This Is Goodbye - Flashforwards

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"When the world puts something this obvious in front of you, you don't walk away from it. You could be missing out on something very important."

Wie wird die Zukunft wohl aussehen? Diese Frage beantwortet "This Is Us" schon lange vor dem Serienfinale, denn durch die Flashforwards erhaschen wir immer wieder kleine Blicke auf das, was den Pearsons noch bevorsteht. Gekonnt werden die Flashforwards eingesetzt, um uns Zuschauer in die Irre zu führen und spekulieren zu lassen, was die Pearsons nach alles erleben werden.


Foto: Chris Sullivan, This Is Us - Copyright: 2019 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Chris Sullivan, This Is Us
© 2019 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Beim ATX Festival in Austin, Texas hat eine Reunion von Teilen des "Parenthood"-Casts stattgefunden und das Gespräch kam auch auf Vergleiche mit "This Is Us", was sich auch dementsprechend angeboten hat, da beide auf NBC ihre Heimat gefunden haben. Konkret kam das Gespräch darauf, dass "This Is Us" ein geplantes Ende nach sechs Staffeln bekommen hat, ähnlich wie "Parenthood" und ob man das als Nachmache empfinde. Warum ich so weit aushole? Beide Serien mochte und mag ich wirklich sehr, aber etwas als Nachmacherei zu beschreiben, nur weil es eine Dramaserie ist, die von einer Großfamilie handelt? Davon halte ich nichts. Ein riesiger Unterschied sind schließlich auch die verschiedenen Perspektiven und damit speziell die Flashforwards, um nun zum Kern des Themas zu kommen. Diese haben "This Is Us" einen ganz speziellen Reiz gegeben, denn diese Schnipsel, die hier und da von der Zukunft eingestreut wurden, waren wie ein Mysterium, das es unbedingt zu lösen galt. In all den Jahren sind so viele Theorien dabei entstanden, die sicherlich auch einen entscheidenden Teil des Sehvergnügens ausgemacht haben. Los ging es mit einer Sozialarbeiterin, die sich schließlich als Tess entpuppte, dann gab es Hinweise auf eine ominöse 'her', die es zu besuchen galt. Toby wurde ohne Ehering gezeigt. Beth und Randall sind getrennt gezeigt worden, was auf Eheprobleme hingedeutet hat. Der Hinweis, dass Kevin in der Zukunft Vater sein wird, hat wilde Spekulationen zur Babymama in Gang gesetzt und dann wurden er und Nicky auch noch mit Eheringen gesichtet. Kate war lange nicht in den Szenen zu sehen, Miguel gar nicht, was ist nur da los? So ging es immer weiter und weiter und das war innerhalb dieser emotionalen Serie ein sehr gutes Stilmittel, weil es die Zuschauer*innen auf duale Art und Weise gebunden hat. "This Is Us" wäre ohne die Flashforwards nicht "This Is Us" gewesen, aber auch ohne wäre es eine ganz spezielle Serie geblieben, denn eine Dramaserie mit Großfamilie erzählt sich wahrlich nicht von selbst. | Lena Donth

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Foto: Sterling K. Brown & Mandy Moore, This Is Us - Copyright: 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Sterling K. Brown & Mandy Moore, This Is Us
© 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Was macht "This Is Us" aus? Neben dem feinfühligen Gespür dafür, wie man emotionsgeladene Geschichten erzählt, kommt mir bei dieser Frage vor allem das Springen durch die unterschiedlichen Zeitebenen in den Sinn. Gekonnt nutzt man dabei die verschiedenen Etappen im Leben der Pearsons, um deren Gefühle in allen Zeitlinien aufzugreifen und zu zeigen, wie sehr sich die Figuren treu geblieben sind, wie sehr sie jedoch über die Jahre auch gewachsen und gereift sind. Das Erzählschema mit mehreren Zeitlinien ist ab der Pilotfolge ein zentraler Bestandteil der Serie, dennoch war ich überrascht, als man uns in #3.01 Nine Bucks zum ersten Mal mit in Zukunft nahm. Wo die Blicke in die Vergangenheit häufig dazu dienten, herausstechende Charaktereigenschaften und Verhaltensmuster der Pearsons zu unterstreichen, nutzt man die Blicke in die Zukunft eher dazu, um die Neugierde der Zuschauer zu schüren. Wie sieht das Leben der Pearsons in der Zukunft aus? Welche persönlichen Ziele haben sie erreicht? Wie ist es um ihr Liebesleben bestellt? Es macht Spaß, zu spekulieren und man hofft ab der dritten Staffel stets darauf, einen weiteren kleinen Flashforward zu sehen zu bekommen, um die vielen kleinen Fragen, die man sich nun stellt, beantworten zu können. Herausragend war in diesem Zusammenhang auch #4.01 Strangers, wo wir Kates erwachsenen Sohn Jack kennenlernten und mit ihm weiter in die Zukunft reisten als jemals zuvor. Ich finde es rückblickend sehr schön, dass man bereits zu einem frühen Zeitpunkt beschlossen hat, "This Is Us" nach sechs Staffeln zu beenden, denn somit hatte man ein konkretes Finale im Blick, auf das man mit Hilfe der Flashforwards hinarbeiten konnte. | Marie Müller

Foto: Susan Kelechi Watson, This Is Us - Copyright: 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC
Susan Kelechi Watson, This Is Us
© 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC

Als es mit "This Is Us" losging, wurde uns die Gegenwart sowie die Vergangenheit als Flashback geboten. Somit wurde auch schnell klar, dass Vergangenheit und Gegenwart zusammengehören. Ab der zweiten Staffel wurde man dann mit dem ersten Flashforward überrascht und ich muss sagen, dass ich ziemlich verblüfft war darüber, weil ich auch nicht damit gerechnet habe, dass diese Serie mit Sprüngen in die Zukunft arbeitet. Jedoch setzte sich das Muster fort und spätestens im Staffel-3-Finale bot man einen Sprung in die Zukunft, der viele Fragen gestellt hat und bei dem ich mir persönlich nicht sicher war, ob tatsächlich alle Fragen beantwortet werden würden. Ich bin aber sehr froh, dass "This Is Us" dieses Stilmittel eingeführt hat, denn je öfter man es einsetzte, desto mehr setzte sich für mich ein Puzzle zusammen und da hat mir das Schauen dieser Serie noch mehr Spaß gemacht als ohnehin schon und es hat diese Serie für mich nochmals auf eine andere Stufe gehoben. | Daniela S.

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