Bewertung: 7

Review: #1.05 Malivore

Foto: Peyton Alex Smith, Legacies - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Peyton Alex Smith, Legacies
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nach der definitiv feindlichen Arachne aus der letzten Folge bekommen wir in #1.05 Malivore wieder ein freundliches Monster präsentiert. Währenddessen findet an der Schule die Wahl für den Schülerrat statt und sorgt für einige Unruhe.

"Trees are patient. Humans are not."

Die Dryade, also ein Baumgeist, entstammt wie die Arachne ebenfalls der griechischen Mythologie, kommt einem aber alleine schon vom Äußeren her um einiges sympathischer vor. Und tatsächlich bleibt die Dryade freundlich und ist für Alaric und Dorian auch noch eine Hilfe. Durch sie bekommen wir endlich einen Einblick in diese mysteriösen Monster, die von dem noch mysteriöseren Messer angelockt werden. Denn bis jetzt war es ja eher ein Finden und Ausschalten. Die Monster werden also vom Messer angezogen und wollen es unbedingt in ihren Besitz bekommen. Wohl um dann damit irgendetwas zu tun, vielleicht ist das Messer ja der Schlüssel zu diesem Malivore. Gleichzeitig werden die Monster von jedem vergessen, mit dem sie zu tun haben. Nur ist das ein Schutz für die Geheimhaltung der Existenz von Monstern oder eher ein Schutzmechanismus des Messers? Ganz spontan klingt das Malivore wie die Hölle, ein dunkles, böses Loch in der Erde. Vielleicht auch eine Art Unterwelt für Monster, nachdem wir bis jetzt ja doch sehr klassische, griechische Monster gesehen haben.

"This school is family and I'm not putting my family in danger again."

Jenseits der tiefsinnigen Gespräche der Erwachsenen findet das typische Highschoolleben an der Salvatore School statt. Ob nun Schulsprecher oder Vorsteher im Schülerrat, das System ist das Gleiche: Viele Flyer, noch mehr Drama und Rivalitäten. Wirklich mitreißen konnte mich diese Storyline jetzt nicht, aber immerhin hat man sie dafür genutzt, die Konflikte zwischen den Charakteren hervorzuheben. Wie zu erwarten ist die Sache mit M.G. und Kaleb noch nicht beendet. Etwas gutgläubig ist M.G. ja schon, wenn er denkt, mit Nettigkeit allein bei Kaleb Erfolg zu haben. Es war ja klar, dass der noch weiter für Ärger sorgt. Immerhin dürfte seine Aktion mit der geklauten Wahl M.G. endgültig gezeigt haben, dass er sich nicht mehr um ihn bemühen muss.

Bei Lizzie und Josie kommt es mal wieder zur üblichen Konstellation, dass Josie für Lizzie zurückstecken muss und das auch freiwillig tut. Na ja, zumindest bis Penelope dazwischenfunkt und Josie den Platz im Schülerrat sichert. Ich muss zugeben, dass es mich positiv überrascht hat, dass Penelope anscheinend doch mehr als der typische Highschool-Mädchenschreck ist. Tatsächlich ging es ihr darum, dass Josie endlich mal gewinnt, wobei es sicher ein Bonus war, Lizzie dafür in die Parade zu fahren. Letztlich hat Penelope mit ihren Aussagen ja gar nicht so unrecht, auch wenn es recht hart von ihr war, Lizzie all das an den Kopf zu werfen. Es ist offensichtlich, dass Lizzie und Josie einander alles bedeuten. Gleichzeitig ändert das aber nichts an der Tatsache, dass Lizzie dazu neigt, Josie etwas auszunützen und zu beschlagnahmen.

Bei den Werwölfen ist es derweil zu einem Führungswechsel gekommen. Eben gerade erst im Rudel aufgenommen und schon zum Alpha aufgestiegen. Es läuft nicht schlecht für Rafael. Wobei er sein eigentliches Vorhaben, Landon in der Schule zu behalten, nun ja doch nicht umsetzen konnte. Allem Anschein nach scheint Raf trotzdem zu bleiben, aber sicherlich nicht ohne Widerstand. Angefangen bei seinem Aufeinandertreffen mit Lizzie in der Turnhalle. Nachdem sich Raf bis jetzt ja herzlich wenig für Lizzie interessiert hat und das eigentlich auch immer recht deutlich gezeigt hat, war das Ganze wohl eher der Frustration geschuldet, als echten Gefühlen. Na ja, zumindest bei Raf. Lizzie wiederum ist sehr wohl interessiert an ihm und ich bin mir sicher, dass hier besonders auch mit Josie noch einige Probleme am Horizont erscheinen werden.

Bleiben noch Landon und Hope, die sich ein bisschen am Rand der Geschichte bewegen. Denn eigentlich haben sie ja alle Hände voll damit zu tun, Landon gründlich auf eventuelle magische Fähigkeiten zu testen. Amüsant war es ja schon, Landon dabei zuzusehen, wie er eine nervige Aufgabe nach der anderen bestreiten musste und einfach so gar keinen Erfolg zeigte. Nur bedeutet das jetzt, dass er auch wirklich kein magisches Wesen ist? Vielleicht wurde bei ihm das entsprechende Gen einfach noch nicht ausgelöst, wie bei Werwölfen. Oder es bedarf einer ganz speziellen Konstellation an Voraussetzungen. Oder aber er verstellt sich einfach. So einfach will ich es nicht glauben, dass Landon einfach ein stinknormaler Mensch mit einer speziellen Affinität für magische Messer ist. Der Rest scheint sich aber wohl erst einmal damit zufrieden zu geben und will ihn als Mensch von der Schule ausschließen.

Hopes Argumentation macht Sinn. Als einfacher Mensch ist eine Schule voller übernatürlicher Teenager mit Impulskontrollproblemen nicht der richtige Ort. Trotzdem kann man sich schon sicher sein, dass das nicht das Letzte war, das wir von ihm gesehen haben. Und das liegt nicht nur an dem dramatischen Kuss im Busscheinwerferlicht mit Hope. Schließlich ist Landon das große Mysterium der Serie. Und dann ist da noch die Geschichte mit dem Malivore. Die Dryade meinte, dass dies ein dunkles Loch unter der Erde sei, ein böser Ort. Und siehe da, Landons Mutter hatte das Zeichen dieses Malivores als Kette. Na so ein Zufall aber auch. Das würde jetzt natürlich wieder darauf hinweisen, dass Landon vielleicht doch nicht der nette Kerl ist, der er vorgibt zu sein. Vielleicht wurde er aber auch aus gutem Grund weggegeben, damit er diesen dunklen Weg eben genau nicht gehen muss. Der Hintergrund des Bildes hat mich an den Bayou erinnert, insofern passt es auch, dass Hope ihn nach New Orleans geschickt hat.

Fazit

In dieser Folge haben wir einiges an neuen Informationen bekommen. Auf der einen Seite wissen wir nun endlich etwas über das große Mysterium des Messers. Mit dem Malivore wurde eine neue (und vermutlich böse) Komponente in die Serie eingeführt, die uns wohl nicht zuletzt durch ihre Verbindung zu Landons Familie noch länger begleiten wird. Parallel dazu kochen die Emotionen an der Schule langsam aber sicher hoch und bei einem Internat für übernatürliche Teenager kann das nicht gut enden.

Denise D. - myFanbase

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