Bewertung: 8

Review: #3.13 Im Auge des Sturms

Unglaublich, dass wir mit Episode #3.13 Eye of the Storm schon wieder am Ende der dritten Staffel von "Outlander" angekommen sind. Das Finale dieser Staffel kann sich durchaus sehen lassen und konnte in so ziemlich allen Punkten überzeugen.

Die Freilassung und Suche nach Claires Männern

Während es in der letzten Episode vor allem darum ging, herauszufinden, wo sich Young Ian in Gefangenschaft aufhält, muss Claire in dieser Episode zusehen, dass sie sowohl diesen als auch Jamie befreien kann. Dieser wurde ja kürzlich von Captain Leonard und seinen Leuten festgenommen und soll nach England überstellt werden, da ihm vorgeworfen wird, Barton ermordet zu haben. Claire steht daher nun vor einem Problem, denn Jamie hat ihr das Versprechen abgenommen, dass sie seinen Neffen findet. Andererseits hat Claire sich und Jamie versprochen, dass sie ihn nie wieder verlassen wird bzw. ihn nie mehr im Stich lassen wird.

In meiner letzten Review hatte ich bereits angemerkt, dass es zur Zusammenarbeit zwischen Claire und Lord John kommen könnte. Das ist zwar nur indirekt passiert, indem sie Fergus über Jamies Gefangenschaft in Kenntnis zu setzen, wodurch Lord John informiert wurde. Mir hat das sehr gut gefallen, weil dadurch nochmals die Freundschaft zwischen den beiden Männern in den Vordergrund gestellt wurde. Wie wichtig diese Freundschaft für Lord John ist, zeigte sich auch in seinem Umgang mit Captain Leonard. Ich fand es herrlich, wie er ihm immer mehr Argumente dafür geliefert hat, warum man Jamie in Freiheit lassen sollte. Leonard hatte keinerlei Chance gegen Lord John und dieser selbst schien Spaß an seinem Auftritt gehabt zu haben. Allerdings sah man ihm hinterher an, dass er offenbar doch mehr Jamie empfindet als bloße Freundschaft. Irgendwie ist es ja schon schade, dass wir David Berry in der kommenden Staffel wahrscheinlich nicht mehr sehen werden. Ich werde ihn und Lord John schon vermissen.

Nach der geglückten Rettungsaktion ist Jamie nun auf der Suche nach Claire und Young Ian. Diese wiederum weiß noch gar nicht, dass Jamie auf den Weg zu ihr ist und versucht letztlich ihr Versprechen einzulösen und Young Ian zu finden. Dazu muss sie sich in das Lager schleichen, in dem Geillis ihre Sklaven untergebracht hat. Dabei war auch klar, dass die beiden Frauen wieder aufeinandertreffen und Geillis wieder die 'alten Zeiten' aufwärmt und Claire fast ein schlechtes Gewissen macht. Leider ist dadurch auch diesmal der Gedanke bei mir entstanden, dass Claire wieder ziemlich naiv agiert und darauf reinfällt, dass Geillis ihre Worte ehrlich meint. Ich kann durchaus verstehen, dass Claire sich erklären wollte, aber warum in Gottes Namen hat sie Geillis denn die Fotos in die Hand gedrückt und dann, als sie sie wieder hatte, nicht einmal nachgezählt?!

Die Hexe ist tot

Claire präsentiert mit dieser unbedachten Handlung Geillis die Antwort einer für sie entscheidenden Frage förmlich auf dem Silbertablett. Denn in der letzten Episode sprach Margaret die Prophezeiung aus, dass ein 200 Jahre altes Kind getötet werden muss, damit wieder ein Schotte als König den Thron besteigen kann. Natürlich ist Geilis als glühende Anhängerin der schottischen Unabhängigkeit daher auf der Suche nach der Antwort, bei wem es sich um dieses 200 Jahre alte Kind wohl handelt. Claire zu Gute zu halten ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass sie offensichtlich nichts von der Deutung der Prophezeiung ahnte, so dass sie nicht mit den Kosequenzen rechnen konnte, als sie Geillis von Brianna erzählte. Trotzdem hätte man doch auch mehr Misstrauen von ihr erwarten können, da sie von Geillis Lüge zu Young Ians Verbleibt wusste und daher davon hätte ausgehen müssen, dass Geillis etwas ausheckt. Aber wahrscheinlich war diese 'Unachtsamkeit' auch von Nöten, damit Margaret und ihre Prophezeiungen auch nochmals in den Fokus gerückt werden konnten und um einen spannenden Showdown zu kreieren.

Im Gegensatz zur ersten Episode mit Margaret, hat mir hier das Szenario mit Magaret sehr gut gefallen. Sie hat Jamie und Claire nicht nur auf eine – für mich – sehr tolle Art klar gemacht, dass sie in gewisser Weise auch während ihrer jahrelangen Trennung (durch den Hasen und Vogel) verbunden waren, sondern sie hat auch deutlich gemacht, wegen wem Brianna in Gefahr schwebt. Mir hat diese Szene sehr gut gefallen, da sie dabei nochmals deutlich gemacht hat, dass die beiden für immer zusammengehören.

Nachdem den beiden auch klar geworden ist, wen Margaret mit Kind, Hase, Vogel und Monster tatsächlich meint, suchen sie den Ort dessen auf, der dem Craigh Na Dun gleicht, und treffen dort nicht nur Geillis an, sondern auch Young Ian. Von Archibald über die Deutung der Prophezeiung aufgeklärt, müssen sie der bitteren Wahrheit ins Gesicht blicken, dass Geillis in die Zukunft zurückreisen will, um Brianna zu töten. Um das zu verhindern entfacht ein Kampf zwischen Geillis und Claire. Wirklich abenteuerlich ist dieser zwar nicht, aber einen kleinen Schockmoment hatte ich doch, als Claire Geillis getötet hat und diese mit offener Halsschlagader am Boden liegend gezeigt wurde. Damit ist aber die Gefahr von Geillis gebannt und Jamie könnte eigentlich endlich mit Claire einer friedvollen Zukunft entgegenblicken.

Der Sturm und Georgia

Nach den ganzen Abenteuern, die Jamie mit Claire und all die anderen erlebt haben, bemerkt er nun selbst, dass es für Young Ian und wahrscheinlich all die anderen am besten wäre, nach Hause zurückzukehren. Jamie hat bereits im Vorfeld dafür gesorgt, dass das Schiff bereit zur Abfahrt ist und kann so die Zeit bis zur Ankunft in Schottland mit Claire auf dem Schiff genießen. Mir gefallen die Szenen, in denen sich die beiden ihrer Liebe und ihren Gefühlen zueinander hingeben, unglaublich gut. Man nimmt Caitriona Balfe und Sam Heughan ihr Schauspiel in jeder Szene ab und genießt es einfach dabei zuzusehen, wie Jamie und Claire ihre Liebe und Zweisamkeit genießen.

Doch auch diesmal ist diese nicht von langer Dauer, denn ein Sturm mit jeder Menge Regen wartet auf die Truppe. Aber auch dieser Szene kann ich etwas abgewinnen, da mir dieser Zusammenhalt und die Zusammenarbeit unglaublich gut gefällt! Dabei war aber auch von vornerein eigentlich klar, dass entweder Jamie oder Claire etwas zustößt. Ich bin froh, dass sich die Autoren dazu entschlossen haben, die unter Wasser treibende Claire nicht als fiesen Cliffhanger zu nutzen, sondern dafür gesorgt haben, dass Jamie seine Liebe des Lebens retten kann und dass sie ihn mit ihr gemeinsam in Georgia haben stranden lassen.

Randnotizen

  • Wie von mir vermutet, finden Mr. Willioughby und Margaret tatsächlich zusammen und wollen fortan ihr Leben gemeinsam verbringen. Darüber hinaus wird auch dafür gesorgt, dass Margarets Bruder Archie nichts mehr zu melden hat.
  • Ich muss sagen, dass mir Marsali immer besser gefällt. Sie ist total schlagfertig und Fergus scheint genau zu wissen, dass es am besten ist, keine Widerworte zu geben. Ich hoffe, wir sehen in Staffel 4 noch etwas mehr von den beiden.
  • Ziemlich am Anfang dieser Staffel hielt Claire den Kopf eines weiblichen Skeletts in den Händen und erfuhr von ihrem Freund Joe, dass die Frau umgebracht wurde. Jetzt wurde uns offenbart, dass Claire diese Mörderin ist. Caitriona Balfe hat die unter Schock stehende Claire großartig gespielt!
  • Sehr gut hat mir auch die kurze Szene zwischen Jamie, Claire und Young Ian gefallen, in der sie sich umarmt haben. Es wirkte wie eine kleine und unzertrennliche Familie.



Fazit

Eine ziemlich starke "Outlander"-Staffel geht zu Ende, die mir sehr gut gefallen hat, die aber auch neue interessante Charaktere eingeführt und ebenso neue wie interessante (Paar)Konstellationen geschaffen hat, von denen ich in Staffel 4 unbedingt mehr sehen möchte!

Daniela S. - myFanbase

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