Bewertung

Review: #22.17 Through the Fire

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Kurz vor dem Finale von Staffel 22 zieht die Serie nochmal ordentlich an und bringt in #22.17 Through the Fire so einige neue und überraschende Entwicklungen ins Spiel.

Die größte Überraschung zuerst: "Seattle Firefighters" Besuch in Form von Maya Bishop! Leider als Notfallpatientin, aber zum Glück hat sie ihre Verbrennungen dann doch überstanden. So sehr es mich auch gefreut hat, sie hier als Gast dabeizuhaben, so fand ich das Ganze doch etwas aus dem Blauen gegriffen. Gut möglich, dass man ihren Auftritt vor allem dazu genutzt hat, Ben Warren das passende Sprungbrett zu liefern, um endlich seine Chance auf ein Plastics Fellowship zu bekommen. Und siehe da – es hat geklappt! Etwas merkwürdig war das Setup dann aber schon, denn eigentlich hat Ben so wie immer reagiert. Fähig und selbstsicher, aber eben auch entgegen den Vorgaben seiner Vorgesetzten arbeitend. Meistens hat ihn das eher in Teufels Küche gebracht, und jetzt bekommt er dafür das Fellowship? Naja, es sei ihm gegönnt. Außerdem dürfte das ja bedeuten, dass uns Toni Wright längerfristig erhalten bleiben wird und die Geschichte zwischen ihr und Amelia Shepherd hoffentlich auch. Denn das letzte, was ich sehen möchte, ist wie eine weitere von Amelias Beziehungen im Sande verläuft.

Bei der Untersuchung der Ethikkommission spitzt sich die Lage deutlich zu. Es ist fast schon ironisch, wie viel Mühe sich Miranda Bailey gegeben hat, die Verfehlung von Benson 'Blue' Kwan irgendwie auf die eigene Kappe zu nehmen, damit dessen Karriere nicht versaut wird – und dann kommt es eben doch genauso. Wobei ich mir echt nicht vorstellen kann, dass man Blue hier so mir nichts dir nichts in einem Nebensatz feuert. Stattdessen gehe ich davon aus, dass das zuallererst einmal eine emotional aufgeladene Reaktion von Richard Webber war, der sich – zurecht – an der Nase herumgeführt fühlt. Denn auch wenn ich Baileys Handeln bewundernswert finde (schließlich steht auch ihre Karriere auf dem Spiel, obwohl es Blues Fehler war), ändert das nichts daran, dass sie es vor Richard wiederholt verheimlicht hat. Ihm direkt ins Gesicht gelogen hat. Dabei wäre die Chance gar nicht mal so gering gewesen, dass man mit Transparenz von Anfang an vielleicht auch ihn auf ihre Seite bekommen hätte. So musste er natürlich deutliche Konsequenzen ziehen. Offiziell und persönlich nachvollziehbare, auch wenn ich mit bei beiden sicher bin, dass nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Parallel zu den Vorgängen im Krankenhaus muss Bailey zu einem medizinischen Forschungs-Wettbewerb und trifft prompt auf Meredith Grey. Deren Rolle in dieser Episode war irgendwie recht nebensächlich. Klar, sie hat ein super Gespräch mit Bailey, bei dem die beiden über die Inspiration und Resignation der Forschung philosophieren. Aber trotzdem erwarte ich mir von Meredith-Episoden doch noch mehr Storyline ihrerseits und kein Entlangdümpeln an anderen Handlungssträngen. Immerhin konnte sie Bailey wieder etwas Mut zusprechen, deren Frustration nun schon lange die Serie zu begleiten scheint.

Auch bei Teddy Altman und Owen Hunt geht es mal wieder auf und nieder. Teddy bekommt ein tolles Angebot in Paris von ihrer ehemaligen Mentorin, was auch perfekt zu ihr passen würde. Doch während Teddy sich damit wieder Richtung Karriere orientiert, scheint es fast so, als hätte Owen, nicht zuletzt durch seinen Patienten, wieder in Erinnerung gerufen bekommen, was er denn an Teddy hatte. Daher war seine doch sehr abwehrende Reaktion auf dem Parkplatz auf Teddys Neuigkeit auch überhaupt nicht überraschend. So ist es doch immer bei den beiden. Einer wagt es, etwas zu sagen und der andere explodiert und blockt ab. Immerhin erkennt Owen für seine Verhältnisse schnell seinen Fehler und will sich entschuldigen… nur blöd, dass da eine Brücke dazwischenkommt.

Randnotizen:

  • Diese Spritzen-Storyline von Jules Millin und Simone Griffith muss doch irgendwo hinführen, oder? Ist das nur das aktuelle medizinisch-gesellschaftliche Topic der Serie, oder will man da noch auf etwas anderes hinaus?
  • Gab es eigentlich einen speziellen Grund, weshalb Jules sich erst so davor gescheut hat, Winston Ndugu bei ihm daheim zu besuchen? Deren kleiner Edelstein und Wolle Moment war vermutlich nett und süß gemeint, kam aber irgendwie etwas merkwürdig rüber.
  • Kleiner Plottwist am Rande: Simone und Lucas Adams haben sich wieder miteinander vertragen! Naja, mehr als das. Das freut mich echt unglaublich, denn die letzte Zeit über war schwer anzuschauen. Zusammen gefallen sie mir viel besser, noch dazu, da Lucas langsam, aber sicher wieder zu seiner Sunnyboy Persona zurückfindet. Da die beiden aber nun mal nicht nur wieder zueinander, sondern gleich auch noch miteinander ins Bett gefunden haben, bin ich mal gespannt, wie lange der Frieden hält. Denn es gibt ja noch Wes Bryant.
  • Last, but not least: Jo Wilson, die auf einmal merkt, dass OBGYN vielleicht doch nicht die richtige Fachrichtung für sie ist. Okay. Ich bin mir sicher, dass ein guter Teil davon auch an ihrer traumatischen Geburtserfahrung liegt. Nichtsdestotrotz ist es nicht leicht festzustellen, dass du so viel Arbeit und Anstrengung in etwas investiert hast, das jetzt doch nicht mehr zu dir passt. Ich hoffe, dass sie mit ihrer Entscheidung, zurück in die Allgemeinmedizin zu gehen, schnell ihren Frieden findet.

Fazit

Was für ein Cliffhanger! Es ist also wohl mal wieder Zeit für ein gutes altes Katastrophen-Finale. Und die kann "Grey's Anatomy" eigentlich immer gut umsetzen. Viel verraten wurde ja noch nicht, auch wenn der plötzlich abgebrochene Telefonanruf von Owen Bände spricht. Man wird diesen Charakter ja wohl nicht nach so vielen Jahren so gehen lassen? Diese Episode diente in mehrerlei Hinsicht als Trittbrett für das eigentliche Finale. Wir bekommen mit dem Brückeneinsturz jetzt schon das Setting präsentiert – mal sehen, wie spannend sie das Ganze umzusetzen wissen.

Denise D. - myFanbase

Die Serie "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" ansehen:

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