Bewertung: 4

Review: #3.14 A Slump, a Cross and Roadside Gravel

Foto: Montana Jordan, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Montana Jordan, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Manchmal frage ich mich, ob den Machern von "Young Sheldon" partout nichts Besseres für Mary einfällt, als ständig ihre Gläubigkeit für etwas zu benutzen, damit ihr und den Zuschauern wieder einmal vor Augen geführt wird, wie egoistisch ihre Familie doch ist. Von Georgie und seiner neuesten Idee möchte ich eigentlich gleich gar nicht anfangen...

Gott und Baseball

Ich weiß gar nicht, wie ich mich ausdrücken soll. Im Grunde ist Mary eine gute und weise Mutter, die durchaus weiß, wie der Hase läuft. Allerdings gibt es eine Sache, für die ich entweder ein Augenrollen oder ein Kopfschütteln übrig habe: Ihre Gläubigkeit bzw. der Umgang damit. Es ist hinreichend bekannt, wie gläubig Mary ist und wie sehr sie darum bemüht ist, ihre Familie dazu zu bringen, ebenfalls an Gott zu glauben. Ebenso ist es bekannt, dass diese nicht sonderlich angetan ist, wenn sie Mary immer wieder davon überzeugen will, wie wichtig der Glaube an Gott ist. Ihre Familie geht nicht gerade mit Samthandschuhen damit um, wenn es um ihren Glauben an Gott geht. Umso erschreckender finde ich es daher immer wieder, wie naiv Mary ist, wenn ihre Lieben dann doch mal die Anwandlungen haben, an Gott zu glauben. Mittlerweile müsste sie nämlich wissen, dass dahinter meistens ein (egoistischer) Plan steckt.

Diesmal ist es Missy, die in dieser Episode die Liebe zu Gott aus egoistischen Gründen ausnutzt und ihrer Mutter weis machen will, dass sie gläubig geworden ist. Denn aus irgendwelchen Gründen verfehlt sie seit Neuestem immer wieder den Ball beim Baseball, so dass Mary ihr gesteht, dass ein Gebet helfen würde. Hätte sie mal lieber nicht tun sollen, immerhin ist Missy gewieft genug, um andere auszutricksen um das zu bekommen, was sie möchte. Wobei ich ihr Verhalten in weiten Teilen nicht mal allzu schlimm finde. Immerhin haben Mannschaften, Bands und Sänger/innen alle ihr kleines Ritual vor Auftritten. Missy macht eigentlich nichts anderes. Das Traurige daran ist aber vor allem, dass sie etwas zu ihrem Ritual gemacht hat, was ihrer Mutter sehr wichtig ist und womit sie auch noch Geld machen wollte. Hier ist es nur allzu verständlich, dass Mary verletzt ist, auch wenn ich leider dazu sagen muss, dass sie einfach viel zu naiv war. Gerade Missy, die eben schon oftmals bewiesen hat, dass sie clever ist. Hier hätte ich mir gerne einen Kompromiss gewünscht, zumal Mary ihre Tochter eben auch glücklich sehen will. In dem Bezug hat mir George gut gefallen. Ich dachte bisher immer, dass er viel zu viel Angst vor seiner Frau hat, um ihr ein Kreuz zu klauen. Eben etwas, was ihr extrem wichtig ist. Andererseits zeigt es auch, dass ihm seine Kinder wichtig sind und er möchte, dass sie erfolgreich sind (wobei es sich diesmal wahrscheinlich mehr auf den Sport an sich bezogen hat).

Reich werden vom Schotter

Neben der Arbeit in der Werkstatt stellte Georgie zu Beginn der Staffel sein Verkaufstalent unter Beweis. Nun möchte der Junge noch schneller an viel Geld kommen. Kein Wunder also, dass er nun eine neue Idee hat, wie er reich werden könnte. Durch das Blättchen "The Moneymaker" wird er auf eine weitere Idee gebracht, wodurch er viel Geld verdienen kann. Leider hat das nur mal wieder bewiesen, dass Georgie auch diesmal der Idiot ist.

Ehrlich gesagt klangen alle Ideen ziemlich dumm. Anfangen vom Züchten von Bienen und den anschließenden Verkauf des Honigs, über den Verkauf von Blut und nicht lebenswichtigen Organen (Punkt für Georges ziemlich böse, aber amüsante Aussage!) bis dahin, aus Straßenkies Platin und somit auch Geld zu machen. Die Idee war schon beim Vorlesen und Georgies Begeisterung zum Scheitern verurteilt. Er ist einfach nicht der Typ, der die Sachen gut durchdenken kann, damit sie später funktionieren und Sheldon ist nicht gerade der Typ dafür, der sozial kompetent genug ist, um Dinge zu hinterfragen. Was folgt ist letztlich eine Katastrophe, die ich nicht gebraucht hätte.

Dennoch haben mir die gemeinsamen Szenen zwischen den Brüdern gut gefallen. Zumal man auch durchblicken ließ, dass Georgie seinen Geschwistern doch manchmal zuhört. Vielleicht gelingt es den Autoren einmal, auch Szenen zwischen den beiden zu entwickeln, wie man sie in der vergangenen Episode zwischen Sheldon und Missy gesehen hat, die eben in keiner Katastrophe enden.

Fazit

"Young Sheldon" weist in der dritten Staffel ziemlichen Seegang auf, über den ich alles andere als froh bin, da sie insgesamt ziemlich durchwachsen ist. Auf eine großartige Episode folgt mindestens eine schlechtere. Ich bin mal gespannt, ob man sich noch fangen kann oder ob wir dieses Rauf und Runter bis zum Ende mitmachen müssen.

Daniela S. - myFanbase

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