Episode: #2.05 Der Club der Hundertjährigen

Shirley möchte Werbung für die Kirche machen und wendet sich an Abed, der ihr beim Dreh eines entsprechenden Videos helfen soll. Ehe sie sich jedoch versieht, gerät das Filmprojekt aus den Fugen. Pierce mischt sich derweil unter eine Gruppe rebellischer alter Studenten.

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Professor Duncan nutzt den Anthropologie-Kurs dazu, sich mit den Studenten lustige Videos auf YouTube anzuschauen. Alle amüsieren sich köstlich darüber, mit Ausnahme von Shirley. Die überzeugte Christin kann einfach nicht verstehen, warum 17 Millionen Leute ein ihren Glauben durch den Kakao ziehendes Internetvideo anklicken, während gerade einmal neun Menschen am Vortag den Gottesdienst besucht haben. Um etwas dagegen zu unternehmen, wendet sich Shirley nach dem Unterricht mit einer Bitte an Abed. Der Nachwuchsregisseur solle ihr dabei helfen, ein peppiges Werbevideo für die Kirche zu erstellen. Zu ihrem großen Bedauern lehnt Abed ab, weil er sich lieber richtigen Filmprojekten widmen möchte, und nicht irgendwelchen christlichen YouTube-Clips.

Bei der Essensausgabe in der Cafeteria bestellt Pierce sich ungesunde Pasta. Als Britta dies sieht, fordert sie ihn auf, gefälligst auch etwas Gemüse dazu zu nehmen. Während Pierce sich über diese Art der Bevormundung ärgert, drängelt sich Mitstudent Leonard vor, schnappt sich einen Stapel Cookies als Mittagessen und bezahlt nicht einmal dafür. Schwer beeindruckt von diesem selbstbewussten Auftreten, folgt Pierce Leonard zu dessen Tisch und schließt dort mit einer Gruppe rebellischer Greendale-Studenten im fortgeschrittenen Alter Bekanntschaft. Sie laden ihn ein, Platz zu nehmen, doch Pierce reagiert zunächst zögerlich. Erst als Britta ihn ein zweites Mal vor den Augen aller Anwesenden bloßstellt, nimmt Pierce das Angebot an.

Abed passt Shirley in der Bibliothek ab und teilt ihr mit, dass er seine Meinung geändert habe: Nachdem er in der Zwischenzeit das Neue Testament gelesen hat, ist er nun doch bereit, einen christlichen YouTube-Werbeclip für sie zu drehen. Shirleys anfängliche Begeisterung über die Zusage ist schnell verflogen, als Abed ihr seine Vorstellung von dem Filmprojekt darlegt. Konkret wolle er einen nach ihm benannten Meta-Film drehen, in dem die Geschichte von Jesus aus der Sicht eines Regisseurs, der das Leben von Jesus erforscht, erzählt werden. Doch Shirley kann mit diesem postmodernen, ihrer Meinung nach narzisstischen Ansatz rein gar nichts anfangen. Beleidigt verkündet sie, dass es unter diesen Umständen eben keinen Film geben werde, und verabschiedet sich. Abed ist allerdings nicht mehr zu bremsen.

In einer Abstellkammer spielen Pierce und seine neuen Freunde heimlich Poker. Alle amüsieren sich köstlich, nicht zuletzt deshalb, weil sie dabei fleißig Alkohol konsumieren. Plötzlich stürmt Dekan Pelton in die geheime Spielhölle und fordert die rebellischen Alten auf, unverzüglich damit aufzuhören. Einer der Studenten versucht dem Dekan das Treffen als eine harmlose Bingo-Runde zu verkaufen, doch letzterer fällt auf diesen alten Trick längst nicht mehr herein. Letztlich gelingt es jedoch Pierce, den Dekan hinters Licht zu führen: Er täuscht vor, die Orientierung und sein Erinnerungsvermögen verloren zu haben. Das Poker-Spiel helfe ihm dabei, sich wieder zurecht zu finden, erklären die anderen Stundenten. Der Dekan hat sogleich Mitleid mit Pierce und lässt die Gruppe weiterspielen. Dank dieser geistesgegenwärtigen Reaktion wird Pierce als vollwertiges Mitglied der Rebellen akzeptiert.

Um doch noch zu ihrem YouTube-Video zu kommen, nimmt Shirley die Sache selbst in die Hand und engagiert Troy und Britta als Darsteller. Beide beteiligen sich jedoch nur halbherzig daran, weil sie Shirleys Vorstellung vom Endprodukt für äußerst lahm befinden. Mitten unter dem Dreh ist draußen ein lauter Knall zu vernehmen, der das Trio sogleich nachsehen lässt, was dort vor sich geht. Zur allgemeinen Überraschung finden sie einen als Jesus verkleideten Abed hoch oben auf einem Kran vor, wie er die ersten Szenen seines ambitionierten Streifens dreht. Begeistert von ihrem Kollegen, kehren Troy und Britta dem Projekt von Shirley den Rücken zu. Letztere beobachtet mit Schrecken, für welch großes Aufsehen Abed mit seinem Film sorgt und wie grenzenlos die Begeisterung der Studentenschaft für sein Vorhaben ist. Als sie Abed schließlich der Ketzerei bezichtigt, wird sie von seinen Anhängern prompt als Pharisäerin abgestempelt. Shirley ist daraufhin nicht mehr besonders gut auf ihren Kollegen zu sprechen. Aber auch dem Rest der Lerngruppe fällt beim späteren Zusammentreffen auf, dass Abed sein Jesus-Gehabe langsam aber sicher zu Kopf steigt. Ebenso viele Sorgen macht ihnen allerdings das zunehmend aufsässige Verhalten von Pierce, der sich mit seinen neuen Freunden die Nächte um die Ohren schlägt und daher zu spät zu den Lernsitzungen kommt.

Am Abend lungern Pierce, Leonard und die restlichen Rebellen trinkend vor dem College-Eingang herum. Als der Dekan und Shirley vorfahren, um noch etwas Dringendes in der Cafeteria zu erledigen, kommt Leonard eine gewagte Idee. Er animiert seine Freunde dazu, Dekan Peltons Auto zu stehlen und damit eine Spritztour zu unternehmen. Pierce weigert sich anfangs, da sie alle schon angeheitert sind, lässt sich dann aber doch breitschlagen. Kurz darauf kurven sie auch schon auf dem nahe gelegenen Parkplatz herum, allerdings bloß im Schneckentempo. Plötzlich verliert der Fahrer, Richard, die Orientierung und lenkt das Fahrzeug gegen eine Laterne. Die Gruppe ergreift daraufhin panisch die Flucht, lediglich Pierce steht dem sichtlich verwirrten Richard wie ein wahrer Freund bei.

In der Zwischenzeit unterbricht Dekan Pelton den Filmdreh in der Cafeteria, nachdem Shirley ihn darauf hingewiesen hat, dass Abed damit gegen einen wichtigen Grundsatz - die Trennung von Kirche und Staat auf dem College-Gelände - verstößt. Dem Nachwuchsregisseur gelingt es jedoch, das Argument zu entkräften und den Dekan für sein Projekt zu begeistern. Erbost zieht Shirley sich zurück, während Abed einen Blick auf die Rohfassung seines Filmes wirft. Das Ergebnis weiß ihn allerdings nicht zu begeistern. Vielmehr erkennt er, dass es sich dabei um einen zu Unrecht gehypten, völlig misslungenen Streifen handelt, der seiner angestrebten Karriere ernsthaft schaden könnte. Verzweifelt betet er zu Gott und erhofft sich davon, dass dieser sein Projekt auf wundersame Weise vernichtet. Shirley hört dies mit an und schreitet schließlich zur Tat: Kaum wird der Dreh fortgesetzt, stürmt sie mit einem Baseballschläger auf das Set und schlägt die Ausrüstung kurz und klein. Der Film ist damit Geschichte.

Die Rebellengruppe ist für den Autodiebstahl von der Polizei festgenommen worden. Eine Beamtin setzt Jeff von dem Vorfall in Kenntnis, weil Pierce ihn als offiziellen Notfallkontakt angegeben hat. Erst will Jeff seinen Kollegen zur Strafe im Gefängnis schmoren lassen, doch dann übermannt ihn doch sein Mitleid. Er sorgt für die Entlassung von Pierce und bringt ihn nach Hause. Zuvor veranlasst er jedoch noch, dass auch Britta als Notfallkontakt für Pierce registriert und von der Polizeibeamtin regelmäßig mit spätnächtlichen Anrufen geärgert wird.

Am nächsten Tag im Anthropologie-Kurs ist Shirley immer noch sauer auf Abed, obwohl er ihr für die Zerstörung seines Films aus tiefstem Herzen dankt. Dann betritt Professor Duncan das Klassenzimmer und spielt den Studenten im Auftrag von Abed einen neuen YouTub-Clip vor. Überrascht stellt Shirley fest, dass es sich dabei um das von ihr gewünschte christliche Werbevideo handelt, welches Abed ohne ihr Wissen fertiggestellt hat. Die beiden fallen sich in die Arme und versöhnen sich wieder.

Willi S. - myFanbase


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