Bewertung: 5

Review: #3.04 Ping-Pong-Strip

Foto: Keri Russell, Felicity - Copyright: capelight pictures
Keri Russell, Felicity
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Insgesamt war es wieder eine schöne Episode. Allerdings fehlte mir ab und an die Logik. Damit meine ich nicht Felicitys Ausflug in die Partylandschaft, sondern eher einige Entwicklungen in bestimmten Freundschaftsgefügen. Meghan und Molly sind auf einmal beste Freundinnen von Felicity, während Elena für den Moment als Vertrauensperson nicht so geeignet scheint. Die wenigen Ratschläge, die sie gibt, beachtet Felicity nicht einmal. Auch waren die Charaktere diesmal so getrennt. Ben hatte kaum Szenen mit Felicity, Noel ebenso. Auch Elena und Tracy hatten kaum Kontakt zu anderen bis auf Noel. Deswegen gibt diesmal auch keine so gute Bewertung.

Felicity und Ben

Man fragt sich: Hat sie oder hat sie nicht? Immerhin ist sie neben dem unbekannten Jungen aufgewacht. Was da gelaufen ist, wissen wir nicht. Bisher ist nur bekannt, dass auch Felicity nicht weiß, was passiert ist. Und sie fühlt sich schuldig. Es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass sie ihren Freund betrügt. Erinnern wir uns nur an die erste Staffel und an Eli. Doch so richtig kann man das wohl auch nicht vergleichen, denn damals tat sie es doch mehr oder weniger vorsätzlich und diesmal wäre es wohl nur einfach so passiert, was die Sache aber keineswegs besser macht. Sie kann sich ja nicht einmal daran erinnern. Schuldig fühlt sie sich logischerweise trotzdem.

Ob sie Ben davon erzählen wird? In der letzten Szene sieht sie ja schon ganz schön unbehaglich aus. Wie lange wird sie es wohl aushalten, Ben anzulügen? Gerade bei ihren Moralvorstellungen kann ich mir nicht vorstellen, dass sie es über kurz oder lang für sich behalten kann. Ich kann einfach nicht glauben, dass sie dadurch wieder die Beziehung zu Ben riskiert.

Und Ben? Man kann ihm nicht direkt die Schuld daran geben, aber er hätte auch für Felicity da sein können, oder? Ich meine, ihr ging es schon ziemlich mies, nachdem Julies Mutter angerufen hat. Sie macht sich Vorwürfe, fühlt sich schuldig. Statt ihr zu helfen, lässt er sie allein. Die wenigen tröstenden Worte haben ihr ja auch nicht gerade geholfen.

Allerdings hat er es ja nicht aus egoistischen Gründen getan. Immerhin will er Javier helfen. Und ohne ihn hätte Javier vielleicht nicht bestanden. Und ihm selber hat es auch etwas gebracht. Immerhin will er jetzt doch wählen und erkennt, was für ein Privileg das ist und wie wichtig es ist, es zu nutzen. Ich fand es schön, dass Javier ihm dazu seine Meinung gesagt hat, aber die Rede an sich fand ich nicht so toll.
Mag sein, dass die Rede für Amis bewegend gewesen ist, aber ich muss ganz ehrlich sagen, mir war sie zu nationalistisch. Wo kam Javier noch einmal her? War es nicht Spanien? Nun ich kenne mich mit dem spanischen Staatssystem nicht so aus, aber ich bin mir sicher, es ist auch sehr demokratisch. Da braucht man die amerikanische Freiheit nicht so betonen. Immerhin gibt es auf dieser Erde auch noch andere freiheitlich-demokratische Staaten.

Was aber wird Ben wohl dazu sagen, wenn er von der Sache mit Felicity erfährt? Hoffentlich führt das nicht wieder dazu, dass sich dieses Paar trennt. Die Schreiber könnten die beiden ja wenigstens einmal über mehrere Folgen zusammen sein lassen.

Alle weiteren Charaktere

Ich muss sagen, dass Meghan sich zu einer so guten Freundin entwickelt, hätte ich ja nicht gedacht. Endlich lassen die Schreiber Meghan etwas erwachsener werden. Die Beziehung zu Sean scheint ihr echt gut zu tun. Erst macht sie sich Sorgen, weil Felicity wegen Julie so durchhängt und dann dreht sie fast durch, weil Felicity verschwunden ist. Ich glaube bloß die Schreiber sollten aufpassen, dass es nicht unglaubwürdig wird. Niemand dreht sich um 180° in so kurzer Zeit. Doch genau das haben sie ja scheinbar beachtet, denn in der Aktion mit dem Telefonsex kommt wieder die alte Meghan durch. Dass Sean das nicht gefällt, kann ja wohl jeder nachvollziehen. Und, oh Wunder, Meghan sieht es nach dem Verschwinden von Felicity sogar ein und hört damit auf.

Noel ist nun scheinbar völlig los von Natalie (Yippiiiiiiiiieee!). Er fängt neu an und hat sogar einen neuen Job. Er geht scheinbar auch wieder aufs College, somit ist in dieser Beziehung alles wieder im grünen Bereich. Wollen wir hoffen, dass ihm bald noch eine neue Liebe über den Weg läuft.

Elena und Tracy sind ja auch wieder einmal herrlich. Elena wie immer im Prüfungsstress, ist völlig überdreht. Nun gut, ich wäre wohl auch völlig ausgeflippt, wenn die wichtigste Arbeit des Semesters weg ist und ich Gefahr liefe, eine 6 zu bekommen. Ja und so hat Elena auch fast die Nerven verloren, als ihre gesamte Arbeit im Eimer war. Irgendwie war es aber auch witzig.

Warum war eigentlich Elena nicht bei Felicity? Ich dachte immer die beiden wären echt gute Freunde. Statt dessen beschäftigt sie sich nur mit dem Studium. Das fand ich schon ein wenig seltsam. Auch redet sie nicht mit Felicity über das, was passiert ist.

Molly war eigentlich die einzige, der sich Felicity wegen der Geschehnisse anvertraut hat. Dabei ist sie gerade mal ein paar Tage/Wochen in der Stadt. Das fand ich auch etwas seltsam, aber manche Leute sind einem ja auf Anhieb sympathisch. Irgendwie war das mit dem Bindi auch süß, oder? Mal sehen vielleicht hilft es ja und hält Felicity und Ben bleiben zusammen.

Kaum ist die Geschichte mit Noel vorbei, versinkt Richard wieder in der Unbedeutendheit. Eigentlich schade. Ich würde gerne mehr über ihn erfahren, aber vielleicht geben sie ihm ja diese Staffel noch eine Chance.

Sandy - myFanbase


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