Bewertung: 6

Review: #3.05 Stärker als der Himmel

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Katherine McNamara & Dominic Sherwood, Shadowhunters
© Freeform/John Medland

Nachdem die dritte Staffel von "Shadowhunters" erfolgreich gestartet ist, schwächelt #3.05 Stärker als der Himmel ein bisschen. Die ein oder anderen Handlungsstränge wirken gewollt und absolut vorhersehbar, weswegen diese Episode bei mir nicht so gut punkten konnte.

Ein Teil von Clarys Seele

Spätestens nach der letzten Episode dürfte uns bewusst sein, dass Lilith gefährlich ist. Nicht nur, dass sie die Wiederauferstehung von Jonathan plant, sondern auch, dass sie Magnus in ihre Angelegenheiten mit einbeziehen möchte. Auch wussten wir, dass Lilith sehr mächtig ist. Aber gegen die starke Liebe zwischen Clary und Jace ist sie bislang machtlos gewesen, um diesen Bann zu brechen. Hier kommt Magnus ins Spiel, der ihr als mächtiger Hexenmeister helfen soll.

Ich fand es etwas seltsam, dass er ihr Auftauchen und ihre Bitte nicht mehr hinterfragt hat. Ich hätte es besser gefunden, wenn er noch mehr nachgebohrt und sich nicht mit der fast erstbesten Antwort zufriedengegeben hätte. Denn so hatte Lilith wirklich leichtes Spiel an das zu kommen, was sie haben wollte, so dass sie lediglich noch einen Teil von Clarys Seele braucht, damit der Trank wirksam ist. Aber an dieses Stück heranzukommen war ein Leichtes für sie.

Ich muss gestehen, dass mir Lilith tatsächlich ein bisschen Angst macht. Nicht nur ihr ganzes Auftreten, sondern auch, dass sie so wandlungsfähig ist und sich in einen fliegenden Dämon verwandeln kann, ist erschreckend, weil sie scheinbar damit so ziemlich jedem schaden kann, wenn sie es denn möchte. Dabei schreckt sie auch vor nichts zurück, um Jace als Eule in ihr Vorhaben miteinzubeziehen. Ich hätte allerdings nie damit gerechnet, auf welche Weise sie an Clarys Seelensplitter herankommt. Nie hätte ich Ihturiel mit Lilith in Verbindung gebracht. Klar, im Nachhinein, macht es durchaus Sinn, denn durch Ihturiels Erscheinung war Clary auf ihn fokussiert und nicht auf die Gefahr, die ihr drohte. Andererseits ist es aber ziemlich schockierend, dass sie scheinbar mühelos einen Engel töten kann.

Auch bei Jace hat Lilith leichtes Spiel. Es tut mir zwar sehr leid, dass er sich offenbar nun voll und ganz in den Fängen von Lilith befindet. Doch gerade, wenn man bedenkt, dass er bei Jordan sehr auf der Hut war, ist es erstaunlich bis merkwürdig, dass er dann in der Bar so unbedacht handelt. Gerade weil Lilith für ihn eine Fremde ist, wäre zu erwarten gesehen, dass er vorsichtiger und aufmerksamer agiert. So hatte sie es schon extrem leicht, Jace endgültig an sich zu binden, nachdem sie in der Bar aufgetaucht ist. Trotzdem, dass die ganze Handlung zu vorhersehbar war, bin ich gespannt, wie Lilith ihren Einfluss auf Jace nutzt.

Simons Mitbewohner

In meiner letzten Review hatte ich geschrieben, dass ich mich sehr über weitere Szenen zwischen Simon und Jordan freue. Schön, dass die Serienmacher ihr Zusammenwohnen direkt in dieser Episode wieder aufgegriffen haben. Nach den letzten Ereignissen rund um Simon hätte es mich sehr gewundert, wenn da nicht noch etwas nachgekommen wäre. Da die Aufregung um das Mal noch nicht abgeklungen ist, wurde Jordan sozusagen als Aufpasser von Simon eingestellt, damit er weder sich noch andere in Gefahr bringt.

Zugegeben war es nicht allzu nett, ihn so hinters Licht zu führen und ich konnte Simon durchaus verstehen, dass er deswegen erst einmal aufgebracht war. Immerhin hat er es derzeit wirklich nicht leicht. Allerdings hat auch Jace recht, dass Simon keine bessere Alternative derzeit hat. Überhaupt hat mir das Gespann Simon/Jace sehr gut gefallen und auch wenn sich die beiden sich im Grunde nicht ausstehen können, so haben sie doch einen gemeinsamen Verbindungspunkt: Clary. Ich fand es sehr süß von Jace, dass seine Liebe zu Clary so tief geht, dass er über seinen Schatten springt und Simon helfen möchte.

Ich bin gespannt, inwieweit Simon und Jordan nun miteinander auskommen. So wirklich kann ich mir noch nicht vorstellen, was jetzt noch kommen soll. Ein klein wenig bin ich doch enttäuscht, dass Jordans eigentliche Motive doch recht schnell ans Licht kam. Es wirkte auch ein bisschen so, als wäre es die letzte gute Tat von Jace gewesen, bevor er vollständig in die Fänge von Lilith geraten ist.

Die Beziehungen der Lightwood-Geschwister

Ich bin ein bisschen in Sorge, was die Autoren mit der Beziehung von Alec und Magnus vorhaben. Die beiden hatten in den vergangenen Staffeln schon einige Hindernisse überwinden müssen und ich dachte, dass man ihnen mal ein bisschen Glück und Ruhe gönnt. Doch nachdem Lilith in der letzten Episode vor Magnus' Tür stand, bahnte sich bei mir diesbezüglich kein allzu gutes Gefühl an. Doch dass Magnus Lilith geholfen und damit unwissentlich Jace in die Hölle gebracht hat, ist nicht das Einzige, was die Beziehung zwischen den beiden zum Kippen bringen könnte. Die Unsterblichkeit des Hexenmeisters und die Sterblichkeit des Shadowhunters könnte ebenfalls zu einem Problem werden. Zumal Alec nun weiß, dass Magnus von jedem, den er mal zutiefst geliebt und überlebt hat, ein Andenken aufbewahrt. Ich denke, den beiden stehen keine leichten Zeiten bevor.

Besseres hoffe ich da bei Isabelle. Nachdem Raphael offenbar die Stadt verlassen hat, stürzt sie sich wieder in die Arbeit. Doch da gibt es immer noch Charlie, den Arzt aus dem Krankenhaus. Mir gefällt die Chemie der beiden sehr gut und finde es daher schön, dass er nicht gleich wieder in der Versenkung verschwunden ist. Auch denke ich, dass Charlie einer der Guten ist, jemand, dem Isabelle vertrauen kann und bei dem sie sich vielleicht auch geborgen fühlen kann.

Randnotizen

  • Ein bisschen war ich anfangs verwundert, dass Clary Luke die Sache mit Jace als Erstes anvertraut hat. Aber dadurch, dass Cleophas eine Eiserne Schwester ist, erschien es logisch. Ich fand es schön, Lukes Schwester noch einmal wiederzusehen, auch wenn sie nicht wirklich helfen konnte.
  • Sehr toll fand ich auch die Szene zwischen Jace und Alec. Seit dem Start der dritten Staffel hat man die beiden nicht mehr so vertraut gesehen.



Fazit

#3.05 Stärker als der Himmel ist nicht ganz so stark wie die bisherigen Episoden, führt aber einige Handlungsstränge interessant fort. Ein wenig Sorge habe ich immer noch, wenn ich mir aktuell die Beziehung von Alec und Magnus ansehe, die in die Brüche zu gehen droht. Ich hoffe wirklich, die Autoren entscheiden hier richtig.

Daniela S. - myFanbase

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