Clarke und Lexa

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Clarke und Lexa - von amerikanischen Fans "Clexa" getauft - hatten es nie wirklich leicht. Diese beiden starken Frauen nehmen gleichermaßen wichtige Positionen bei ihren Leuten ein. Dabei finden sie sich nicht selten auf unterschiedlichen Seiten wieder. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es ihnen schließlich doch, ein besonderes Vertrauensverhältnis aufzubauen, welches allerdings mehr als einmal auf die Probe gestellt wird.

"You're the one who burned 300 of my warriors alive."

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Eliza Taylor, The 100
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Bereits die erste Begegnung der beiden Frauen findet unter eher ungünstigen Umständen statt. Nach Finns Massaker in einem nahegelegenen Camp der Grounder sind die 12 Clans unter Lexas Kommando ausgerückt und belagern Camp Jaha. Um einen Krieg zu vermeiden, sucht Clarke schließlich Lexa auf und bietet ihr ihre Hilfe im Kampf gegen die Mountain Men an. Als Beweis für ihre gemeinsame Flucht mit Anya steckt sie die Hand in die Jackentasche, um Anyas Zopf herauszuholen, den diese Clarke gegeben hat, bevor sie starb. Während die Wachen bereits zu den Waffen greifen, blickt Lexa Clarke unverwandt an, wobei sich in ihren Augen eine Mischung aus neugieriger Erwartung und Respekt angesichts von Clarkes Wagemut spiegelt. Clarke schlägt Lexa schließlich eine Allianz zwischen den 12 Clans und den Sky People vor und bietet ihr zu diesem Zweck an, die Reaper, die früher zu den Groundern gehörten, zu heilen. Um Lexa davon zu überzeugen, dass sie zu dieser Tat fähig ist, führt Clarke sie zu Lincoln, welchen Abby gerade noch rechtzeitig wiederbeleben kann. Später gibt Lexa zu, dass sie von der Rettung Lincolns beeindruckt war. Clarkes Zuversicht, weitere Reaper heilen zu können, beobachtet sie jedoch weiterhin mit vorsichtigem Interesse. Als Lexa Clarke schließlich den Waffenstillstand zusagt, reagiert diese erleichtert, doch dieses Gefühl hält nur einige Sekunden vor, denn Lexa stellt noch eine Bedingung an die Abmachung: Sie verlangt die Auslieferung von Finn, dessen Tod den Beginn des Waffenstillstands markieren soll.

"You cannot stop this."

Clarke kann nicht verhindern, dass Finn sich selbst ausliefert, doch bevor es zur Hinrichtung kommt, versucht sie an Lexa zu appellieren. Diese bleibt jedoch hart, obwohl Clarke beteuert, Finn hätte all das nur für sie getan. Es scheint, als würde Clarke daraufhin überlegen, ob sie einen Mordversuch an Lexa wagen sollte, denn Raven hatte ihr zuvor für diesen Fall ein Messer zugesteckt. Lexa bemerkt ihr Zögern und beobachtet sie misstrauisch, doch Clarke bittet sie lediglich sich von Finn verabschieden zu dürfen. Lexa erteilt ihr mit einem Nicken die Erlaubnis und für einen Moment scheint es, als empfände sie Mitleid mit Clarke. Als Lexa bemerkt, dass Clarke Finn umgebracht hat, ist sie für einen Augenblick fassungslos, reagiert dann jedoch schnell und hält ihre Wachen davon ab, Clarke etwas anzutun. Später empfängt Lexa eine aufgelöste Clarke in ihrem Zelt und erklärt, dass einige Mitglieder der 12 Clans zwar nicht mit der Art zufrieden sind, auf die Finn gestorben ist, sie allerdings nicht wüssten, dass Clarkes Leid sehr viel schlimmer sein werde. Clarke stimmt resigniert zu, Finns Leichnam gemeinsam mit den Opfern des Massakers in TonDC zu verbrennen, verlangt daraufhin aber anschließend sofort mit den Planungen zur Rettung der Gefangenen in Mount Weather zu beginnen. Dabei ist von Clarkes anfänglicher Ehrfurcht gegenüber Lexa nur noch wenig zu erkennen; stattdessen klingt sie ungeduldig und bitter, musste sie doch – teils wegen Lexa – vor wenigen Minuten ihren eigenen Freund umbringen.

"The sky people march with us now."

Lexa steht zu ihrem Wort und kündigt bei ihrer Ankunft in TonDC an, dass jeder Grounder, der die Allianz zu sabotieren versucht, dafür mit dem Leben bezahlen wird. Als die Bestattung beginnen soll, erweist Lexa Clarke eine große Ehre, indem sie ihr die Fackel übergibt, damit sie die Leichname in Brand setzt. Auch Clarke bringt ihren Respekt zum Ausdruck, indem sie die traditionellen Abschiedsworte der Grounder ausspricht. Das Feuer ist fast gänzlich heruntergebrannt, als Lexa Clarke anvertraut, dass auch sie Jemanden verloren hat. Sie erzählt Clarke von Costia, welche von der Ice Nation gefangen genommen, gefoltert und schließlich umgebracht wurde. Clarke spricht Lexa ihr Beileid aus und Lexa erklärt, dass sie den Schmerz nur ertragen konnte, indem sie akzeptierte, dass Liebe Schwäche bedeutet und fortan aufgehört hat, etwas für andere zu empfinden. Für Clarke ist das unvorstellbar, doch Lexa warnt sie, dass sie ihre Mitmenschen dadurch in Gefahr bringt und der Schmerz so nie ein Ende haben wird.

Am selben Abend gibt es ein Festmahl zu Ehren der Allianz und Lexa möchte gemeinsam mit Clarke darauf anstoßen. Als der von den Sky People mitgebrachte Alkohol jedoch vergiftet zu sein scheint, bricht ein Tumult aus. Clarke beteuert ihre Unschuld, doch Lexa wirft ihr zornig vor, dass sie sich bereits als sie Finn umgebracht hat, gewünscht habe, es wäre Lexa, in welche sie ihr Messer rammt. Als Raven des Mordversuchs bezichtigt wird, verlangt Lexa deren Hinrichtung und das damit einhergehende Ende der Allianz. Es gelingt Clarke jedoch gerade noch rechtzeitig, den wahren Tathergang aufzudecken, sodass Lexa schließlich ihren eigenen Gefolgsmann Gustus hinrichten muss, was ihr sichtlich schwer fällt. Clarke beobachtet mitfühlend, wie Lexa um Fassung ringt, nachdem sie Gustus schließlich die fatale Wunde zugefügt hat.

"Your heart shows no sign of weakness."

Allmählich entsteht zwischen den beiden Frauen ein Verhältnis gegenseitigen Respekts, doch während der Planungen zur Rettung der Menschen in Mount Weather zeigt sich, dass Clarke weiterhin auf den Widerwillen einiger Grounder stößt. Der besonders feindselige Quint greift sie schließlich an, als sie sich allein im Wald befindet, doch bevor er ihr ernsthaft schaden kann, wird er von Lexa gestoppt. Sie verlangt von Clarke, dass diese Quint für den Mordversuch umbringt, doch sie zögert und hat schließlich keine Gelegenheit mehr dafür, weil sie in diesem Moment von einem wilden Tier angegriffen werden. Es gelingt Lexa und Clarke sich vor dem Tier – einem wilden Gorilla – zu verstecken, doch Lexa hat sich bei dem Fluchtversuch verletzt. Als Clarke ihr hilft, rügt Lexa sie dafür, dass sie sie nicht zurückgelassen hat. Sie erklärt, dass gute Anführer harte Entscheidungen treffen müssen, Clarke jedoch Schwäche gezeigt hat, da sie Quint nicht getötet hat und Lexa nicht zurücklassen konnte. Daraufhin teilt Clarke Lexa mit, dass sie sie lediglich gerettet hat, um zu vermeiden, dass einer ihrer Generäle an die Macht kommt, denn Lexa ist zwar herzlos, aber wenigstens klug. Das Gespräch wird unterbrochen, als der Gorilla sich ihrem Versteck nähert. Es gelingt Clarke schließlich durch eine List das Tier einzusperren. Die beiden Frauen verbringen die Nacht daraufhin im Wald und Lexa beobachtet die schlafende Clarke am nächsten Morgen, als das Brüllen des Gorillas sie abermals aufschrecken lässt. Lexa versucht Clarke zu beruhigen, doch diese möchte trotzdem lieber aufbrechen, um kein Risiko einzugehen. Bevor sie sich auf den Weg machen, entschuldigt sich Lexa jedoch noch bei Clarke, indem sie zugibt, dass Clarke nicht schwach ist, wie sie zuvor fälschlicherweise angenommen hatte.

"Victory stands on the back of sacrifice."

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Als Clarke Lexa von dem bevorstehenden Raketenangriff auf TonDC berichtet, geraten die beiden in einen Streit darüber, was in Anbetracht der Bedrohung zu tun ist. Clarke möchte das Dorf evakuieren, doch Lexa stellt sich dagegen, denn so wüssten die Mountain Men, dass sie ausspioniert werden. Stattdessen möchte sie gemeinsam mit Clarke fliehen und die übrigen Menschen in TonDC sich selbst überlassen. Lexa kann Clarke schließlich überreden, das Dorf zu verlassen, doch sie kommen nicht weit, bevor Clarke Abby im Dorf entdeckt und zu ihr läuft, um sie zu warnen. Kurz danach erreicht die Rakete ihr Ziel und das Dorf liegt in Schutt und Asche. Clarke hört, wie ein Scharfschütze der Mountain Men Schüsse auf die Überlebenden abgibt und zieht los, um ihn zu erledigen. Während Clarke und Lexa auf der Suche nach dem Scharfschützen durch den Wald laufen, redet letztere eindringlich auf Clarke ein, doch diese hat genug von den Lektionen. Bevor das Gespräch erneut in einen Streit ausarten kann, entdecken die beiden Frauen Lincoln im Gebüsch. Mit vereinten Kräften gelingt es den dreien schließlich, den Scharfschützen außer Gefecht zu setzen und kurze Zeit später stehen Lexa und Clarke Seite an Seite, als Lexa das Wort an die Überlebenden richtet.

"You can't just kill everyone you don't trust."

Die Armee marschiert Richtung Mount Weather und durch die Zusammenarbeit verbringen Lexa und Clarke viel Zeit miteinander. Immer öfter befindet sich Clarke bei Lexa in deren Zelt. Clarke überkommen schließlich Zweifel, ob ihr Plan gelingen wird, woraufhin Lexa sie zu beruhigen versucht. Doch Clarke berichtet ihr von ihrer Sorge um Bellamy, was Lexa scheinbar eifersüchtig zur Kenntnis nimmt. Sie versucht Clarke klar zu machen, dass so etwas dazugehört, wenn man ein Volk anführt, doch diese kann sich damit nicht zufrieden geben.

Nachdem Lexa hinter Clarkes Rücken den Mord an Octavia angeordnet hat und Clarke diese gerade so davor bewahren konnte, geraten die beiden Anführerinnen in eine hitzige Auseinandersetzung. Clarke wirft Lexa vor, eine Lügnerin zu sein, die zu schwach ist, sich ihren Gefühlen zu stellen. Sie konfrontiert Lexa mit Gustus, Costia und zuletzt den verstorbenen Bewohnern TonDCs, die sie hat sterben lassen, obwohl sie ihr wichtig waren. Lexa erinnert Clarke daran, dass sie nicht jeden in TonDC dem Tod überlassen hat; nicht Clarke. Diese erwidert daraufhin, dass Lexa ihr vertrauen soll, wenn sie ihr wirklich etwas bedeutet, doch Lexa sieht sich dazu nicht im Stande. Nachdem Clarke daraufhin wütend das Zelt verlassen hat, atmet Lexa erst einmal tief durch und auch Clarke versucht sich draußen zu sammeln.

"Maybe life is about more than just surviving."

Doch der Ärger währt nicht lange, denn kurze Zeit später ruft Lexa Clarke zu sich, um ihr mitzuteilen, dass Octavia nichts mehr von ihr zu befürchten hat und dass sie Clarke in der Tat vertraut. Daraufhin gibt sich Clarke versöhnlich, denn sie weiß, wie schwer es Lexa fällt, anderen zu vertrauen. Clarke macht deutlich, dass sie mehr verdienen, als bloßes Überleben. Lexa nimmt sich diese Aussage zu Herzen und küsst Clarke kurz darauf. Diese erwidert die zärtliche Geste zwar zunächst, weicht dann jedoch zurück um Lexa zu erklären, dass sie nicht bereit ist, sich wieder auf jemanden einzulassen; zumindest noch nicht, wie sie betont. Trotzdem lächelt sie Lexa an. Bevor diese allerdings etwas sagen kann, werden die beiden nach draußen gerufen. Dort beobachten sie Seite an Seite die Leuchtrakete, die am Himmel zu sehen ist und ihnen signalisiert, dass der giftige Nebel deaktiviert wurde und sie daher mit dem Angriff auf Mount Weather beginnen können.

"Today is the day we get our people back."

Am Tag des Angriffs hält Lexa eine Rede vor den Feldkommandeuren und gibt das Wort schließlich an Clarke ab, welche betont, dass es sich um eine Rettungsmission handelt. Daraufhin geht sie den Plan ein letztes Mal Punkt für Punkt durch. Am Abend befinden sich Clarke und Lexa mit dem Großteil der Armee vor dem Haupteingang Mount Weathers und warten auf ihren Einsatz. Lexa fragt Clarke, was geschieht, wenn die Mission vorüber ist. Sie schlägt vor, dass Clarke sie in die Hauptstadt begleitet, da dies ihr Bild von den Groundern ändern würde. Clarke erwidert, dass Lexa dies bereits gelungen ist, woraufhin diese ihr ein zaghaftes Lächeln schenkt. Als es schließlich soweit ist, drücken Clarke und Lexa gemeinsam den Knopf, der die Bombe am Tor auslösen soll, es passiert jedoch nichts. Kurz darauf stehen sie unter Beschuss und Lexa zieht mit einigen ihrer Kämpfer los, um die Schützen auszuschalten.

"What did you do?"

Der Moment des Angriffs ist da, doch bevor es dazu kommen kann, taucht Lexa auf und befiehlt den Männern sich zurückzuhalten. Mit Emerson an der Seite kommt sie auf Clarke zu. Als diese realisiert, dass Lexa einen Deal mit den Mountain Men eingegangen ist, der allerdings nicht die Sky People beinhaltet, starrt Clarke sie fassungslos an. Lexa erklärt, dass Clarke dasselbe getan hätte und sie in dieser Entscheidung auf ihren Verstand gehört hat, statt auf ihr Herz. Sie entschuldigt sich bei Clarke, welche sie noch einmal darum bittet, sich umzuentscheiden, doch Lexa bleibt hart. Sie ordnet den Rückzug an und lässt eine verzweifelte Clarke allein vor dem Tor zurück.

Sina Behling - myFanbase