Bewertung: 8

Review: #1.04 Hope is Not the Goal

Foto: Peyton Alex Smith, Legacies - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Peyton Alex Smith, Legacies
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In #1.04 Hope Is Not the Goal bekommen die Schüler der Salvatore School die Konsequenzen der Ereignisse aus der letzten Folge zu spüren. Das endet in einer äußerst unterhaltsamen Undercover-Mission im Feindgebiet der Mystic Falls High, die gleichzeitig auch noch einige schöne Momente zwischen den Charakteren hervorbringt.

"I volunteer as tribute!"

Eine Undercover-Mission steht an, um Informationen über die verschwundenen Teenager zu bekommen und Lizzie ist ganz vorne mit dabei. Natürlich ganz ohne Hintergedanken, nur aus Nächstenliebe und überhaupt nicht, um mal anstelle von Hope die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu bekommen. Aber der Wille zählt und immerhin ist sie voll dabei. Nachdem aber nicht nur sie, sondern auch Hope, Landon, MG und Kaleb mit von der Partie sind, frage ich mich ja schon, wie genau sie diesen plötzlichen "Schüleraustausch" so schnell bewerkstelligt haben. Immerhin ist es für "Vampire Diaries"-Veteranen eine willkommene Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen, wenn wir durch die altbekannten Gänge der Mystic Falls Highschool wandeln. Na ja, und auch für Landon, der ja selbst einmal Schüler dort war. Nur dass seine Erinnerungen lange nicht so positiv waren. Was folgt ist ein recht amüsant anzusehendes Highschool-Drama à la Girls Club. Dabei gab es durchaus einige Überraschungen. Hope zum Beispiel, die an der Salvatore School ja überzeugte Einzelgängerin ist, findet in der normalen Highschool-Welt sofort Anschluss in der coolen Mädchenclique. Derweil sind MGs Versuche, per Gedankenmanipulation arglosen Schülern Informationen zu entlocken, ordentlich danebengegangen. Ein bisschen hat mich dieser Plan eh gewundert. Ich dachte, Matt schüttet regelmäßig Eisenkraut ins Trinkwasser?

Und trotz der Vielzahl an möglichen Verdächtigen kommt die Gruppe doch wieder auf ihre eigenen Mitglieder zurück: Kaleb und Landon. Bei Kaleb hat man schon in den letzten Folgen gemerkt, dass der wohl noch Ärger bringen wird. Immerhin geht er doch etwas sehr lässig mit seiner Vampirnatur um, für jemanden, der eigentlich möglichst unauffällig die Schule besuchen sollte. Da wird es nun mal nicht gerne gesehen, wenn man sich privat durch das Cheerleader-Team der Nachbarschule beißt. Anfangs hat Kaleb auch bei mir ganz oben auf der Liste der Verdächtigen gestanden. Na ja, bis zu der Szene, in der sie Dana gefunden haben.

Ich gestehe, dass ich mich noch etwas an das neue Konzept mit den vielen Monstern gewöhnen muss. Bis jetzt verbinde ich diese Welt automatisch mit Vampiren, Werwölfen und Hexen. Aber "Legacies" erweitert von Woche zu Woche munter die Monsterwelt. Diese Woche im Angebot: Die Arachne. Zugegeben, ich musste erst einmal überrascht auflachen, als sich Dana da plötzlich mehr oder weniger in eine Pfütze 'verwandelt' hat. Bitte was?! Glücklicherweise hat man mit der alten Spinnensage um Arachne dann doch noch etwas mythologischen Hintergrund beigesteuert, denn sonst wäre das Ganze einfach nur lächerlich gewesen. Stattdessen bekommen wir nun ein Monster präsentiert, das die Haut seiner Opfer als Verkleidung trägt - Hannibal Lecter lässt grüßen. Und es geht gleich weiter mit "Der Herr der Ringe", denn diese Szene mit Josie und Raf in der Scheune hat doch einige Erinnerungen hervorgerufen. Umso schöner war es, dass Hope, Lizzie und Josie Arachne gemeinsam besiegt haben. Dieser kurze Moment der Einheit hat nur mal wieder das Potential gezeigt, das diese drei haben könnten, wenn sie denn nur zusammenhalten würden. Aber ganz habe ich die Hoffnung hier noch nicht aufgegeben.

"You can't scare me."

Während die anderen auf ihrer Mission unterwegs sind, nutzt Rafael die Zeit, um sich unauffällig Josie anzunähern. Nachdem er schon in der ersten Folge an ihr mehr interessiert schien, als an ihrer Schwester, war das nicht wirklich überraschend. Josie ist nach wie vor zurückhaltend immerhin wollte sie ja eigentlich Lizzie den Vortritt lassen. Glücklicherweise entscheidet sie sich dann doch um, denn ich sehe Rafael und Josie sehr gerne zusammen. Dadurch dass Josie sich schon immer um ihre Schwester kümmern musste, hat sie keine Angst vor der ungezügelten Wut, die ganz werwolftypisch manchmal aus Raf heraus bricht. Der ist logischerweise sehr abwehrend, was das angeht, schließlich ist so seine Freundin ums Leben gekommen. Letztlich braucht es nur eine lebensbedrohliche Situation, um die beiden vorsichtig zusammenzustoßen. Okay, die Sache mit der Magie, die wegen der gefesselten Hände nur durch einen Kuss weitergegeben werden kann, war mir dann doch etwas zu kitschig. Eigentlich sogar so, dass ich es herrlich amüsant fand. Aber hey, es hat ja schließlich geklappt.

Was mindestens genauso interessant war, war die Parallelgeschichte mit dem Werwolfrudel. Die benehmen sich nach wie vor wie Highschool-Sportler und während ich froh war, dass Rafael erst einmal überhaupt keine Lust auf sie hatte, ist es für mich trotzdem ein passendes und schönes Ende gewesen, als er schließlich doch dem Rudel beitritt. Gewissermaßen ist Rafael mit dieser Geste offiziell an der Schule und damit seinem neuen Zuhause angekommen. Vor allem, da Landon fürs Erste auch bleiben darf.

Der hatte ja sowieso mal wieder einen eher schlechten Tag erwischt. Seit der Sache mit dem Messer traut ihm verständlicherweise keiner mehr über den Weg. Irgendwie tut er mir damit schon sehr leid, da es offensichtlich ist, dass er einfach nur dazugehören will. Gleichzeitig ist es weiterhin klar, dass da mehr dahintersteckt. Schließlich erwähnt Landon immer wieder, dass er zu dem Messer hingezogen wurde, und das muss ja wohl irgendetwas bedeuten. Vielleicht eine Art Jäger? Zumindest kann ich mir gut vorstellen, dass Landon es selbst nicht weiß. Oder ist er einfach nur ein sehr guter Schauspieler?

"If your kids are a threat I'll be coming for them."

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Sheriff Matt Donovan vor der Tür der Salvatore School steht. Spätestens die beiden verschwundenen Mädchen und Kalebs Alleingang haben die Sache aber besiegelt. Matt war noch nie ein Freund des Übernatürlichen und während er somit zu einem Widersacher der Serie wird, kann ich seine Motive auch gut verstehen. Mal sehen, wie Alaric auf die Sache reagieren wird. Kaleb hat er ja nun schon aus dem Verkehr gezogen. Nur was macht man mit einem unbeugsamen Vampir? Schmeißen sie ihn aus der Schule oder geht es ab in den Keller auf Kaninchen-Diät?

Fazit

Das war eine unterhaltsame Folge mit viel Witz und guten Charaktermomenten. Es scheint, als würden die einzelnen Charaktere in der Serie ihren Platz finden. Langsam lässt man die Kennenlernphase hinter sich und die Beziehungen und Verstrickungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen entwickeln sich.

Denise D. - myFanbase

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