung.

Richtige und falsche Entscheidungen im Leben

Während George und Georgie eine normale Vater-Sohn-Beziehung haben, ist die zwischen Mary und Georgie alles andere als normal bzw. sie steht eben schon lange im Schatten der Vergangenheit. Georgie ist eben ein Teenager, der die Mädels liebt und der schon gar nicht mit seiner Mutter über solche Dinge spricht. Und genau da treten erneut Probleme auf, die zwar vor sich hin brodeln, die aber dann doch endlich mal von Mary thematisiert werden.

Ich dachte eigentlich, Georgies Gefühle für Veronica sind stark genug, dass er keine anderen Mädchen mehr datet. Natürlich sind sie getrennt, aber bei ihrem letzten Zusammentreffen hatte ich das Gefühl, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie endlich ein Paar werden. Doch dadurch, dass er nun Jana datet, scheint eine Beziehung mit Veronica in weite Ferne gerückt zu sein. Ähnlich wie auch uns Zuschauern, hatte auch Mary noch keine Gelegenheit, Jana kennenzulernen. Und genau dies ist auch der Streitpunkt von Mutter und Sohn, da Georgie sie verheimlicht und damit seiner Mutter etwas verheimlicht. Etwas, was Mary an ihre eigene Vergangenheit erinnert.

In einer der vergangenen Staffeln hat Connie bereits angesprochen, dass Mary nicht immer so gütig und gläubig war, wie man sie jetzt kennt. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich den Eindruck, dass Connie bei ihren Erzählungen etwas flunkert, damit Missy lieb und nett zu ihrer Mutter ist. Offenbar war das aber die Wahrheit, denn zum ersten Mal spricht Mary selbst über ihre Zeit als Teenager, was wiederum ihr jetziges Verhalten als Mutter, als Frau und als Christin erklärt. Zudem gibt Mary endlich zu, was in #1.21 Dr. Sturgis, Meemaw und der Morgen danach bereits angedeutet wurde: Mary und George haben vor allem deswegen geheiratet, weil Mary bereits mit Georgie schwanger gewesen ist. Für Georgie ist das natürlich ein Schlag und ich kann durchaus verstehen, warum er sich als Fehler angesehen hat. Gut gefallen hat mir, dass Mary nicht ihm die 'Schuld' gegeben hat, sondern dazu gestanden hat, nicht ehrlich zu ihren eigenen Eltern gewesen zu sein. Ich denke mal, dass das die Beziehung zwischen Mutter und Sohn etwas mehr stärkt.

Randnotiz

  • Obwohl Connie und Missy nur eine kurze Szene zusammen hatten, hat man gemerkt, wie eng ihre Beziehung zueinander ist.



Fazit

"Young Sheldon" hat mit dieser Episode bewiesen, dass sie eben doch dazu in der Lage sind, Vorwärtsschritte zu machen und dabei sowohl Mary als auch George als wirklich gute Eltern hinzustellen. Gerne mehr davon.

Daniela S. - myFanbase

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