Bewertung: 7

Review: #1.18 A Mother, a Child, and a Blue Man's Backside

Foto: Raegan Revord, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Raegan Revord, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit Episode #1.18 A Mother, a Child and a Blue Man's Backside bewegt sich "Young Sheldon" immer mehr Richtung Staffelfinale und zeigt erneut eine Seite von Mary, die mir etwas bitter aufstößt, die aber auch eine andere Seite von Sheldon zeigt.

Sheldon und das Erwachsensein

Mit Verlauf dieser ersten Staffel haben wir immer wieder miterlebt, wie sehr Mary nach ihrem Glauben zu Gott handelt. Leider muss ich sagen, dass mich dieser spezielle Charakterzug langsam anfängt zu stören. Ich finde es nicht mal störend, dass sie daran glaubt, das steht ja jedem frei. Doch mich stört etwas, dass sie zeitweise doch so engstirnig handelt... wie in dieser Episode.

Sicher sind Missy und Sheldon erst neun Jahre alt und damit nicht mal in der Pubertät. Es ist auch vollkommen in Ordnung, dass sie ihrem Sohn den Comic für Erwachsene entwendet hat. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, warum sie ihm gleich alle Comics weggenommen hat. Denn auch wenn Sheldon noch jung ist, so hat er meiner Meinung nach ein Recht auf Privatsphäre und Mary hätte zumindest mit ihm gemeinsam die Comics durchgehen können. Das hätte ich besser gefunden, doch stattdessen hat sie ihn auch noch im Comicbuchladen bloßgestellt. Es wunderte mich kein bisschen, dass Sheldon dies nicht gefallen hat.

Immerhin war es bisher immer Mary, die ihn vor den anderen verteidigt hat und nun hat sie ihn selbst bloßgestellt. Ich muss allerdings sagen, dass ich nie damit gerechnet habe, dass es zu einem vorübergehenden Bruch zwischen den beiden kommen wird und Sheldon für sich selbst sorgen muss. Für mich hat das sehr gut funktioniert und mit den ganzen Szenen, die uns geboten worden sind, konnte man erkennen, dass sich manche Dinge beim älteren Sheldon auch nicht verändert haben.

Sehr gut hat mir auch in diesem Zusammenhang gefallen, dass auch nochmals die ganz besondere Beziehung zwischen Sheldon und Connie unterstrichen worden ist. Sie war die einzige, die ihrem Enkel zur Seite stand und die ihn trotz allem noch immer als das ansah, was er letztlich ist: Ein Kind. Daran merkt man immer wieder, dass Connie eben doch nicht so selbstsüchtig ist, wie sie dann und wann mal dargestellt wird.

Dass das Eheleben von George und Mary in dieser Episode auch nochmals thematisiert wird, war nach der Anspielung von Missy klar. Überhaupt war es erneut sie, die mit ihren Sprüchen und Kommentaren sehr gut unterhalten hat. Ich finde, man merkt durchaus, dass George ab und zu von dem Verhalten seiner Frau genervt ist. Umso interessanter und auch amüsanter fand ich, wie begeistert und angetan von seiner 'neuen' Frau gewesen ist. Das zeigt auch, dass er auch noch nach so vielen Jahren neue Seiten an ihr entdecken kann.

Der Tornado

Es war aber auch klar, dass der Bruch zwischen Mary und Sheldon nicht allzu lange andauern wird und dass irgendwann wieder die Muttergefühle stärker hervorkommen. Ganz besonders ist dies der Fall, wenn dem eigenem Kind Gefahr droht. Dann wird der Beschützerinstinkt der Eltern und ganz besonders der Mutter noch aktiver sein. Bei Mary ist das nicht anders, als sie vom aufkommenden Tornado erfährt.

Doch auch hier musste ein kleiner Streit her, den ich aber recht passend für die Charaktere fand. Sheldon, der unbedingt beweisen will, dass er deutlich mehr drauf hat, als andere in seinem Alter und dadurch sturer ist. Und Mary, die durch und durch Mutter ist und ihre Kinder immer beschützen möchte, die aber ebenfalls stur ist. Mir gefiel es dennoch, dass die zwei sich dann doch noch 'einigen' konnten.

Die Szene im Bad fand ich aus dem Grund schön gemacht, weil es den Familienzusammenhalt der Coopers unterstrichen hat. Eine ähnliche Szene gab es damals auch bei "Roseanne". In einer der Episoden der ersten Staffel gab es auch einen Tornado und auch die Connors haben als Familie zusammengehalten.

Bei dieser Szene hat mich auch nicht gestört, dass Mary wieder zu Gott gebetet hat. Auf der einen Seite hat es nämlich etwas von der Dramatik genommen und hat Mutter und Sohn wieder versöhnlich gemacht, das zeigte sich auch in der Szene, in der sich Sheldon fest an Mary drückte.

Fazit

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob diese Episode nicht doch eine eher schwächere dieser Staffel ist. Doch die Autoren haben hier zwar Elemente genutzt, die typisch für dieses Genre sind, aber durch die Charaktere und Dialoge, fand ich vieles in sich stimmig.

Daniela S. - myFanbase


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