Bewertung: 8
Brett Ratner

X-Men: Der letzte Widerstand

Das Tolle an X-Men waren schon immer die knallbunten Bilderwelten verbunden mit der politischen Frage von Rassenhass. Wirklich genutzt -bei der immer noch vorhandenen Masse an Nationalsozialisten- hat das zwar bis ins Jahr 2006 nichts, aber liegt das wirklich an den X-Men?

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Ein kleiner Junge mit Glatze, in einem weißen Raum lebend (nicht der aus Matrix) sorgt für Aufsehen. Er kann Mutanten wieder menschlich werden lassen. Damit ist endlich ein Heilmittel gegen Mutanten, Michael Jackson, AIDS, Sonnenbrand und maximal Pigmentierung gefunden. Magneto will aber immer noch die Weltherrschaft an sich reißen, da kommt ihm so ein Möchtegern-Schamane nicht entgegen...

"X Men 3" beginnt mit zwei Rückblenden. Charles Xavier und sein damaliger Freund Eric Lensherr (Magneto) besuchen ein kleines Mädchen. Die junge Jean Grey. Das kleine Mädchen weiß bereits, dass sie anders ist als die anderen Jungs und Mädels in ihrer Schulklasse. Sie weiß aber nicht, was mit ihr los ist und vor allem, sie kann damit nicht umgehen. Charles und Eric wollen der kleinen Helfen, ihre Kräfte zu kontrollieren, was auch unbedingt nötig ist, weil wir gerade sehen, wie Autos und Wasserschläuche des Nachbarn ein Eigenleben zu beginnen scheinen. Wenn dieses Mädchen eines Tages nicht unfassbar mächtig wird...

Als nächstes lernen wir den jungen Warren Worthington III (Angel) kennen. Er steht im Badezimmer und ritzt mit Messern und Rasierklingen an sich herum. Will er Selbstmord begehen? Sein Vater ahnt Böses und bricht die verschlossene Tür des Badezimmers auf. Er findet seinen Sohn blutverschmiert und verstört vor, wie er gerade versuchte seine noch wachsenden Flügel abzuschneiden.

Cyclops vermisst seine Freundin Jean Grey (im zweiten Teil verstorben). Cyclops wirkt mittlerweile wie ein Wolverine, abtrünnig mit Dreitagebart macht er sich zur Todesstelle seiner Freundin auf. Langsam nähert er sich der Schlucht, in der Jean Grey in den Weiten des Meeres verschwand. Die Erinnerungen an das große Todesunglück werden zuviel für Cyclops und eine riesengroße rote Laserstrahlkullerträne tropft ins Wasser. Plötzlich erheben sich mit gigantischer Wucht meterhohe Wellen, aus denen die Fleisch gewordene Phoenix (Jean Grey mit der Macht alles und jeden vernichten zu können) hervor tritt. Zum ersten Mal kann Cyclops seine Freundin ohne seine Schutzbrille ansehen. Sie küssen sich, aber irgendetwas stimmt mit "Jean" nicht. Sehen wir Cyclops zum letzen Mal?

Kritik

Bereits nach wenigen Minuten des Films erlebt der Zuschauer einiges an Überraschungen. Der rote Überraschungsfaden zieht sich auch weitgehend weiter durch den Film. Das verleiht X-Men 3 eine fast schon unheimliche Spannung. Der Zuschauer leidet mit seinen Lieblingscharakteren und verliert sie. Das sind großartige Kunstgriffe der Autoren.

In X-Men 3 werden viele weitere Figuren aus dem X-Men Universum vorgestellt. 103 Minuten Film reichen natürlich nicht aus, um diese komplexen Charaktere genauer vorzustellen. Da reichen auch keine 130 Minuten. Die Charaktere entwickeln sich von Comic zu Comic, von Film zu Film weiter. X-Men 3 ist ein Film, dem es an fast nichts mangelt. X-Men 3 kommt sogar äußerst sexy daher. Diesmal sehen wir die heiße Flamme Mystique (Rebecca Romijn) ohne blaues Make-Up komplett nackt durch den Film hüpfen... Es wäre viel zu schade, die X-Men Filmgeschichte so enden zu lassen, wie der dritte Teil abschließt (unbedingt bis Ende des Abspanns im Kinosaal verbleiben).

René B. - myFanbase
18.05.2006

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