Bewertung

Review: #11.20 Hell Breaks Loose

Foto: Chicago Med - Copyright: 2025 Universal Television LLC. All Rights Reserved.
Chicago Med
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Es ist die vorletzte Episode von "Chicago Med", dann ist die elfte Staffel schon zu Ende. Ich muss schon jetzt sagen, dass sie einen ziemlich guten Lauf hatte, auch wenn man ja bekannterweise nicht den Tag vor dem Abend loben sollte. Dennoch hat man sich besonders bezüglich der Schwangerschaft von Hannah Asher an den berühmten roten Faden gehalten, der wohl auch das Staffelfinale bestimmen wird.

Ich muss zugeben, dass Hannahs Schwangerschaft meine liebste Handlung in dieser Staffel ist. Im Vorfeld und auch im ersten und zweiten Drittel gab es in den sozialen Medien immer wieder Mutmaßungen, ob Hannah ihr Kind überhaupt bekommen oder ob vorher noch etwas passieren wird. Diese Gedanken sind vollkommen verständlich, immerhin sind wir bei OneChicago, einem Serienuniversum, bei dem Beziehungen und Schwangerschaften oder Adoptionen eigentlich zum Scheitern verdammt sind. Aus diesem Grund hatte ich über diese Staffel auch immer wieder verschiedene, traurige Theorien, von denen aber anscheinend und zum Glück keine eintreffen wird. Wie gesagt, noch sollte man den Tag ja nicht vor dem Abend loben, aber für mich wurden allen grausamen Möglichkeiten, dass die Schwangerschaft keinen guten Ausgang nehmen könnte, der Wind aus den Segeln genommen, auch wenn es einen ziemlichen Seegang dabei gegeben hat. Immerhin hatte Hannah in einigen Episoden Patientenfälle, die sich mit ihrer privaten Situation mehr als einmal gedeckt haben. Dazu gehörte eben nicht nur die Schwangerschaft selbst, sondern auch Hannahs Liebesleben. Ich muss sagen, dass ich mich zwar freuen würde, wenn Hannah und Dean Archer als Paar zusammenkommen würden. Mir würde aber auch ausreichend, wenn sie 'nur' als Eltern, aber beste Freunde funktionieren würden. Dafür habe ich allerdings eine totale Abneigung gegen Hannah und Mitch Ripley als Paar. Bereits in der letzten Staffel hatte ich angemerkt, dass ich Mitch als toxisch empfinde und von dieser Behauptung rücke ich auch nicht ab. Deshalb war ich ziemlich froh, dass Hannah und Mitch nicht allzu viel miteinander zu tun hatten und es hoffentlich auch so bleibt. Ich bin zwar der Ansicht, dass Mitch aufgrund von Robert 'Sully' Sullivans Tod so aus der Bahn geworfen worden ist und er sich mittlerweile wieder gefangen hat. Dennoch bräuchte ich keine Wiederholung der beiden. Außerdem hat man in letzter Zeit vermehrt darauf hin gearbeitet, Hannah plausibel zu machen, dass Dean ziemlich romantische Gefühle für sie hat. Erstmals hatten wir da Doris, die ja im Team Dasher spielt. Dann war da Hannahs Vater, wobei ich mir bei ihm alles andere als sicher bin, ob er begeistert von der Paarung wäre. Ihm ist es aber nicht entgangen, dass Dean verknallt in seine Tochter ist. Dass Dean Gefühle für Hannah hat, ist auch Jennifer Kingston nicht entgangen. Bei ihr habe ich mich ohnehin in der letzten Zeit gefragt, wieso die Autoren dafür gesorgt haben, dass Dean mit ihr zusammenkommt. Anfangs hat es mir gefallen, da man die Anziehungskraft zwischen den beiden wunderbar aufgebaut hat. Aber kaum, dass man Hannah mehr einbezogen hat, konnte ich mir denken, dass Deans Beziehung zu Jennifer ohnehin nicht mehr halten wird. Ich finde es auch ehrlich gesagt nicht allzu tragisch. Schlimm finde ich allerdings, dass sich "Chicago Med" mal wieder still und leise einem Nebencharakter entledigt hat. Dabei wäre es mal schön gewesen, wenn man das Gespräch zwischen den beiden miterlebt hätte. Stattdessen erwähnt er das alles in einem Nebensatz. Amüsant ist allerdings, dass auch Sean Archer seinen Vater durchschaut und es bei diesem sogar Wirkung gezeigt hat, eigentlich seine Gefühle nicht mehr verleugnen zu können.

Die Frage ist jetzt eigentlich nur noch, wann der Zeitpunkt sein wird, und Dean offen und ehrlich zu seinen Gefühlen gegenüber Hannah sein wird. Der erste Versuch war eher zwischen Tür und Angel, was aber angesichts ihrer bisherigen Beziehung auch gepasst hätte, wenn auch etwas peinlich, auch wenn Vera Lovell ohnehin schon dahinter gekommen sein dürfte, welches Szenario sich zwischen Dean und Hannah am Fahrstuhl abgespielt hat. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es kurz nach der Geburt zu einem gegenseitigen Liebesgeständnis kommen wird. Alleine durch die Emotionen, die dadurch verstärkt werden, als auch einem gut ausgegangenen Lockdowns. Allerdings steht das alles für mich nicht mal allzu sehr im Fokus, könnte ich mir doch vorstellen, dass man eine Liebeserklärung noch bis zur nächsten Staffel hinauszögern wird. Gespannt bin ich daher viel mehr auf die Geburt oder sollte ich besser sagen Geburten? Immerhin haben nicht nur bei Hannah die Wehen eingesetzt, sondern auch bei ihrer Patientin Olivia Price, die Zwillinge von unterschiedlichen Vätern bekommt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man bei diesen Geburten kleine, aber witzige Akzente setzen wird, da Jacob Meade vollkommen überfordert wirkte.

Aber auch wenn es witzige Momente im Staffelfinale geben sollte, so bleibt noch immer genug Drama übrig, um die Spannung zu halten. Immerhin ist ein Mörder aus dem Gefängnis flüchtig, oder noch im Krankenhaus, was ich mir durchaus auch und eher vorstellen könnte. Denn auch wenn man ihn bisher nicht gefunden hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass er in der kommenden Episode keine entscheidende Rolle spielen wird. Ich gehe aber davon aus, dass dieser Lockdown und mögliche Geiselnahme noch mehr Verletzte oder gar Todesopfer haben wird. Für mich stellt sich die Frage, um wen es sich dabei handeln könnte und ich ging von Caitlin Lenox aus. Vielleicht ging ich deshalb von ihr aus, weil man in dieser Staffel ganz andere Facetten von ihr gesehen hat und sie fast furchtlos erschien. Zum anderen ging ich von ihr aus, da Darstellerin Sarah Ramos ihr erstes Kind erwartet und eine schwerere Verletzung mit Reha eine längere Auszeit ermöglicht, allerdings ist sie eigentlich mit Mitch geschützt. Da gibt es auch Interessantes zu vermelden: Caitlin ist in ihn verliebt! Ich hatte zwar schon vermutet, dass sie ihn mag, eben auch, weil sie Kip Lenox davon erzählt hat. Aber verliebt? Das kam doch sehr überraschend und ich bin gespannt, was er darauf erwidern wird. Immerhin steht ja noch der letzte Abend zwischen ihnen und der hat auch noch Klärungsbedarf. Durch ihr Geständnis wurde für mich aber auch deutlich, wie lange Caitlin es sich verboten hat, so etwas wie Liebe zu empfinden. Deshalb ist es schon jetzt spannend, wie man mit ihr verfahren wird. Es könnte ja auch sein, dass sie erst einmal von Sharon Goodwin suspendiert wird. Ganz unschuldig ist Caitlin an der aktuellen Situation nämlich nicht. Sie war es immerhin, die bei ihrem Patienten nachgegeben hat, obwohl ihr Bauchgefühl etwas völlig anderes gesagt hat. Ich hoffe nur nicht, dass man ihre Krankheit und damit ihren emotionalen Zustand (aus)nutzen wird, um eine Suspendierung zu rechtfertigen. Ich glaube, das wäre nicht gerade förderlich und Caitlin könnte wieder dicht machen, dabei könnte man neue Facetten von ihr zeigen.

Vielleicht ist aber auch Theo Rabari unter den Opfern. Es wäre zumindest auch hier für die Serie ein Leichtes, sich von ihm zu verabschieden. Sollte es so kommen, fände ich es nicht so schlimm. Das soll nicht heißen, dass ich ihn unbedingt loswerden möchte. Ganz im Gegenteil. Es wäre toll, würde er noch bleiben, gerade durch die Tatsache, dass es sicherlich mal etwas anderes wäre, einen Arzt zu haben, der ein Soziopath ist. Aber gerade durch diese Enthüllung, wäre es für mich denkbar, dass Theo sich letztlich opfern würde. Zwar würde das vermutlich Daniel Charles in ein (weiteres) tiefes Loch reißen, dennoch würde man sicherlich auch bei ihm dadurch noch weitere Facetten kennenlernen, bei denen dann aber bitte die Umsetzung besser ist, und nicht wie bei seinem kürzlichen Schlaganfall.

Randnotizen

  • Mal sehen, ob John Frost noch etwas bei seinem Patienten Maxwell erreichen wird.
  • Ob Mitchs Patient überleben wird? Ich hoffe es irgendwie.
  • Die Autoren haben mich erhört und uns ein Update zu Natalie Manning und Will Halstead gegeben. Glückwunsch an die beiden!
  • Ich habe ja mal wieder Sharon gefeiert! Ihre Ansage an den Gefangenen hat mich doch sehr an ihren Gefängnisbesuch bei Cassidy aus der letzten Staffel erinnert.
  • Ich finde immer mehr Gefallen an Vera. Mir hat sehr gut gefallen, welchen Rat sie Hannah gegeben hat und ich hoffe, sie wird uns in der nächsten Staffel noch erhalten bleiben. Ich würde nämlich eine weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden sehen.

Fazit

"Chicago Med" hat gute Vorarbeit für das bevorstehende Staffelfinale geleistet. Es ist definitiv ein paar Staffeln her, seit ich mich so auf ein Finale gefreut habe. Ich hoffe nur, ich werde dabei nicht enttäuscht. Vielmehr erhoffe ich mir, dass meine Erwartungen übertroffen werden.

Daniela S. - myFanbase

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