DVD-Rezension:
How I Met Your Mother, Staffel 1

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Mit der ersten Staffel "How I Met Your Mother" hält der Zuschauer den Auftakt zu einer einzigartigen Sitcom in den Händen. Die Serie vereint lustige Alltagsgeschichten mit skurrilen Erlebnissen, einprägenden Kultsprüchen, Witz und Charme und wunderschönen, häufig lebensnahen Pointen. Die Geschichte beginnt, als sich Ted Mosby dazu entschließt, seinen beiden Kindern zu erzählen, wie er damals ihre Mutter und seine zukünftige Ehefrau kennengelernt hat.

Inhalt

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Mittlerweile ist das Jahr 2030, als Ted seinen Kindern, die schon das Teenager-Alter erreicht haben, seine Geschichte erzählt. Er beginnt im Jahr 2005, als er mit seinen College-Freunden Marshall und Lily eine WG bewohnte. Als sich die beiden verloben, findet auch Ted, dass es an der Zeit ist, die Frau fürs Leben zu finden. Er verliebt sich in ihrer Stammkneipe, dem MacLaren's, Hals über Kopf in die hübsche Robin. Nach etlichen Versuchen Robin von sich zu überzeugen, lernt er schließlich auf einer Hochzeit die gutaussehende Bäckerin Victoria kennen. Obwohl sich die beiden eigentlich entscheiden, nur eine unvergessliche und vor allem rein platonische Nacht miteinander zu verbringen, verlieben sie sich ineinander und gehen schließlich doch eine Beziehung ein. Als Robin merkt, was sie an Ted hätte haben können, kommt es wie es kommen musste: Sie will ihn plötzlich doch.

Während sich Ted immer tiefer in komplizierte Beziehungen verstrickt, vertiefen Lily und Marshall ihre Partnerschaft. Die Zuschauer dürfen wunderbare Momente miterleben; wie die Hochzeitsvorbereitungen, die Suche nach dem perfekten Hochzeitskleid oder einen Highschool-Abschlussball, auf dem die künftige Hochzeitsband spielt. Natürlich gibt es zwischen all den ernsteren Handlungssträngen auch viel zu lachen. Dafür ist nicht zuletzt der Frauenheld Barney verantwortlich, der mit seinen verrückten Flirtstrategien und einprägsamen Sprüchen nicht nur die Frauen in der Serie verzaubert, sondern auch den Zuschauer vor der Mattscheibe in seinen Bann zieht.

Nachdem Victoria beschließt nach Deutschland zu gehen, bemerkt Ted, dass er doch noch Gefühle für Robin hat und nach einigem hin und her, werden die beiden schließlich ein Paar. Des einen Freud, des anderen Leid. Als Ted von Robin nach Hause fährt, sitzt Marshall auf den Stufen vor ihrer Wohnung. Lily hat ihn verlassen und ist nach San Francisco gegangen.

Rezension

Foto: How I Met Your Mother - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
How I Met Your Mother
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Diese Sitcom funktioniert eigentlich über eine ganz einfache und alltägliche Frage: Wie hat alles angefangen? Mit viel Charme und Witz geht die Serie genau dieser Frage auf den Grund, baut jedoch auch immer wieder spannende Zwischenhandlungen und Entwicklungen des Erzählstranges ein. Besonders fesselnd sind die Beziehungen, die zwischen den Charakteren schon von Beginn an bestehen, sich jedoch ausbauen und verändern. Hier sind sowohl die partnerschaftlichen, als auch die freundschaftlichen Beziehungen innerhalb der Clique gemeint.

Was diese Serie so einzigartig macht sind die durchdachten und individuellen Charaktere der Figuren. Marshall ist der verträumte, aber sehr treuherzige Kindskopf, Lily die etwas verrückte, ehrliche Freundin, Robin ist selbstbewusst und stark auf ihre Karriere fixiert, Barney ist der gutaussehende Gigolo und schließlich Ted, der aus tiefstem Herzen an die wahre Liebe glaubt. Diese Eigenschaften ziehen sich durch jede Episode, mit ihnen arbeiten die Serienmacher sehr geschickt. Sie werden aufgebaut, um sie im nächsten Moment zu brechen und sie dann doch wieder aufzubauen. Der Zuschauer wird (Achtung Kitsch!) durch eine Achterbahn der Gefühle geschickt, denn in dieser Serie stehen lachen und weinen, Freude und Leid, Rührung und Wut oft ganz nah beieinander. Doch genau dieses Gefühlschaos, dem die Zuschauer ausgesetzt werden, ist vermutlich wesentlicher Bestandteil des Unterhaltungspotentials.

Foto: Cobie Smulders & Josh Radnor, How I Met Your Mother - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
Cobie Smulders & Josh Radnor, How I Met Your Mother
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Etwas anstrengend in dieser Staffel gestaltet sich die Beziehung zwischen Ted und Robin. Ein ewiges Hin und Her zieht sich von Folge eins bis zur letzten Episode der Staffel. Häufig fiebert man nur einer Entscheidung in dieser merklich sehr komplizierten Paarung entgegen. Ob Ted seine große Liebe schließlich in Robin findet oder nicht, bleibt bis zum Staffelfinale abzuwarten und vielleicht sogar noch darüber hinaus.

Die Besetzung von "How I Met Your Mother" hätte besser nicht gewählt werden können. Jeder einzelne Darsteller fügt sich perfekt in seine Rolle und die schauspielerischen Leistungen sind grandios. Sowohl die bekannteren Besetzungen wie Neil Patrick Harris und Alyson Hannigan-Denisof, als auch die bisher eher unbekannten Gesichter wie Cobie Smulders oder Josh Radnor machen ihre Sache großartig und überzeugen in jeder Hinsicht.

Specials

Neben den 22 Episoden enthält die Staffelbox sechs Audiokommentare zu ausgewählten Episoden. Hier erzählen die Macher der Serie Carter Bays und
Craig Thomas, wie eine Folge entsteht. Außerdem erfährt man etliche Informationen über die Schauspieler, die Drehorte und die Hintergründe der Serie. Desweiteren gibt es zwei Clips mit Ausschnitten aus den Episoden. Ein Videojahrbuch begleitet die Dreharbeiten und enthält Interviews, sowohl mit den Serienmachern, als auch mit den Darstellern. Besonders spannend ist hier, dass erzählt wird, wie die Rollen besetzt wurden, wie die Castings abliefen und wie die Darsteller ihre eigenen Rollen bewerten. Bekanntermaßen kommt das Beste zum Schluss: Die Outtakes. Was soll man dazu sagen? Herrliche Versprecher, lustige Patzer, Lachanfälle seitens der Schauspieler, jedoch übertragbar auf den Zuschauer. Die Specials runden die gelungene erste Staffel perfekt ab.

Technische Details

Erscheinungstermin: 20. Februar 2009
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 484 Minuten (22 Episoden)
Bildformat: 4:3 - 1.33:1
Sprache (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch

Fazit

"How I Met Your Mother" ist erfrischend, neu und stimmig. Wer noch nicht Fan ist, sollte es werden. Selbst Sitcom-Feinde können sich dieser Serie nicht entziehen. Da gewöhnt man sich sogar an das etwas befremdliche und manchmal nervige Gelächter des Studiopublikums. Die Macher der Serie bezeichnen sie selbst treffend als eine der traurigsten Fernsehkomödien. Und genau das ist es, was man erwarten kann: lachen, weinen und eine Menge Unterhaltung. Man kann also nur empfehlen, sich die erste Staffel zuzulegen, damit schon bald das Fiebern auf die Zweite beginnen kann. Denn eines ist klar: "It's gonna be legenů wait for itů!"

Janina Funk - myFanbase

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