Bewertung: 8

Review: #2.10 Scherze, Fahrstunden und Bazinga

Foto: Iain Armitage, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Iain Armitage, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Das Midseason-Finale von "Young Sheldon" beschert uns mit Episode #2.10 A Stunted Childhood and a Can of Fancy Mixed Nuts weitere Eindrücke darüber, warum Sheldon so ist, wie wir ihn kennen. Darüber hinaus wird auch die Beziehung von Connie und John auf eine sehr amüsante Art gefestigt.

kindisch sein... und Bazinga

Ich finde, dass die Autoren einen tollen Job in dieser zweiten Staffel machen. Mit dem weiteren Verlauf erleben wir immer mehr Eigenschaften der Charaktere, welche sie zu den werden ließen, wie wir sie heute kennen. Das trifft natürlich in erster Linie auf Sheldon zu. Besonders bei Sheldon erkennt man durch diese Episode wieder einmal, dass er nicht immer so war, wie wir ihn seit zwölf Jahren in "The Big Bang Theory" erleben. Auch Sheldon hat eine Vergangenheit, die ihn zu dem geformt hat, was er heute darstellt. Sehr schön finde ich dabei, dass man Paige als perfektes 'Gegenstück' zu ihm nutzt. Obwohl sie nämlich ebenso intelligent und besonders von ihren Eltern bezeichnet wird, merkt man ihr doch an, dass sie trotz allem ein Kind ist, welches ihre Kindheit genießt, Spaß hat und Freundschaften schließt. Dass Paige noch immer kindlich ist, ist sehr toll für Missy, die in ihr möglicherweise eine (beste) Freundin gefunden hat. Zwar wissen wir, dass sie viele Freunde hat, aber gesehen hat man davon noch keine.

Ein bisschen schade für Sheldon ist es dennoch. Mit der Einführung des Charakters Paige war ich in der Annahme, man würde jemand Ebenbürtigen für Sheldon haben, zu dem er nicht nur intellektuell eine Bindung aufbauen kann, sondern auch auf freundschaftlicher Basis, dafür sind Sheldon und Paige aber zu verschieden. Wobei sie ihm mit ihren und Missys Sticheleien über sein Verhalten aufgezeigt hat, dass er sich in keiner Weise kindlich verhält und damit Sheldon zum Nachdenken angeregt hat, zumindest einmal zu versuchen aus seiner Komfortzone herauszukommen. Durch diese Versuche wissen wir nun auch, wie der ältere Sheldon zu seinem Bazinga gekommen hat. Allerdings ist er bis heute noch kein wirklicher Spaßvogel. Zugegeben, tat er mir doch leid, als er erkennen musste, dass er offenbar nie wirklich gesellschaftsfähig sein würde. Schön, dass Missy ihm dabei tröstend zur Seite stand, wie schon zum Beginn dieser Staffel.

Autofahren und... "Ich liebe dich"

Als John zum Ende der ersten Staffel eingeführt wurde, gab es für ihn nur das Fahrrad, da er eben keinen Führerschein hat. Und genau das möchte er nun ändern, für sich selbst aber auch ganz besonders für Connie. John möchte vermeiden, dass Connie sie beide immer überall hinfährt, was ich durchaus verstehen kann. Ebenso gut kann ich verstehen, dass er der 'Dominante' in der Öffentlichkeit sein möchte. Allerdings war ich natürlich auch gespannt darauf, wie seine erste Fahrstunde ablaufen würde.

Zugegeben, erinnert John tatsächlich an den älteren Sheldon, der Penny einmal in die Notaufnahme fahren sollte und sich dabei ebenfalls sehr übervorsichtig gegeben hat. Es zeichnet John aber durchaus aus, dass er das Fahren erlernen möchte, um Connie beeindrucken zu können. Ich bin ehrlicherweise nicht davon ausgegangen, dass wir John tatsächlich in der kommenden Zeit öfter hinter dem Steuer sehen werden, dafür ist er einfach nicht geschaffen. Allzu schlimm finde ich das aber nicht, schließlich hat Connie dadurch klar gemacht, dass sie John liebt. Ich finde, dass das schon ein bisschen zu spät kommt. Wir hatten in dieser Staffel schon einige Szenen, in denen deutlich wurde, wie sehr sich die beiden mögen. Nicht zuletzt der organisierte Garagenverkauf von Connie, bei dem sie gewissermaßen richtig Abschied von ihrem ersten Mann genommen hat, und das Thanksgiving-Dinner, bei dem Mary deutlich machte, dass John zur Familie gehört. Dadurch, dass Connie gestanden hat, ihn zu lieben, gehört er nun auch voll und ganz zu ihrem Leben und wer weiß? Vielleicht erleben wir in dieser Staffel eine Hochzeit der beiden.

Randnotizen

  • Bei Andrea und ihrem Mann scheint der Haussegen ziemlich schief zu hängen, wenn sie den Abend eher mit ihren Freundinnen verbringt. Ich bin mal gespannt, wann wir erfahren, dass sich die beiden scheiden lassen.
  • Missys Bezeichnung für Sheldon finde ich leider sehr treffend. Vom Verhalten und modisch könnte man ihn tatsächlich als alten Mann bezeichnen.
  • Mittlerweile ist bekannt, dass Georgie nicht der Hellste in der Familie ist. Aber muss man ihn so dermaßen dumme Fragen stellen lassen? Das hat mich wirklich gestört und ich hoffe, dass man Georgie endlich mal eine halbwegs vernünftige Story schreiben wird.



Fazit

Mit dieser Episode beweist "Young Sheldon" erneut, dass man sich durchaus Gedanken um die Charakterentwicklung macht und darauf achtet, die Eigenheiten des älteren Sheldon logisch erklären zu können. Etwas schade ist die nicht vorhandene Entwicklung von Georgie, der erneut damit glänzt, nicht der Hellste zu sein und die Episode somit leider keine volle Punktzahl verdient.

Daniela S. - myFanbase

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