Bewertung: 8
Robert Rodriguez

Irgendwann in Mexico

Irgendwann in Mexico. Irgendwo in Mexico. Revolution. Gier. Rache.

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Inhalt

Der berühmtberüchtigte El Mariachi (Antonio Banderas) möchte sich endlich zur Ruhe setzen und von Staatskorruptionen nichts mehr wissen. Doch dann wird er vom CIA-Agent Sands (Johnny Depp) für seinen tollkühnen Mordplan angeworben. Sands möchte mit Mariachis Hilfe den Präsidenten von Mexico (Pedro Armendáriz Jr.), den brutalen General Marquez (Gerardo Vigil) und den Drogenbaron Barillo (Willem Dafoe) zur Strecke bringen, um angeblich den Frieden wiederherzustellen. Da Marquez für den Tod seiner Frau Carolina (Salma Hayek) verantwortlich war, ist der Rachedurst in El Mariachi geweckt und er stimmt ein. Marquez arbeitet währenddessen darauf hin, den Präsidenten zu stürzen und plant mit Barillo einen grausamen Putsch. Die Schlacht inmitten der Straßen von Mexico beginnt.

Kritik

Robert Rodriguez ist und bleibt ein Ausnahmeregisseur. Er bevorzugt seine eigene Digicam, hat in seinem Keller ein ganzes Filmstudio aufgebaut und kann bei einem Film den Schnitt, die Regie, das Drehbuch, die Filmmusik und was noch alles dazugehört übernehmen. Filme wie "Machete" und "Sin City" beweisen dieses Talent. Nach "El Mariachi" (1992) und dem Nachfolger "Desperado" (1995) folgte 2003 mit "Irgendwann in Mexico" der krönende Abschluss von Rodriguez' El-Mariachi-Trilogie.

Und dieser hat es wirklich in sich, angefangen beim genialen Cast. Es scheint, als hätte sich Rodriguez von Film zu Film gesteigert. Während der erste Teil "El Mariachi" noch teilweise unbekannte Darsteller enthielt und im zweiten Teil Namen wie Antonio Banderas und Salma Hayek lockten, trumpft der Ausnahmeregisseur jetzt mit einem Supercast auf, in dem jeder Einzelne eine grandiose One-Man-Show abliefern kann. Die Hauptrollen haben Banderas, Depp und Hayek, letztere agiert aber leider nur in Rückblenden. Sie überzeugen ausnahmslos und liefern beste Performances ab. Die "Nebencharaktere" sind ebenfalls eine Handvoll Stars, wobei vor allem Mickey Rourke als fantastischer Bösewicht glänzen kann. Sogar Schmusesänger Enrique Iglesias hat eine kleinere Rolle ergattert und spielt überzeugend, obwohl ein kleines Liedchen sich nicht vermeiden lässt. Schon allein die Schauspieler sind jedenfalls ein Grund, sich diesen Film anzuschauen.

Trotzdem vergisst Robert Rodriguez die Handlung nicht und lässt schon die Anfangsszenen mit viel Krach und Action beginnen, damit der Zuschauer weiß, was ihn die nächsten 102 Minuten erwartet. Es scheint, als würde sich der Regisseur auch hier steigern wollen. Es wird zunehmend gefährlicher, actionreicher und nicht einmal die Kirche bleibt von Angriffen verschont. Die Stunts sind erste Klasse, von den Actionszenen ganz zu schweigen. Die Story wird vorangebracht und die fantastischen Schauspieler hauchen ihren Charakteren den nötigen Witz und Sympathie ein. Mit der Action kommt die Brutalität nicht zu kurz. Viele blutrünstige Szenen sind nur ein Resultat aus CIA-Intrigen und Racheakten.

Trotzdem gelingt es, auch Komik miteinzubringen, um den Film noch unterhaltsamer zu gestalten. Zugegeben, mit machen Witzen bewegt sich Rodriguez an der Grenze und vor allem sein schwarzer Humor ist bekannt für ihn, sodass vielleicht nicht jeder darüber lachen kann. Auch sind einige Längen und Verwirrungen nicht vermeidbar, aber dafür hat Rodriguez mit seinen Schauspielern schon vorgesorgt, welche die meisten Fehler vergessen machen.

Fazit

"Irgendwann in Mexico" ist sicherlich nicht Jedermanns Geschmack, unter anderem wegen dem schwarzen und manchmal etwas matten Humor. Andererseits sprechen Regisseur Robert Rodriguez, der Besetzungsstab und die geballte Ladung Action für sich und garantieren ein kurzweiliges und unterhaltsames Filmerlebnis.

Tanya Sarikaya - myFanbase
03.01.2011

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