Bewertung: 7

Review: #6.13 Es werde Licht

Foto: Kim Cattrall, Sex and the City - Copyright: Paramount Pictures
Kim Cattrall, Sex and the City
© Paramount Pictures

Wenn man sich die sechste Staffel von "Sex and the City" so anschaut, ist es unschwer zu erkennen, dass man sich im Umbruch befindet bzw. dass die Mädels irgendwie doch mal Wurzeln schlagen wollen, doch immer noch ein bisschen ins Straucheln geraten, was man besonders gut bei Carrie und Samantha erkennen kann.

Lover oder doch nicht?

Ehrlich gesagt bin ich absolut kein Fan von der Konstellation Carrie und Aleksandr, was sich wohl mit dieser Episode auch nicht unbedingt positiv verändern wird. Samantha mag zwar recht haben, dass er ein ganzer Kerl ist, doch irgendwie wirkt er dennoch wie ein verspielter Junge auf mich. Es ist ihm sicherlich nicht abzusprechen, dass er (tiefere) Gefühle für Carrie hat, jedoch passt die Art und Weise für mich nicht zu dem, was er ihr sagt: Dass es etwas Richtiges zwischen ihnen ist. Ist es das wirklich? Oder glaubt Aleksandr das nur, weil er es gar nicht richtig mitbekommt, da er von einem Termin zum nächsten rennt?

Ein bisschen leid tat mir Carrie durchaus, denn man merkt ihr an, wie nachdenklich sie ist und alles andere als glücklich. Ich gehe mal nicht davon aus, dass Aleksandr noch lange ihr Lover oder Sonstiges bleiben wird. Vielleicht gibt sich Big auch mal wieder die Ehre, dann dürfte bei Carrie eh alles verloren sein, weil sie dann hin- und hergerissen sein wird und ich denke nicht, dass Aleksandr damit umgehen kann.

Steve lässt Miranda in ihrem Glauben

Ich freue mich wahnsinnig, dass Miranda und Steve wieder zusammen sind , denn sie haben eine wunderbare Chemie zusammen und auch wenn sie sich lange dagegen gesträubt hat: Miranda liebt den Barkeeper. Das konnte man besonders gut daran erkennen, dass sie sich in seine Arme gesehnt hat, nachdem sie mit Robert im Hausflur eine Auseinandersetzung hatte und ich bin sehr froh, dass Steve ihr nicht noch Vorwürfe gemacht hat, warum sie Robert den 'Fahrstuhl' überlassen hat.

Was danach folgte, war dann doch ganz witzig, denn einige Sachen von Steve wurden beschädigt und Miranda hat sofort Robert in Verdacht. Zugegeben, dieser Gedanke kam mir durchaus auch. Aber Mirandas Wahrnehmung scheint ein bisschen getrübt zu sein, denn sie glaubt tatsächlich, Robert sei (noch immer) in sie verliebt. Irgendwie ist das ja süß, denn ich glaube, Miranda hat so etwas noch nie geäußert. Allerdings hat man beim Gespräch im Hausflur bereits gemerkt, dass für Robert das Ganze beendet ist.

Allerdings muss ich hier auch Steve loben, der zwar durch ein 'Gespräch' die Wahrheit erkennt und Robert bereits andere Frauen datet, Miranda aber in dem Glauben lässt, dass Robert noch immer in sie verliebt ist und die Trennung verdauen muss. Hoffen wir einfach mal, dass sie die Wahrheit nie erfahren wird, denn Miranda ist dann und wann doch mal streitlustig und es wäre schade, wenn so eine Kleinigkeit vielleicht doch wieder zum Bruch mit Steve führen würde. Schließlich hat er es gut gemeint und vielleicht macht sich Miranda Vorwürfe, was ihre Trennung von Robert betrifft. Da ist so eine kleine Notlüge völlig in Ordnung in meinen Augen.

Hat Samantha ihr Zuhause gefunden?

In der letzten Episode habe ich Samantha noch gelobt, dass sie an Reife gewonnen hat und zu Smith stehen kann und schon kippt alles wieder. Ja, Smith ist um einiges jünger als sie, aber er ist ihr durchaus gewachsen und das ist doch wohl das Wichtigste in einer Beziehung. Doch Samantha scheint noch nicht ganz genau zu wissen, was sie eigentlich will.

Ich bin aber froh, dass sie weiß, Richard nicht mehr zu wollen. Vermisst habe ich ihn nun wirklich nicht und er ist der gleiche schmierige und von sich selbst überzeugte Machotyp, wie ich ihn (leider) noch in Erinnerung habe. Ich war zwar erstaunt darüber, dass Samantha mit ihm rumgemacht hat, aber vielleicht brauchte sie das auch als 'Abschluss', um für sich selbst zu wissen, dass sie das genau nicht mehr will, was Richard ihr gibt.

Ich war allerdings erstaunt, dass sie ihre Tat nicht nur bereut, sondern ihre Reue ihr sogar so nahe geht, dass sie in Tränen aufgelöst ist. Ich hoffe und bete dafür, dass Samantha dadurch erkannt hat, dass Smith es wirklich ernst mit ihr meint. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Charlotte sucht nach einer Aufgabe

Charlotte ist wirklich eine unglaublich starke Frau. Nach ihrer Fehlgeburt ist es nur allzu verständlich, dass sie eine Aufgabe sucht, die damit zu tun hat, den 'Schwächeren' zu helfen. Ich finde es ein bisschen schade, dass man eher lieblos damit umgegangen ist, dass sie Blinden helfen wollte. Ich bin nämlich ziemlich sicher, dass Charlotte die absolut richtige Person dafür gewesen wäre. Sie ist verständnisvoll, geduldig, ruhig, hilfsbereit – alles Eigenschaften, die dafür optimal sind. Denn bei Carrie hätte ich ehrlich gesagt ziemlichen Schiss, einen Ausflug zu überleben. Charlotte wollte mit einer Begleitperson testen, wie es ist, sich als Blinde zurechtzufinden, um ein Gespür dafür zu bekommen und Carrie, die lässt sie einfach stehen, geht telefonieren und anschließend geht sie noch Schuhen shoppen, weil Charlotte sie schon aufspüren wird. Die Sinnesorgane von Blinden sind zwar ausgeprägter als bei Sehenden, aber so sollte man es definitiv nicht testen. Ich hoffe wirklich, dass Charlotte noch eine passende Aufgabe für sich findet.

Fazit

Diese Episode hat definitiv gezeigt, dass die Mädels noch nicht so richtig geerdet sind, was sie sich aber offenbar sehnlichst wünschen. Aber wir haben ja noch ein paar Episoden bis zum Serienfinale und sie sind in meinen Augen auf einem guten Weg.

Daniela S. - myFanbase

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