Episode: #1.02 Der Prinzrebell

In der "House of the Dragon"-Episode #1.02 The Rogue Prince taucht Rhaenyra Targaryen (Milly Alcock) tief in die Prophezeiungen über das Haus Targaryen ein, während sie sich einem Reich stellt, das sich der Vorstellung einer Frau auf dem Eisernen Thron widersetzt. Daemon Targaryen (Matt Smith), der verbittert darüber ist, als Erbe von Westeros übergangen worden zu sein, bereitet sich auf den Krieg vor.

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Paddy Considine & Nova Mosé-Foueillis, House of the Dragon
© Ollie Upton / HBO

Auf den Trittsteinen häufen sich die Leichen, die an Pfähle gefesselt von Krabben verspeist werden. Unterdessen wird im kleinen Rat darüber beraten, wer den frei gewordenen Posten in der Königsgarde besetzen darf. Ser Harrold Westerling, der Hauptmann der Königsgarde, erklärt, mit der Hilfe der Hand einige Kandidaten ausgewählt und nach Königsmund eingeladen zu haben. Die Unterhaltung wird von einem aufgebrachten Coryls Velaryon unterbrochen, der sich negativ darüber äußert, dass König Viserys Targaryen nicht gegen das Treiben auf den Trittsteinen vorgeht und es einfach geschehen lässt, dass man die Gebiete erobert, wodurch besonders die Flotte der Velaryons leidet. Corlys verlangt, gegen die Angreifer vorgehen zu dürfen, doch Viserys spricht sich dagegen aus, da er keinen Krieg mit den freien Städten anfangen will. Lyman Bienengrab stellt sich auf die Seite des Königs. Noch einmal setzt Corlys zur Kritik an und bringt dieses Mal ins Spiel, dass die Krone auch nichts dagegen getan hat, dass Daemon Targaryen sich unerlaubt auf Drachenstein breitgemacht hat. Otto Hohenturm rät Corlys, sich nicht zu viel herauszunehmen. Nun mischt Rhaenyra Targaryen sich ein und schlägt vor, mit Drachen gegen die Angriffe vorzugehen. Während Corlys sich auf ihre Seite stellt, sehen Viserys und Otto von ihrem Vorschlag ab. Stattdessen schickt Viserys seine Tochter mit Westerling und der Hand zur Auswahl des neuen Mitglieds der Königsgarde. Sie wirft einen Blick auf die Anwärter, wobei ihr Kriston Kraut ins Auge sticht. Als Westerling anmerkt, sie solle lieber einen der anderen Anwärter auswählen, gibt Rhaenyra nicht klein bei, weshalb Otto eingestehen muss, dass Kriston der Einzige der Anwärter hat, der echte Kriegserfahrung mit sich bringt und nicht lediglich in Turnieren Erfahrung gesammelt hat. Sie wählt daher ihn aus, da er der einzige zu sein scheint, der ihre Familie wirklich beschützen könnte.

Viserys betrachtet seine Modelle von Königsmund und erklärt Alicent Hohenturm einige historische Fakten. Sie zeigt sich beeindruckt. Nachdem eine der Drachenfiguren zerbrochen ist, erkundigt Viserys sich bei Alicent nach Rhaenyra, die Gespräche mit ihrem Vater zu meiden scheint. Alicent versichert, dass sie sich bald wieder öffnen wird, denn auch bei ihr selbst dauerte es nach dem Verlust ihrer Mutter eine Weile, bis sie zu sich selbst zurückfand. Als Alicent rät, dass Viserys nicht darauf wartet, dass Rhaenyra zu ihm kommt, sondern dass er selbst einen Schritt auf sich zumacht, schmunzelt der König. Er hinterfragt, ob Rhaenyra über ihre Treffen Bescheid weiß und meint, dass es nicht gut wäre, da Rhaenyra es nicht verstehen würde, woraufhin Alicent versichert, Rhaenyra nichts gesagt zu haben.

In der Septe klagt Rhaenyra Alicent ihr Leid, da sie das Gefühl hat, ihr Vater verstünde sie nicht richtig. Alicent bekräftigt, dass Viserys sie liebt, doch Rhaenyra ist der Ansicht, dass ihr Vater sie nur zur Erbin ernannt hat, um Daemon eins auszuwischen. Alicent entzündet eine Kerze und beginnt zu beten. Als sie Rhaenyra rät, es ihr gleich zu tun, um sich ihrer verstorbenen Mutter näher zu fühlen, kommt Rhaenyra der Aufforderung zögerlich nach. Beim Gebet kommen Rhaenyra die Tränen. Rhaenyra und Alicent teilen einen freundschaftlichen Moment.

Viserys trifft sich mit Corlys und dessen Frau Rhaenys Targaryen. Der Meister der Schiffe entschuldigt sich für die Art, wie er sich bei der Ratssitzung gegeben hat. Um das Land zu stärken schlägt Corlys vor, dass Viserys sich eine neue Frau nimmt und für diesen Posten schlägt er seine eigene Tochter Laena vor. Der Vorschlag überrascht Viserys, da seine Frau erst seit einem halben Jahr tot ist und er noch immer um sie trauert. Rhaenys bekräftigt, dass das Land erwartet, dass der König bald eine neue Frau findet, die ihm weitere Kinder schenkt, wofür Laena bestens geeignet wäre.

Am Abend sitzt Viserys mit Rhaenyra beisammen. Beiden ist klar, dass sie seit Aemmas Tod nicht viel miteinander gesprochen haben und Viserys betont, dass sie sich gegenseitig alles anvertrauen sollten. Viserys erklärt, dass er Aemma sehr geliebt hat und auch Rhaenyra geht es so. Die beiden kommen auf den neuen Ritter der Königsgarde zu sprechen und Viserys ist einverstanden mit Rhaenyras Wahl. Anschließend möchte Rhaenyra die Trittsteine ansprechen, doch ihr Vater unterbricht sie und will nicht noch einmal auf ihren Vorschlag eingehen, da er Rhaenyra zu jung findet, um dieses Thema zu diskutieren.

In seinen Gemächern ist Viserys mit Großmaester Mellos zusammen. Erneut hat der König gesundheitliche Probleme. Dieses Mal sind es zwei seiner Finger, die nicht heilen wollen, weshalb Mellos die Hand in Maden taucht, da die Tiere das abgestorbene Fleisch fressen sollen. Während der Prozedur unterhält Viserys sich mit Otto, dem er vom Hochzeitsvorschlag Corlys' berichtet. Viserys fragt Otto um Rat und jener spricht sich gegen die sehr junge Laena aus. Mellos hingegen unterstreicht, dass eine solche Verbindung die Krone stärken würde. Viserys sorgt sich um Rhaenyra, woraufhin Mellos erklärt, dass ihre Meinung nichts zur Sache tut. Seine geliebte Frau der Pflicht wegen ersetzen zu müssen, kann Viserys sich nur schlecht vorstellen.

Trotz seiner Bedenken wagt Viserys kurz darauf einen Spaziergang mit der zehnjährigen Laena. Die beiden haben sich nicht viel zu erzählen, doch Laena kommt ihrer Pflicht nach und versichert dem König, dass sie ihm eine gute Ehefrau wäre. Als Viserys das Mädchen auf eine mögliche Ehe anspricht, gesteht Laena, dass ihre Mutter versprochen hat, dass sie nicht allzu schnell das Bett mit Viserys teilen müsste. Die Unterhaltung wird aus der Ferne von Rhaenyra beobachtet. Sie trifft auf Rhaenys, die sofort erkennt, dass es Rhaenyra stört, dass Viserys sich eine neue Frau nehmen muss. Rhaenys gibt ihrerseits zu, auch nicht ganz damit einverstanden zu sein, dass Laena den viel älteren König ehelicht. Unumwunden erklärt Rhaenys, dass Viserys irgendeine Frau heiraten wird, die ihm sicher einen Sohn gebären wird, wodurch Rhaenyra als Thronfolgerin abgelöst wird, da Männer sich schon immer für bedeutender als die Frauen gehalten haben. Rhaenyra meint, dass sie als Königin ihre eigenen Regeln machen wird und dass man lediglich Rhaenys als Königin abgelehnt hat, wohingegen die Lords von Königsmund Rhaenyra als Thronfolgerin akzeptiert haben. Trotz dieser Geste ist sich Rhaenys sicher, dass Rhaenyra nicht gekrönt werden wird.

Im Gespräch mit Alicent erzählt Viserys von dem Vorschlag, dass er Laena heiraten soll. Während Alicent sich höflich für die Verbindung ausspricht und dabei wieder ihre Finger blutig puhlt, zeigt Viserys keinen Gefallen daran. Dann holt Alicent den Drachen hervor, der zuvor zerbrochen war und den sie hat reparieren lassen. Sie betont, die Treffen mit Viserys zu genießen und der König ist gerührt von ihrer Geste. Die beiden werden durch den eintreffenden Otto unterbrochen, der kein Wort über Alicents Anwesenheit verliert. Er berichtet, den kleinen Rat wegen eines Notfalls einberufen zu haben.

Im kleinen Rat wird der König darüber aufgeklärt, dass Daemon sich unerlaubt ein Drachenei angeeignet hat. Er ließ ein Schreiben zurück, in dem er sich selbst als Thronerbe bezeichnete und bekanntgab, dass Mysaria, die er zu seiner Frau nehmen will, ein Kind erwartet. Mellos ließt den Brief vor, in dem der König zur Hochzeit, die in zwei Tagen stattfinden soll, eingeladen wird. Corlys spricht sich dafür aus, gegen Daemon vorzugehen. Während Viserys nicht so wirkt, als würde er einschreiten wollen, verlangt Rhaenyra zu wissen, welches Ei Daemon gestohlen hat. Mal teilt ihr mit, dass es sich um ein Ei von Drachen Traumfeuer handelt, welches ursprünglich für Baelon gedacht war. Wütend teilt Viserys mit, selbst nach Drachenstein aufzubrechen, um das Drachenei zurückzuholen. Otto schreitet unumwunden ein, da er es für zu riskant hält, dass der König sich in eine derartige Gefahr bringt. Stattdessen will Otto sich darum kümmern.

Als Otto sich auf die Abreise vorbereitet, ist Alicent bei ihm und er trägt ihr auf, den König am Abend aufzusuchen. Sie wünscht ihm eine gute Reise, als Kriston auftaucht und ankündigt, Männer versammelt zu haben, die sie nach Drachenstein begleiten sollen. Dort angekommen steigt Otto mit den Männern des Königs die lange Treppe zur Festung empor. Ihnen tritt Daemon entgegen, der das Drachenei in den Händen hält und von Mysaria sowie seinen treuen Männern begleitet wird. Otto fordert, dass Daemon das Drachenei zurückgibt und die Besetzung von Drachenstein beendet, doch Daemon sieht nicht ein, weshalb er seinem Erben kein Drachenei in die Wiege legen sollte, da dies bei den Targaryens Tradition ist. Als Otto mit Verunglimpfungen um sich wirft und droht, es wenn nötig mit Gewalt zurück nach Königsmund zu bringen, wird er von Daemon belächelt, hinter dem sein Drache Caraxes auftaucht. Otto, der von Mellos, Westerling und Kriston unterstützt wird, weiß nicht, wie er weiter vorgehen soll, da taucht plötzlich Rhaenyra auf ihrem Drachen Syrax auf. Sie tritt furchtlos vor ihren Onkel und fordert auf Valyrisch, dass er Drachenstein, das ihr als offizieller Thronfolgerin zusteht, verlässt und das Ei zurückgibt, das eigentlich für ihren verstorbenen Bruder gedacht war. Daemon gibt zu, dass Mysaria noch nicht schwanger ist, woraufhin jene sich zurückzieht. Anschließend spricht Rhaenyra an, dass Daemon sie hier und jetzt töten kann, um sie als Hindernis auf seinen Thronanspruch aus dem Weg zu räumen. Daemon beäugt Rhaenyra, dann wirft er ihr das Drachenei zu und zieht ab. Mit einem Lächeln gibt Rhaenyra das Drachenei an die Männer ihres Vaters, die es sofort in heiße Glut legen. Anschließend kehrt sie auf dem Rücken ihres Drachen nach Königsmund zurück.

Daemon zieht sich in die Festung zurück, wo Mysaria ihn aufgebracht konfrontiert. Sie ist erzürnt darüber, dass er Gerüchte über sie in Umlauf gebracht hat und betont, sich auf seinen Schutz zu verlassen, doch stattdessen hat er sie in Gefahr gebracht, da er sowohl über ihre Hochzeit als auch über ihre Schwangerschaft gelogen hat. Mysaria unterstreicht, dafür gesorgt zu haben, dass sie niemals Kinder bekommen wird. Als Mysaria ausholt und Daemon verdeutlicht, dass sie unzählige Male als Sklavin verkauft wurde, erklärt sie auch, dass sie nicht wegen Daemons Wohlstand zu ihm hält, sondern weil sie sich erhofft hat, durch ihn Freiheit vor der Angst zu erlangen.

In Königsmund betrachtet Viserys den reparierten Drachen, dann sucht er das Gespräch mit Lyonel Kraft, den er um Rat bezüglich der Vermählung mit Laena bittet. Da die Velaryons das wohlhabendste Haus in ganz Westeros sind und außerdem aus Valyria stammen, unterstützt jener den Vorschlag. Viserys stört sich an ihrem jungen Alter und fürchtet, dass Corlys eine Zurückweisung nicht gut auffassen würde, was Lyonel bestätigt. Die beiden werden von der Neuigkeit unterbrochen, dass Rhaenyra aus Drachenstein zurückgekehrt ist. Sofort zitiert ihr Vater sie zu sich und rügt sie dafür, seinem Befehl nicht folge geleistet zu haben. Rhaenyra verdeutlicht, dass sie das Drachenei lediglich ohne Blutvergießen zurückholen wollte, was ihr auch gelungen ist. Viserys spricht das Thema seiner bevorstehenden Verlobung an und Rhaenyra versichert, dass sie verstehen kann, dass er seiner Pflicht nachgehen muss, obwohl beide Aemma sehr vermissen und niemand sie jemals ersetzen wird. Viserys verspricht, dass er nicht plant, Rhaenyra als seine Erbin zu ersetzen und dass er nicht möchte, dass sie sich entfremden. Erneut zeigt Rhaenyra Verständnis.

Vor seinem kleinen Rat verkündet Viserys, dass er sich dazu entschieden hat, zu heiraten. Corlys wirkt erfreut, während Lyonel, Lyman, Mellos und Otto gespannt lauschen. Dann sagt Viserys, dass Alicent seine Frau werden wird. Während Otto zufrieden scheint, sind besonders Corlys und Rhaenyra von dieser Entwicklung überrascht. Corlys nimmt die Entscheidung als Beleidigung auf und verlässt den Raum, während Rhaenyra mit den Tränen kämpft. Sie wendet sich ebenfalls ab.

Auf Driftmark besprechen sich Corlys und Daemon. Corlys erklärt seinem Gegenüber, dass ihm nichts geschenkt wurde und dass er sich seinen Ruhm selbst erarbeitet hat. Daher weiß er, wie Daemon sich fühlt und dass es jenem ähnlich geht. Da die beiden laut Corlys aus dem gleichen Holz geschnitzt sind, schlägt Corlys vor, dass sie sich beweisen, indem sie gemeinsam dem Krabbenspeiser auf den Trittsteinen Einhalt gebieten.

Marie Müller - myFanbase


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