Thanksgiving in "Gossip Girl"
#1.09 Was war und was ist

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Thanksgiving ist ein Fest, was sehr gerne in Serien thematisiert wird, wobei das Genre völlig egal ist. "Gossip Girl" hat sich dieser Aufgabe erstmals in Episode #1.09 Was war und was ist angenommen. Ich fand es sehr interessant, wie man hier die Vergangenheit und die Gegenwart genutzt hat und nur ein Jahr dazwischen liegt. Damit betont man noch einmal deutlich, was sich alles in einem Jahr ändern kann. Die Macher*innen von "Gossip Girl" haben es geschafft, dass alles wunderbar eingefangen wurde.

Foto: Blake Lively, Gossip Girl - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Blake Lively, Gossip Girl
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Thanksgiving ist nicht nur ein Familienfest, sondern auch eines, was man gerne mit Freunden verbringt und das sieht Dan Humphrey genauso, der kurzerhand Serena van der Woodsen, ihre Mutter und deren Bruder eingeladen hat. Die Idee war zwar nett, aber sowohl er, als auch Schwester Jenny Humphrey und die van der Woodsen-Kinder haben nichts von der Vergangenheit ihrer Eltern gewusst. Wie es bei solchen Anlässen immer der Fall ist, kommt genau das durch irgendwelche dummen Zufälle heraus und natürlich herrscht dann dicke Luft. Hier ist es genauso der Fall, dennoch muss man sagen, dass man trotz der Probleme und dem anstehenden Klärungsbedarf es geschafft hat, dass sowohl die Humphreys als auch die van der Woodsens ein getrenntes, aber gemeinsames Familienfest feiern, welches bei den Humphreys zwar nicht ganz so harmonisch zwischendurch verläuft, aber aufzeigt, dass sie die Zeit als Familie genießen. Zudem hat Dan vor einem Jahr Serena kennengelernt, die sich aber betrunken hat und sich nicht seinen Namen merken konnte und nun aber mit ihr liiert ist. Serena hingegen verbringt ebenfalls mit ihrer Familie Zeit und kann sich an das Fest erinnern, auch wenn es bestimmt Teile davon gibt, die sie diesmal schrecklich gerne vergessen würde.

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Etwas schwach und fast schon anstrengend fand ich Nate Archibalds Thanksgiving mit seiner Familie. Weder der Vergangenheitsteil war wirklich interessant, noch konnte der Gegenwartsteil recht punkten. Vielmehr hat beides gezeigt, welch lieblose Ehe seine Eltern führen und dass besonders Anne Archibald in ein Licht gerückt wurde, das sie ziemlich unsympathisch macht. Einzig und alleine konnte da Nates kurzer Moment mit seinem Vater überzeugen, weil er deutlich gemacht hat, wie fertig der Verlust seines Vaters ihn machen würde.

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Blair Waldorf mag vielleicht oftmals eine arrogante Zicke sein, jedoch geht ihr ihre Familie über alles, besonders, weil sie eine sehr enge zu ihrem Vater Harold Waldorf hat. Vor einem Jahr schien noch alles harmonisch zu sein, doch in einer Szene wird deutlich, dass Blair einfach nichts davon weiß, dass Harold schwul ist und seine Frau Eleanor Waldorf immer wieder betrügt. In der Gegenwart muss Blair hinnehmen, dass ihr Vater diesmal nicht zu Thanksgiving kommen wird und muss dann auch erfahren, dass ihre Mutter sie belogen hat. Dass diese aber die Scheidungspapiere bekommen hat, die sie nicht unterschreiben will, aus Angst, dass sie dieses Fest alleine feiern wird müssen, wirft nochmals eine ganz andere Perspektive auf ihre Tat. Eleanors Offenheit gegenüber ihrer Tochter ist für mich das Highlight, weil solche Szenen zwischen den beiden ziemlich selten sind und gerade bei diesen Festen umso mehr berühren zu wissen.

Fazit

Den Macher*innen ist es gelungen eine gute Thanksgiving-Episode zu kreieren, die genau diese Thematik des Festes gut einfangen kann und die vielleicht auch dazu beitragen kann, dass die Beziehungen aufgearbeitet werden. Es ist somit auch eine Episode, die auch ohne diesen Feiertag überzeugen kann.

Daniela S. - myFanbase

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