Joaquin Phoenix

Der gebürtige Joaquin Rafael Phoenix ist der mittlere Sohn von den "Children of God" Missionaren John Bottom Amram und Arlyn Dunitz Jochebed, die insgesamt fünf Kinder haben. Sein "Markenzeichen": die Narbe an seiner Lippe, die - entgegen den vielen Behauptungen, dass eine missglückte OP Schuld daran sein soll - ganz einfach schon seit seiner Geburt da ist.

Als Jugendlicher eiferte er seinen beiden älteren Geschwistern River Phoenix und Rain Phoenix nach, indem er seinen Namen in Leaf änderte und auch eine Karriere als Schauspieler anstrebte. Und auch seine beiden jüngeren Schwestern Liberty Phoenix und Summer Phoenix machten es ihren älteren Brüdern nach und versuchten ins Filmgeschäft einzusteigen.

Als Joaquin noch klein war, reiste die Familie viel durch Zentral- und Südafrika, wo sie ihren Nachnamen auch in "Phoenix" änderten, um den Neubeginn, den sie anstrebten gebührend zu feiern. Doch als Joaquin etwa sechs Jahre alt war, ließ sich seine Familie in der Nähe von Los Angeles nieder, wo seine Mutter (die ihren Namen in Heart geändert hatte) einen Job als Sekretärin bei NBC annahm und sein Vater John einen Job als Landkartenvermesser antrat. Zu dieser Zeit fand die Familie auch einen Agenten, der gleich alle füfn Kinder unter Vertrag nahm.

Joaquins erster richtiger TV Auftritt (neben der ganzen Werbung, die er gemacht hatte) war in der Sitcom "Seven Brides for Seven Brothers" in der sein Bruder River mitspielte. Sein erster Kinoauftritt war dann 1986 in dem Film "SpaceCamp" und seine erste Hauptrolle hatte er ein Jahr später in "Russkies".

In den späten 80ern zog die Familie dann nach Florida, da Rivers Karriere schon sehr fortgeschritten war und sie sich diesen Umzug leisten konnten, obwohl Joaquin nicht wirklich umziehen wollte und nicht sicher war, ob er seine Karriere dort weiter verfolgen konnte.

Doch diese Befürchtung war völlig unbegründet, da Universal Pictures zu dieser Zeit gerade ein Studio in Florida eröffnet hatte und Joaquin dort schnell Anschluss fand und neue Rollen ergattern konnte. Doch dann beschloss er der Schauspielerei den Rücken zu kehren, da er keine interessante Rollen mehr für sich sah und lieber durch die Welt reisen wollte. Da seine Eltern gerade im Scheidungsprozess waren, beschloss er vorerst mit seinem Vater nach Mexiko zu gehen.

Drei Jahre später allerdings rückte er unter sehr tragischen Umständen ins Licht der Öffentlichkeit, denn am 31. Oktober 1993 starb sein Bruder River vor dem "Viper Room" (ein Club in L.A. der Johnny Depp gehörte) an einer Überdosis. Joaquin war derjenige, der damals den Krankenwagen gerufen hatte und dieser Anruf wurde in den Folgemonaten immer wieder im Radio und im Fernsehn gesendet.

Nach dem Tod seines Bruders zog Joaquin sich zurück und verschwand fast vollkommen aus der Öffentlichkeit. Lediglich seine engsten Freunde hatten noch Kontakt zu ihm und konnten ihn nach Monaten davon überzeugen, sich wieder einige Skripts durchzulesen und seine Schauspielkarriere anzukurbeln.

Er bekam 1995 eine Rolle neben Nicole Kidman in "To Die for" und katapultierte sich damit wieder zurück ins Geschäft. Ausserdem wechselte er seinen Namen wieder von Leaf in Joaquin und bekam immer bessere Kritiken.

Kurze Zeit später lernte er dann Liv Tyler kennen, mit der er mehr als drei Jahre lang zusammen war. Im Jahre 2000 schaffte er dann seinen entgültigen Sprung in die Liga der erstklassigen Schauspieler mit dem Film "Gladiator" und wurde 2006 sogar für einen Oscar als Bester Hauptdarsteller für "Walk the Line" nominiert.

2005 ließ Joaquin sich selbst in eine Entzugsklinik einweisen, um sein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen. Daraufhin erklärte er, sich vom Schauspielleben zurückzuziehen und begann, sich als Hip-Hop-Künstler zu inszenieren, was viele überraschte und Phoenix zunächst scheinbar diskreditierte. Es stellte sich aber heraus, dass Phoenix mit Casey Affleck eine Mockumentary drehte, die dann 2009 unter "I'm Still Here" veröffentlicht wurde. 2012 vollführte Phoenix dann ein beeindruckendes Comeback, als er in Paul Thomas Andersons "The Master" die Hauptrolle übernahm und prompt für einen Golden Globe und einen Oscar nominiert wurde.

Annika Leichner - myFanbase

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Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)

2012The Master als Freddie Quell
Originaltitel: The Master
2008Two Lovers als Leonard Kraditor
Originaltitel: Two Lovers
2007Helden der Nacht als Bobby Green
Originaltitel: We Own the Night
2007Reservation Road als Ethan Learner
Originaltitel: Reservation Road
2005Walk the Line als John R. Cash
Originaltitel: Walk The Line
2004Im Feuer als Jack Morrison
Originaltitel: Ladder 49
2004Hotel Ruanda als Jack Daglish
Originaltitel: Hotel Rwanda
2004The Village - Das Dorf als Lucius Hunt
Originaltitel: The Village
2003Bärenbrüder als Stimme: Kenai
Originaltitel: Brother Bear
2003It's all about love als John
Originaltitel: It's all about love
2002Signs - Zeichen als Merrill Hess
Originaltitel: Signs
2001Army go home als Ray Elwood
Originaltitel: Buffalo Soldiers
2000Quills - Macht der Besessenheit als The Abbe du Coulmier
Originaltitel: Quills
2000Gladiator als Commodus
Originaltitel: Gladiator
2000The Yards - Im Hinterhof der Macht als Willie Gutierrez
Originaltitel: The Yards
19998mm - Acht Millimeter als Max California
Originaltitel: 8MM
1998Lebende Ziele als Clay Bidwell
Originaltitel: Clay Pigeons
1998Für das Leben eines Freundes als Lewis McBride
Originaltitel: Return to Paradise
1997U-Turn - Kein Weg zurück als Tobey N. Tucker
Originaltitel: U Turn
1997Die Abbotts - Wenn Hass die Liebe tötet als Doug Holt
Originaltitel: Inventing the Abbotts
1995To die for als Jimmy Emmett
Originaltitel: To die for
1991Walking the dog
Originaltitel: Walking the dog
1989Eine Wahnsinnsfamilie als Garry Buckman-Lampkin (als Lea
Originaltitel: Parenthood