Vielversprechendste Neustarts 2022: Quartal 2 - Teil 2

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Während man vor zehn bis fünfzehn Jahren noch aktiver nach großartigen Serien suchen musste bzw. überhaupt erstmal nach der Möglichkeit, sie im deutschen Fernsehen zu sehen zu bekommen, werden inzwischen jährlich neue Serien in dreistelliger Anzahl auf den Markt gebracht und dank Streaming und Co boomt es mehr denn je. Daher wollen wir unsere "Was uns bewegt"-Rubrik der Vielversprechendsten Neustarts ab diesem Jahr etwas anders gestalten. Fortan bekommt ihr jedes Quartal bis zu fünf Serienneustarts pro teilnehmende*r Autor*in genannt sowie eine Begründung, warum wir uns besonders auf diese freuen. Viel Spaß damit!


Favoriten von Lena Donth


Anatomie eines Skandals - ab 15.04.2022 auf Netflix

Foto: Rupert Friend, Sienna Miller & Michelle Dockery, Anatomie eines Skandals - Copyright: 2022 Netflix, Inc.
Rupert Friend, Sienna Miller & Michelle Dockery, Anatomie eines Skandals
© 2022 Netflix, Inc.

Bereits bei meiner ersten Reihe an Neustarts für dieses Jahr habe ich keinen Hehl aus meiner Vorliebe für Miniserien gemacht, weswegen "Anatomie eines Skandals" bei Streamingdienst Netflix nicht viel mehr tun musste, als zum Genre Miniserie zu gehören, um auf meiner Liste für das zweite Quartal zu landen. Dennoch klingen auch weitere Details wirklich vielversprechend, denn der bekannte Serienmacher David E. Kelley hat sich der Buchadaption angenommen und von dem verfolge ich aktuell bereits "Big Sky", das in den USA bei ABC läuft und hierzulande bei Disney+ via Star zu streamen ist. Die Vorlage stammt von Sarah Vaughan (Buch bei Amazon bestellen) und ist 2019 erschienen. Die Prämisse des Buchs klingt interessant, denn in den letzten Jahren sind viele Romane, die in die Richtung psychologischer Thriller gehen, von mir gelesen worden, weil ich es immer spannend finde, wenn man erst ganz zum Schluss weiß, wer wirklich die Wahrheit spricht, da man solange wild spekulieren kann. Aber das Thema ist natürlich auch brisant, denn Vergewaltigungen sowie deren Leugnung sind gerade durch #MeToo oft in aller Munde, wie erst dieses Jahr noch an Prinz Andrew zu sehen war und auch das heizt das Interesse natürlich an. In einem letzten Schritt ist aber auch der Cast echt eine Hausnummer. Wenn schon die Namen Rupert Friend, Sienna Miller und Michelle Dockery fallen, dann ist für Serien- und Filmfans schon viel gesagt.

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Heartstopper - ab 22.04.2022 auf Netflix

Foto: Heartstopper - Copyright: 2022 Netflix, Inc.
Heartstopper
© 2022 Netflix, Inc.

In eine gänzlich andere Richtung geht die Jugendserie "Heartstopper", die auf einer Buchreihe von Alice Oseman beruht (hier das erste Buch der Reihe auf Deutsch bestellen). Bei Jugendserie bin ich in den letzten Jahren etwas skeptischer geworden, was vermutlich wirklich einfach am Alter liegt. Dennoch braucht es einfach ab und zu herzerwärmende Jugendserien und "Heartstopper", das eine homosexuelle Liebesgeschichte erzählt, klingt definitiv vielversprechend. Netflix hat im letzten Jahr mit "Young Royals" (habe ich selbst nicht gesehen) einen kleinen Geheimtipp gelandet, wie man hört und ich finde es allgemein gut, dass sich das Genre auch immer mehr LGBTQ+ öffnet und das nicht nur, um eine Quote zu erfüllen, sondern um wirklich das zu erzählen, was die Gemeinschaft bewegt. Der Trailer sieht in jedem Fall schon einmal sehr frisch aus und zieht mich sofort in den Bann, was mich hoffnungsvoll macht, weswegen ich definitiv mal einschalten werde.

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Bosch: Legacy - ab 06.05.2022 auf Amazon Freevee

Foto: Bosch: Legacy - Copyright: Amazon Freevee
Bosch: Legacy
© Amazon Freevee

Amazons Krimiserie "Bosch" habe ich erst verhältnismäßig spät entdeckt, aber aktuell mitten in Staffel 6 steckend kann ich nur sagen, dass es definitiv ein kleines Highlight in diesem Genre ist, denn die jeweils zehnteiligen Staffeln behandeln immer mehrere Handlungsbögen, die manchmal sogar geschickt ineinander greifen, manchmal auch nicht, aber spannende Wendungen gibt es immer. Sie hat einen eigenwilligen Stil und mit Harry Bosch (Titus Welliver) gibt es einen Protagonisten mit vielen Ecken und Kanten, der sich einen Deut um alles schert, aber gerade deswegen so gut in seinem Job ist. Nach sieben Staffeln erfolgte dann die Absetzung, aber dennoch lebt die Serienwelt weiter, denn Amazons kostenloser Streamingdienst Amazon Freevee hat sich für die Sequelserie "Bosch: Legacy" entschieden, die Boschs Leben nach der klassischen Polizeikarriere begleitet. Dennoch deutet das 'Legacy' schon an, dass es vor allem wohl auch um die nächste Generation geht, weswegen Madison Lintz als Maddie ebenfalls zum Cast gehört. Ich bin sehr gespannt, sie eine größere Rolle einnehmen zu sehen, da sie ohnehin schon immer wichtiger für die Serie wurde, aber es sicherlich noch deutlich mehr Potenzial gibt. Bis zum Starttermin hoffe ich, mit der Serie durch zu sein und dann ist es doch selbstverständlich, dass das Spin-Off auf meinem Zettel landet, denn dafür ist mir die Serie auch zu lieb.

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Ms. Marvel - ab 08.06.2022 auf Disney+

Foto: Ms. Marvel - Copyright: 2022 Disney/Marvel
Ms. Marvel
© 2022 Disney/Marvel

Während das gerade gestartete "Moon Knight" mich mit der Ankündigung eher kalt gelassen hat, so ist mein Interesse an der nächsten Marvel-Serie bei Disney+, "Ms. Marvel", sofort wieder um ein Vielfaches höher. Eine Jugendserie hat der Streamingdienst bislang noch nicht im Angebot. Peter Parker (Tom Holland) ist natürlich auch ein Jugendlicher und dennoch sind die Filme, auch wenn sie viele High School-Elemente einbinden, nicht klassisch für eine jugendliche Zielgruppe konzipiert worden. Bei "Ms. Marvel" scheint es nun ganz anders zu sein, da es viel um Kamala Khans (Iman Vellani) Leben gehen soll, die eben ein typisches Teenagerleben führt. Bei "Heartstopper" habe ich zwar eine etwas abkühlende Leidenschaft zu Jugendserie eingestanden, aber hier freut es mich auch einfach, dass Marvel eine weitere Nische besetzt und generell muss ich mir im Marvel Cinematic Universum nichts vormachen, da schaue ich eh alles. Bei Kamala ist sicherlich besonders interessant, dass sie eng mit Captain Marvel (Brie Larson) verbunden und bereits für die nächste Verfilmung angekündigt ist. Wie bei "WandaVision" und dem nächsten "Doctor Strange", ist die Serie also eine konkrete Hinarbeit auf etwas Großes, was natürlich neugierig macht. Zuletzt ist es aber auch interessant, dass es um eine gebürtige Pakistani geht, die gläubige Muslima ist. Hier gibt es also Doppelcheck für weitere Diversität verbunden mit der Hoffnung, dass dies der Serie auch anzumerken ist.

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