Bewertung: 9

Review: #1.21 Die Waffe

Foto: Ian Somerhalder, Nina Dobrev & Paul Wesley, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Ian Somerhalder, Nina Dobrev & Paul Wesley, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Ein Episodentitel (im Original "Isobel"), der schon von vornherein klar macht, um wen sich diese Episode dreht. Endlich erfahren wir mehr von Isobel, von ihrer Beziehung zu John und wie viel ihr an Elena liegt, oder nicht. Endlich kommt es zu einem Zusammentreffen zwischen Alaric und Isobel, welches ähnlich intensiv ist, wie ich es mir vorgestellt hatte.

"As long as you have a Salvatore on each arm, you're doomed. Katherine was smart, she got out. But we all know that you're not Katherine."

Ach, wie hat es Isobel geschafft, meine neue Hassperson Nummer 1 zu werden. Schon vor dieser Episode stand ich ihr negativ gegenüber, schließlich fiebert man als Zuschauer zumeist mit den Hauptcharakteren - in diesem Fall Elena - mit. Diese hatte es in letzter Zeit nicht so leicht, doch es wäre auch zu langweilig, wenn die Vampirmutter bei dem Anblick ihrer Tochter plötzlich weich wird und all ihre schlechten Eigenschaften über Bord wirft.

Isobel sorgt für viel Aufsehen in Mystic Falls, vor allem bei Elena. Sie ist in einem Gewissenskonflikt, denn einerseits will sie ihre Mutter unbedingt kennenlernen, andererseits nicht mit dem Tod von unschuldigen Menschen erpresst werden. Doch sie ist tapfer und trifft sich mit Isobel. Es folgt eine große Enttäuschung, Isobel zeigt ihr, wie wenig ihr an Elena liegt. Elena ist getroffen, doch gleichzeitig wird sie auch in ihrer Meinung über Isobel bestätigt. Anstatt sich um das Wohl ihrer Tochter zu sorgen, interessiert sich Isobel nur für die Erfindung von Jonathan Gilbert. Elena stellt sich daraufhin gegen Isobel und versucht sich gegen ihre Macht zu wehren. Doch mit der Entführung von Jeremy schafft es Isobel, Elena zum Handeln zu bringen. Sie kann Damon überzeugen, ihr den Teil der Erfindung zu geben, und nachdem Bonnie den Zauberspruch von dem Teil genommen hat - jedenfalls nach bestem Wissen von Elena - gibt sie dieses an Isobel.

Es war sehr überraschend für mich, dass die Autoren durch Isobel Damons Zuneigung zu Elena zum Ausdruck gebracht haben. Denn schließlich hatten zumindest Elena und Stefan diese Möglichkeit nie angesprochen, obwohl es für den Zuschauer eindeutig war. Elena ist es nie wirklich aufgefallen, ihre Überraschung war offensichtlich, und ich habe das Gefühl, Stefan wollte es einfach nicht sehen. Er will es nicht wahr haben, dass sich die Vergangenheit wiederholen könnte, dass sich nach Katherine eine weitere Frau zwischen die beiden Brüder drängen könnte. Doch so groß die Überraschung war, ich war froh, dass diese Möglichkeit endlich offen ausgesprochen wurde. Das Gespräch zwischen den beiden Brüdern am Ende der Folge gibt einen Einblick, wie viel Spannungspotential diese Handlung trägt. Und ich muss sagen, ich sehe eine großartige Chemie zwischen Damon/Ian Somerhalder und Elena/Nina Dobrev, und bin mir einfach nicht sicher, ob und wie lange Stefan und Elena noch zusammenbleiben werden.

"I wanted this. I needed this. And I am gonna regret it forever."

Am meisten habe ich mich in dieser Folge für Alaric gefreut. Er hat in den letzten Folgen immer wieder versucht, seine Frau zu finden und hat auch nach dem ersten Treffen noch die gesamte Folge darauf gebaut, in Isobel doch noch Menschlichkeit zu finden. Und am Ende hat sie ihm Recht gegeben. Er durfte von ihr hören, wie sehr sie ihn vermisst und wie sehr sie ihre Entscheidung bedauert. Auch wenn Alaric von allem nichts mehr weiß, so macht dieser Akt Isobel zumindest bei den Zuschauern liebenswürdiger.

Nach allem, was man bisher über Isobel weiß, kann man davon ausgehen, dass Katherine sie und Elena schon länger beobachtet haben muss, noch bevor Isobel zum Vampir wurde. Es sieht es so aus, als hätte Katherine nun volle Kontrolle über Isobel. Ich bin gespannt, wie lange sie schon Elena beobachtet und wie viel Katherine über sie bereits weiß. Und natürlich, wann wir sie endlich zum ersten Mal sehen.

"She is our daughter, John. We owe that to her."

Besonders interessant fand ich auch Johns Konflikt, Vampire auf der einen Seite über alles zu hassen und auf der anderen Seite mit Isobel zusammenarbeiten zu müssen. Schließlich sind die beiden die leiblichen Eltern von Elena, wie sich am Ende der Folge herausstellte. Und beide wollen das Beste für ihre Tochter und obwohl sie verschiedene Ansichten über vieles im Leben haben, so sind sie sich doch einig, dass ihre Tochter sich fern von den Salvatore-Brüdern halten sollte. Für mich bleibt es jedoch fraglich, ob John in dieser Hinsicht einen positiven Einfluss ausüben kann, denn schließlich sind es Damon und Stefan, denen Elena blind vertrauen kann. John dagegen ist vor kurzem aufgetaucht und wird es nicht einfach haben, ihr Vertrauen und ihren Respekt zu gewinnen.

Doch warum sind beide so sehr an dieser Erfindung interessiert? Schließlich ist es eine Waffe gegen Vampire. Ich kann mir vorstellen, dass John das Gerät haben will, um die Vampire in Mystic Falls zu vernichten. Warum ist Katherine daran interessiert, dass John das Gerät bekommt, und hat Isobel vorgeschickt? Ist der Grund wirklich diese Erfindung und der damit verbundene Tod der Vampire aus der Gruft oder zieht sie im Hintergrund noch ganz andere Fäden, und hat etwas anderes im Kopf? Oder war es nur ein Grund, um Isobel in die Stadt zu schicken, die Beziehung zwischen Damon, Stefan und Elena zu beleuchten und Elena ein wenig zu verunsichern?

"I do believe in killing the messanger. Wanna know why? Because it sends a message!"

Ich hatte mich auf das Zusammentreffen von Alaric und Isobel gefreut, doch ich hätte nie gedacht, dass auch Damon und Isobel soviel Spaß zusammen machen. Einfach göttlich, wie er sie ausspielt und ihr dann klar macht, dass sie sich nicht an Elena zu vergreifen hat. Da komme ich nicht umher, ihn ein wenig süß zu finden. Sein Charakter hat sich in der ersten Staffel sehr entwickelt, es scheint, als wäre er erwachsener geworden. Er scheint sich nun zu trauen, seine Gefühle zuzulassen und handelt nicht mehr so gewissenlos wie zu Beginn der Serie. Sein neuer Charakter gefällt mir sehr - diese Gratwanderung zwischen mitfühlender Freund und eiskaltem Mörder ist bis jetzt sehr gelungen und ich hoffe, wir können in der zweiten Staffel oder schon im Finale mehr davon sehen.

"I did something bad."

Ich würde gerne noch Bonnie erwähnen, die in dieser Folge eine wesentliche Rolle gespielt hat. Doch wenn ich an sie denke, passiert in mir nichts - sie schafft es bis jetzt nicht, irgendwelche Emotionen in mir hervorzurufen, weder Sympathie noch Hass.

Fazit

Eine Folge, die eindeutig auf das Finale hinarbeitet. Doch trotzdem schafft sie es, allein zu stehen und zu glänzen. Isobels Einführung und die Vorstellung ihres Charakters wurden perfekt umgesetzt und nun warte ich auf den nächsten Gast in Mystic Falls: Katherine.

Sophie Blumengarten - myFanbase

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