Bewertung: 6

Review: #1.12 Das Biest und die Schöne

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Robert Carlyle, Once Upon a Time
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Bonjour mes amis! Diese Woche wird ein berühmtes französisches Volksmärchen aufgegriffen, das im Original "La belle et la bête" und im deutschen Sprachgebrauch "Die Schöne und das Biest" heißt. Die Amerikaner nennen es natürlich "The Beauty and the Beast". Als das Biest erweist sich hier Rumpelstilzchen, der zwar nie ein Prinz war, wie das Biest im ursprünglichen Märchen, und nicht ganz so andersartig aussieht, aber auch verzaubert wurde und unter einer dunklen Macht steht, die ihm durch wahre Liebe wieder genommen werden könnte... wenn er es denn zulassen würde. Anders als das Biest in dem bekannten Märchen vertraut Rumpelstilzchen seiner Schönen, der gutherzigen Belle, nicht und entscheidet sich für die Macht und gegen sie, was er, wie Belle es ihm prophezeit hat, bald bitter bereut.

Die Geschichte von Rumpelstilzchen und seinem verpassten Liebesglück enthält Elemente des überlieferten "Die Schöne und das Biest"-Märchens, das erstmals 1740 in gedruckter Form erschien, und der Zeichentrickverfilmung aus dem Hause Disney von 1991. Die Namen Maurice für Belles Vater und Gaston für ihren Verlobten sind zum Beispiel dem Zeichentrickfilm entnommen. Ein Symbol, das sowohl im Ursprungsmärchen als auch in der Zeichentrickverfilmung und in dieser Episode auftaucht, jedoch jeweils auf unterschiedliche Weise, ist die Rose. Im Märchen pflückt Belles Vater aus dem Garten des Biests eine Rose für seine Tochter, was das Biest als Diebstahl erachtet. Dies führt dazu, dass Belle zur Geisel des Biests wird. Im Zeichentrickfilm besitzt das Biest eine magische Rose, die ihm anzeigt, wie viel Zeit er noch hat, die wahre Liebe zu finden. In dieser Episode schließlich verwandelt Rumpelstilzchen Belles Verlobten Gaston in eine Rose, die er der ahnungslosen Belle schenkt. Dass Rumpelstilzchen dann beobachtet, wie Belle die Rose passend zurechtschneidet, um sie in eine Vase stellen zu können, ist schon ziemlich makaber. Man fragt sich unweigerlich, wie viel Gaston davon gespürt bzw. mitbekommen hat.

Das Hauptsymbol für Rumpelstilzchens und Belles Liebe ist aber die beschädigte Teetasse, die Mr. Gold auch in Storybrooke noch besitzt und die ihm sehr viel bedeutet. Mr. Gold glaubt, dass Belle tot sei, als Folge der grausamen Behandlung durch ihren Vater in der Märchenwelt. So zumindest hat es die Böse Königin dem geschockten Rumpelstilzchen einst erzählt. Am Ende der Folge zeigt sich allerdings, dass Belle in Storybrooke existiert und von Regina in einer psychiatrischen Abteilung festgehalten wird. Bedeutet dies, dass Belle in der Märchenwelt nicht gestorben ist? Oder gibt es eine andere Erklärung? Wenn die Böse Königin damals bezüglich Belles Schicksal gelogen hat, stellt sich die Frage, warum Rumpelstilzchen nicht dahinter gekommen ist. So schwer wäre es doch nicht gewesen, dies nachzuprüfen. Na ja, sicherlich wird das Thema Belle noch eine größere Rolle spielen, so dass wir auf die Beantwortung solcher Fragen hoffen dürfen. Belle ist für Regina ein wichtiger Trumpf gegen Mr. Gold. Nachdem die Masken nun gefallen sind und Regina definitiv weiß, dass Mr. Gold sich an die Märchenwelt erinnert, braucht sie jeden Vorteil.

Bereits in meiner letzten Review habe ich mich darüber beklagt, dass es in Storybrooke zu wenige Fortschritte gibt, und dieser Eindruck bleibt leider weiter bestehen. Sicherlich verändert Belle die Situation ein wenig, aber die Person, die den Fluch aufheben soll, ist nun einmal Emma und die kommt wieder kein Stück weiter. Sie leidet darunter, Henry nicht sehen zu dürfen, und ist für jede Minute, die Regina ihr mit ihrem Sohn gewährt, dankbar. Dadurch ist Emma im Moment für Regina ziemlich leicht unter Kontrolle zu halten.

Zwischen Mary Margaret und David stagniert die Lage ebenfalls. Den Valentinstag verbringen sie getrennt. Mary Margaret geht mit Ruby und Ashley, die wir aus Episode #1.04 kennen (und die nach wie vor weinerlich rüberkommt), auf die Piste. Der Club, den die drei Frauen besuchen, heißt "The Rabbit Hole" ("Das Kaninchenloch") und ist damit eine Anspielung auf "Alice im Wunderland". Alice gelangt bekanntlich durch ein Kaninchenloch ins Wunderland. David schenkt Mary Margaret schließlich eine Valentinstagskarte, gibt ihr aber versehentlich die Karte, die für Kathryn bestimmt ist, was natürlich jeden Hauch von Romantik tötet. Mary Margaret wird einmal mehr daran erinnert, dass sie weit von dem Glück entfernt ist, dass sie sich wünscht. David kommt insgesamt recht jämmerlich rüber, wie er den beiden Frauen in seinem Leben im selben Laden alberne Karten kauft und diese dann auch noch verwechselt. Das ist gar nicht charming!

Maret Hosemann - myFanbase

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