Bewertung

Review: #1.09 Was war und was ist

Gute Folge, die nach #1.07 Die Wahrheit kommt ans Licht das Zeug zu einer der bisher besten Episoden von Staffel eins haben könnte. Positiv überrascht hat mich einmal mehr, die innige Freundschaft zwischen Serena und Blair und der emotionale Part um Blairs Vater, der über Thanksgiving nicht gekommen ist. Mit Nates Plot kann ich mich immer noch am wenigsten anfreunden...

I don't need you to fight this fight for me!

Und damit hat er ja auch so unglaublich Recht, der feine Herr Papa. Ich finde es echt unglaublich, was sich Howard und im Allgemeinen auch Anne für Frechheiten erlauben und dann alle Probleme immer wieder auf Nate schieben, um gut aus der Sache raus zu kommen. Nate ist da noch bei weitem der Vernünftigste der Archichbalds, immerhin hat er sein Hirn nicht ausgeschaltet oder geht nicht auf alle los, die ihm gerade nicht in den Kram passen. Er versucht aus der Situation wie es nun einmal ist, das Beste zu machen und so zu drehen, dass alles bald wieder seinen gewohnten Gang läuft. Meiner Meinung nach zu viel für einen siebzehnjährigen Schüler, der selbst nicht weiß, was er will, auch wenn er sich wirklich bemüht. Aber selbst der Abgehärteste wird einmal daran zusammenbrechen, immer wieder, Tag für Tag, sich um Familienprobleme zu kümmern, während die Eltern sich entweder anzischen oder ihren Sohn z.B. des Drogenbesitzes beschuldigen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Howard einen endgültigen Schlussstrich ziehen wollte und einen Selbstmordversuch unternommen hat. Das ist aber im Endeffekt nicht so richtig klar geworden. Dass Nate seinem Vater weiterhin unterstützt, finde ich dann aber schon etwas unfassbar. Wenn soviel zwischen mir und meinem Vater geschehen wäre, wäre ich auch Jahre danach wohl kaum mehr in der Lage gewesen, ihm doch noch diesen freundschaftlichen Dienst zu tun und ihn zu unterstützen. Lässt sich nur hoffen, dass Nate nicht wieder auf ein Neues enttäuscht wird, wenn Howard sich nun "helfen" lässt.

Look, I have made mistakes and I now that. But if she is in your life, you’re never get over her. This is it, Rufus! Okay, you wanna make this work, then you have to make a choice.

Schon besser gefiel mir da die Storyline, in der Alison und Lily zusammengetroffen sind und einen ganz schönen Fight, zwar nicht in dem Sinn, aber doch, abgeliefert haben. Ich muss ja sagen, dass mir beide Charaktere gefallen, wobei es bei Lily schon so ist, dass ich sie auch charakterlich sehr sympathisch finde, Alisons Darstellerin Susan Misner hingegen mir jedoch sehr gut gefällt und das mich wohl etwas beeinflusst... Der arme Rufus, er tat mir schon etwas Leid, als Alison ihn vor die Wahl gestellt hat. Mit Alison hat er immerhin zwei Kinder und viele Jahre gemeinsame Ehe hinter sich, die beiden haben Probleme gemeinsam bewältigt und vieles mehr. Was spricht gegen Alison? Vielleicht Lily, seine erste große Liebe, mit der er immer wieder zusammentraf und mit der er besonders in den letzten Wochen, nachdem Serena und Dan sich näher gekommen sind, wieder mehr zu tun hatte. Nun, nachdem sich Rufus für Alison entschieden hat, sollte sie sich aber nicht sicher sein, dass Rufus nicht doch irgendwann einmal erkennt, dass das die falsche Entscheidung war (hat man besonders an seinem betrübten Blick am Ende von #1.09 Was war und was ist gesehen), vor allem da Lily immer ein Teil seines Lebens war und auch immer – egal, was sie tut (oder nicht tut?) – bleiben wird. Deshalb bezweifle ich wirklich ganz ehrlich, dass ihr Beziehungsversuch auf längere Sicht funktionieren wird.

The real story? – The real story!

Bei weitem am besten gefiel mir der Blair-Part, die mal wieder einige kräftige Tränendrück-Momente zu bieten hatte. Vor allem die letzte Szene, beim Zusammenspiel von Leighton Meester und Margaret Colin, war ich überaus angetan, dann aber auch sehr überwältigt, die beiden von außen so hart und gefühlskalt wirkenden Waldorfs einander umarmend zu sehen. Kaum ein Moment in der Serie war bisher zudem noch so intensiv, was aber wenig überrascht, zumal zwei sehr talentierte Schauspieler sich Auge gegen Auge standen. Mehr gibt es da nicht zu sagen. Schön fand ich, dass wir endlich einmal mehr über Blair und ihre Beziehung zu ihrem Vater und über ihren Dad generell erfahren haben, außerdem wurde das Thema um Blairs Essens-Verweigerung noch einmal angeschnitten. Dabei fiel mir auch positiv auf, wie sehr Blair und Serena nach ihrem großen Zoff gegen Anfang der ersten Staffel, mittlerweile wieder zusammengewachsen sind. Ich hoffe, dass wir besonders von eben den Mutter- und Tochterszenen und denen mit Serena und Blair noch ein wenig mehr zu sehen bekommen. Und ein wenig mehr Harold und Blair wäre auch nicht schlecht, besonders da wir in seiner Gegenwart eine wirklich komplett ausgewechselte Blair sehen konnten...

I need a place with qualifying!

Diesen Platz braucht Blair, ich will eine Serie mit Qualität. Und diese Episode hat absolut bewiesen, dass es der Serie durchaus gelingen kann, (fast) absolut zu überzeugen. Bis auf ein paar kleine Macken hat die Serie schon wieder ein wenig zugelegt und ich freue mich im Moment schon sehr auf die nächste Episode.

Niko Nikolussi - myFanbase

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