The Gilded Age - Reviews Staffel 2

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In unseren Kurzkritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie "The Gilded Age" auf HBO zu diskutieren.

Episode #2.01 Die schönen Künste

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Louisa Jacobson, Cynthia Nixon & Christine Baranski, The Gilded Age
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Nach beinahe eineinhalb Jahren Wartezeit geht es nun wieder zurück nach New York in die 1880er Jahre. Die Erinnerungen kamen schnell zurück, aber für eine Serie mit einem solch riesigen Cast wohl nicht ungewöhnlich, ist dieser Auftakt sehr in die Breite erzählt. Es ist noch nicht überall zu erkennen, wohin diese Staffel 2 von "The Gilded Age" nun will, aber in vielen Aspekten sucht sie auch gar keinen Neuanfang, sondern setzt einfach nahtlos die Geschehnisse aus Staffel 1 fort. Der größte Moment diesmal gehört Bertha Russell (Carrie Coon), die so hart dafür gearbeitet hat, endlich in der Gesellschaft für vollwertig gesehen zu werden, aber immer wieder werden ihr neue Steine in den Weg gelegt, so nun eben, dass den Russells in der Oper eine Loge verwehrt wird. Da finanziert man im erheblichen Umfang einfach ein zweites Opernhaus und holt Starssoporanistin Christina Nilsson (Sarah Joy Miller) ins Boot. Die entsetzen Gesichter, allen voran das von Mrs. Astor (Donna Murphy), das war schon lustig! Das zeigt aber wieder deutlich, mit Bertha ist zu rechnen und sie räumt dank des Geldes ihres Mannes George (Morgan Spector) die Steine einfach selbst aus dem Weg. Ansonsten ist auch im Haus Van Rhijn einiges an Bewegung. Oscar (Blake Ritson) lebt angesichts seiner sexuellen Orientierung zunehmend gefährlich und er wird das bei der Unvorsicht, dass er sich nicht vollends ausleben darf, nicht mehr viel länger verheimlichen können. Marian (Louisa Jacobson) wiederum bekommt ihre Tätigkeit als Lehrerin nicht mehr verheimlicht, aber es ist ihr auch zu gönnen, dass sie nach der endgültigen Hochzeit von Tom Raikes (Tom Cocquerel) etwas hat, was sie auffängt. Aber sie kann sich auch auf ihre Tante Ada (Cynthia Nixon) verlassen. Die beiden haben inzwischen eine bezaubernde Beziehung aufgebaut. Dazu taucht mit Agnes' (Christine Baranski) Neffen Dashiell (David Furr) ein neues Gesicht auf, was sicherlich auch noch zu etwas führen wird, aber noch ist es nicht recht absehbar. Emotionaler Höhepunkt war aber definitiv Peggy (Denée Benton), die sich so kurz nach dem Wissen darüber, das ihr Sohn lebt, mit seinem Tod befassen. Es hat alle Scotts auf eine Weise berüht und es wird die Ehe von Arthur (John Douglas Thompson) und Dorothy (Audra McDonald) sicherlich nachhaltig belasten, aber der Schmerz von Peggy war sehr unmittelbar und ging richtig ins Herz. Die restlichen Handlungsaspekte waren da nur Andeutungen und da müssen wir sehen, was noch so kommt.

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Episode #2.02 Unerwünschte Gefälligkeiten

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David Furr & Louisa Jacobson, The Gilded Age
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Wieder eine vollgepackte Episode, aber dadurch auch wieder viel zu bestaunen. Ada schwärmt offenbar für den neuen Pfarrer Matthew Forte (Robert Sean Leonard). Ob das jetzt wirklich irgendwo hinführt, müssen wir mal abwarten, aber Agnes' Kommentare dazu waren wirklich herrlich. So unnachgiebig sie ihren Familienmitgliedern gegenüber oft ist, so hat sie doch eben auch viel Herz, was man daran gesehen hat, wie sie Peggy zurück im Haus begrüßt hat. Armstrong (Debra Monk) spielt derweil mit dem Feuer, denn sie kann ihre Fehde einfach nicht ruhen lassen, obwohl sie von Agnes so eine klare Ansage bekommen hat. Das ist angesichts ihrer privaten Situation zuhause wirklich gefährlich. Lob auch diesmal für George, es ist schön, dass er sich für Gladys (Taissa Farmiga) eine Liebesheirat wünscht. Er selbst hat das mit Bertha. Also hat er Oscar wirklich geschickt auflaufen lassen. Aber auch Larry hat eine neue Entwicklung, denn er beginnt eine Affäre mit der verwitweten Mrs. Blaine (Laura Benanti). Da musste ich doch lachen, weil Bertha mit dem Auftrag für ihren Sohn und wie sie da die Strippen gezogen hat, eindeutig etwas anderes im Sinn hatte. Ich persönlich sehe Larry ja ohnehin auf lange Sicht mit Marian, aber da arbeitet die Serie aktuell nicht drauf hin, auch wenn sie immer wieder kleine Austauschmomente haben, die zeigen, dass sie sich mögen. Marian muss derweil Edward Morgan (John Behlman) ertragen. Aber es war lustig, wie ihr alle geholfen haben, ihm weitestgehend zu entkommen. Auffällig viele Momente hatte sie auch mit Dashiell. Auch wenn sie nichts blutsverwandt sind, so gibt es eine familiäre Verbindung. Wäre das also überhaupt schicklich? Während der Opernstreit gerade etwas ruht, aber beide Seiten zum nächsten Schlag ausholen, ist sicherlich Ward McAllister (Nathan Lane) der größte Schlawiner. Er bespielt beide Seiten und sucht für sich nur das beste. Aber er ist dabei so charmant, dass man es ihm irgendwie durchgehen lassen muss. Auch eine Bertha tut das, denn sie weiß, dass sie McAllisters Dienste nur so bekommt. Aber für sie und ihre Familie wartet ohnehin ein weiterer Schock: Bedienstete Turner (Kelley Curran) ist zurück und das als gleichrangige Nachbarin Mrs. Winterton. Die wird sicherlich einiges aufwirbeln.

Episode #2.03 Kopf an Kopf

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Cynthia Nixon & Robert Sean Leonard, The Gilded Age
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Turners Rückkehr, pardon, natürlich die Rückkehr von Mrs. Winterton, hat wie erwartet für einigen Aufruhr gesorgt. Während Bertha ihr möglichst höflich begegnet, um sie eventuell als Unterstützerin für ihre Oper zu gewinnen, hat die Widersacherin nur ein Ziel: den Finger in die Wunde zu drücken. Das ist ihr gelungen, denn der Streit zwischen Bertha und George war nicht ohne. Es ist eben auch so bedauerlich, weil die beiden eben wirklich eine ehrliche Liebe haben und wir als Zuschauer*innen ja miterlebt haben, dass George stets eine konsequente Grenze gezogen hat. Vielleicht ist der Weg der Versöhnung, wenn George Bertha bei ihrem Rachegesuch einfach machen lässt. Ich bin gespannt, was sie sich ausgeguckt hat. Interessant war in dem Zusammenhang auch die Vertiefung der Themen Gewerkschaft/Streik. Das ist schon seit Staffelbeginn ein Schwerpunkt, den ich bislang ausgespart habe. Aber gerade mit dem Streik von SAG-AFTRA und WGA im Hinterkopf, der erst jetzt beigelegt werden konnte, ist das Ganze doch sehr doppeldeutig. Henderson (Darren Goldstein), den George mit einer Beförderung erkaufen will, ist ein Arbeiter durch und durch, der trotz seiner Möglichkeiten auch an den kleinsten Mann denkt und daher beeindruckend für die Sache einsteht. Das ist doch sehr sinnbildlich für den Doppelstreik in Hollywood, wo es auch der Zusammenhalt der klassischen Arbeiter war, um die schwere Zeit zu überstehen und enorme Verbesserungen für sich zu erreichen. Das Dilemma von Watson (Michael Cerveris) war auch einnehmend inszeniert, denn er sehnt sich einfach nur nach Nähe zu seiner Tochter Flora (Rebecca Haden), während deren Ehemann Robert McNeil (Christopher Denham) nur den Imageschaden sieht, wenn rauskommen sollte, dass sein Schwiegervater Kammerdiener ist. Auch wenn das Angebot für Watson an der Westküste wirklich großzügig ist, was das Herz will, ist nicht immer nur materiell zu begleichen. Aber Watson würde auch vor Konsequenzen stehen, wenn er das einfach ausschlägt. Ansonsten haben wir kleine Bewegungen in den Liebesgeschichten. Dashiell hat sein Interesse an Marian nun sehr offensiv gegenüber Agnes bekundet. Ada und Pfarrer Forte verstehen sich so gut, dass sie wohlweißlich die privaten Vergnügungen lieber geheim hält, weil Agnes es eh nur herablassend kommentieren würde. Dazu dann ein Auftritt von Oscar Wilde (Jordan Waller), der angesichts seiner eigenen sexuellen Orientierung mal eben die 'Freundschaft' zwischen Oscar und John Adams (Claybourne Elder) durchschaut hat. Gut, dass er keine indiskrete Plaudertasche ist, denn keine Ahnung, wie Agnes mit dem Skandal umgehen können sollte.

Episode #2.04 Hofintrigen

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Carrie Coon & Morgan Spector, The Gilded Age
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Die Ehe der Russells ist wieder in geordneten Bahnen! Auch wenn ich beide für sich gesehen jetzt nicht groß ins Herz schließen kann, so sind sie zusammen wirklich eine extrem tolle Verbindung und man kann die Liebe zwischen ihnen ganz eindeutig spüren. Bertha lief jedenfalls wieder richtig zur Hochform auf, indem sie Mrs. Blane ihre Grenzen aufzeigt und dann auch die ehemalige Kammerzofe Turner gleich mehrfach dort trifft, wo es wehtut. Dabei weiß sie George stets in ihrem Rücken, der eben dafür sorgt, dass die Bauarbeiten am Met nahezu nahtlos weitergehen können. Zudem hat sie nun einen weiteren Trumpf auf ihrer Seite: Herzog Buckingham (Ben Lamb) scheint ihr aus der Hand zu fressen und wird sie in Newport beehren. Das wird für einige Aufregung sorgen und ich bin ebenso gespannt, ob Winterton noch einmal zurückschlagen kann. Die Staffel gibt ansonsten in Liebesgeschichten ordentlich Gas. Dass Larry Mrs. Blane verfallen war, das war ja für ein bisschen Spaß, aber so schnell wie die beiden von großer Liebe gesprochen haben, das hat mich nicht überzeugt. Aber ebenso wird es nun bei Ada und Forte durchgezogen, was irgendwie doch meine Alarmglocken klingeln lässt. Auch wenn ich Ada solch ein privates Glück von Herzen gönnen würde, aber der Antrag durch den Pastor, das war absolut auf der Überholspur. Ich fand ihn in der Kirche auch unnatürlich emotional, also mal sehen, welchen Eindruck dazu die nächsten Episoden vermitteln. Mit der alleine zuhause verweilenden Agnes hatte ich derweil kein Mitleid. Ihr Umgang mit Peggy ist für mich der Gradmesser von dem, wozu sie fähig ist, doch das lässt sie zu selten den Menschen um sich herum zuteil werden. Alleine wie sie Ada eingeredet hat, sie wäre es ihr schuldig, bei ihr zu bleiben, das war wieder sehr verletzend. So muss sich Agnes nicht wundern, wenn die Menschen mit ihr ihr Glück nicht teilen wollen. Sollte ich mit Forte aber recht behalten, dann könnte ich mir dennoch einen großen Auftritt von Agnes vorstellen, denn das Potenzial, für andere ehrenwerte Dinge zu tun, das hat sie auf jeden Fall. Bei Marian wird derweil offensichtlich, dass sie das mögliche von Interesse von Dashiell wohl nicht erwidert. So unbehaglich wie sie auf die Aussicht auf eine Kleinfamilie reagiert hat, da kann ich mir nicht vorstellen, dass sie einem Umwerben nachgeben würde. Und was treibt Oscar? Nachdem er bei Gladys eindeutig zurückgewiesen wurde, gibt es nun seit einigen Folgen die junge Maud Benton (Nicole Brydon Bloom), die aus sehr reichem Haus stammt und damit eine ähnlich passende Beute abgibt. Und das Geldthema zwischen ihnen ist so offensichtlich, ich hoffe Oscar verzockt sich da nicht. Watson hat derweil eine wichtige Entscheidung getroffen, indem er sich McNeils Angebot von seiner Tochter bestätigen lassen wollte, aber er kommt nicht an sie heran. Ich würde danach auch tippen, dass Flora das ganze Ausmaß nicht kennt. Zuletzt haben wir noch Peggy, die mit Mr. Fortune (Sullivan Jones) in Alabama eingetroffen ist, um über das Tuskegee Institut zu berichten. Während zwischen den beiden durchaus etwas ist, so ist aber auch die Thematik relevant, denn in den Südstaaten ist die Situation der Schwarzen noch einmal eine ganz andere als in New York. Während Fortune das alles zu wenig ist, wie ganz langsam Erfolgsprojekte für Schwarze in Alabama entstehen, sind die Menschen vor Ort dennoch tief dankbar. Das Thema ist durchaus interessant, aber Peggy ist so isoliert vom restlichen Geschehen, das ist auch schade.

Episode #2.05 Zum Greifen nah

Foto: Carrie Coon & Morgan Spector, The Gilded Age - Copyright: Alison Cohen Rosa/HBO
Carrie Coon & Morgan Spector, The Gilded Age
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Nun ist die Hochzeit zwischen Ada und Forte also durchgezogen worden. Das hatte ich so wirklich nicht erwartet, weil bei mir immer noch die Alarmglocken geschrillt haben. Nun glaube ich aber nicht mehr daran, dass Forte irgendwelche Hintergedanken hat, denn das wäre jetzt wirklich böse. Es war aber gut aufgebaut, denn es hat die Beziehung der beiden Schwestern sehr gut beleuchtet. Natürlich war Agnes' Reaktion aus purer Verlustangst heraus geprägt und man kann es ihr letztlich auch nicht vorwerfen, dass sie so fühlt. Vorwerfen kann man ihr sehr wohl, dass sie nahezu alle mit negativen Emotionen hineingezogen hat, indem sie allen die Beteiligung an der Hochzeit untersagen wollte. Aber sie hat auch viel Gegenwind bekommen, aber auf eine angemessene Art und Weise. Forte, Marian und Butler Bannister (Simon Jones) haben nur wahre Worte gesprochen, um sie aufzurütteln. Es ist auch schön, dass Marian für Ada eine solche bedingungslose Stütze war, denn diese hätte sonst einen Kompromiss gefunden, der auf Dauer niemanden glücklich gemacht hätte. Letztlich war also Agnes da und hat die Feierlichkeiten damit perfekt gemacht, aber es wird nun spannend, wie sich das Ganze von nun für die Serie gestaltet, wenn die Schwestern wohl nicht mehr in einem Haushalt leben. Bei Marian ist derweil für mich immer noch zu merken, dass Dashiell nicht ihr Traumprinz ist, gut, dass Larry zurück ist, denn die beiden zusammen gefallen mir immer wieder. Also arbeitet mal in diese Richtung! Larry hat aber noch eine andere schöne Geschichte bekommen, die ihn als Menschen sehr gut charakterisiert. Er mag noch gefrustet und enttäuscht wegen Mrs. Blane sein, aber den Auftrag seines Vaters, als Kurator bei der Brooklyn Bridge einen genaueren Blick zu wagen, hat er dennoch motiviert angetreten. Es ist auch schön, wie die Serie sich immer wieder um historische Anlehnungen bemüht, hier eben die Geschichte der Roeblings, die Ingenieursfamilie hinter der Brooklyn Bridge. Aber es war auch gut von Larry, der sofort durchschaut hat, dass Emily (Liz Wisan) die Fäden in der Hand hält und der er entsprechenden Respekt entgegenbringt. Von historischer Bewandtnis sind auch die neuen Erlebnisse von Peggy und Fortune in den Südstaaten. In der Episode zuvor waren sie doch in einer Art Kokon, der wirklich hoffnungsvoll machen konnte. Nun aber haben sie die volle Breitseite abbekommen, wie mit Schwarzen dort umgegangen ist. Es war schon schlimm, dass sie regelrecht flüchten mussten und wer weiß, ob das noch Nachwirkungen hat. Aber war das ein Kuss? Auch wenn es sich angedeutet hat, so habe ich doch auch Bauschmerzen bei der Geschichte, denn er ist ein verheirateter Mann und sie auch als starke Frau dennoch noch in einer verletzlichen Situation. Deswegen sagt mir mein Gefühl, dass es da gerade keine Gewinner geben kannů Zuletzt haben wir noch das Dinner bei den Russells zu Ehren von Herzog Buckingham. Kompliment an Watson, der mit hellem Verstand die Intrigen von der ehemaligen Kammerzofe Turner unterbinden konnte, so dass es ein rundum gelungener Abend war. Ich bin mir nur nicht sicher, ob auch Gladys das so sieht. Ihre Mutter hat sie deutlich Richtung des Herzogs gedrängt, aber ihr Desinteresse hätte nicht größer sein können. Da George seiner Tochter erst vor Kurzem die große Liebe versprochen hat, könnte das noch zum Problem werden.

Episode #2.06 Warnschüsse

Foto: Nicole Brydon Bloom & Blake Ritson, The Gilded Age - Copyright: 2023 Home Box Office, Inc. and Universal Television LLC. All rights reserved.
Nicole Brydon Bloom & Blake Ritson, The Gilded Age
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Der Titel bezieht sich diesmal auf den nun begonnenen Streik der Arbeiter von George. Ich hatte es innerhalb dieser Reviews ja schon mal erwähnt, dass ich nicht per se ein Fan der Russells bin, aber ich war sehr stolz auf George diesmal. Es ist letztlich eben der Vater, der Gladys auch eine Liebesheirat wünscht, der jetzt hier nicht zusehen kann, wie Arbeiter einfach wahllos erschossen werden, damit Ersatz anfangen kann. Aber ja, wie soll es nun weitergehen? Das wird noch spannend werden. Ansonsten war die Episode von kleinen Schockmomenten begleitet. Deswegen wurde die Hochzeit zwischen Ada und Forte also so vorangetrieben, da hat er jetzt einfach Krebs! Oh man, das hat mir sehr das Herz für Ada gebrochen, aber es wurde auch sofort geheilt, indem Agnes sich als wahre große Schwester erweist und alles stehen und liegen lässt. Ebenso schockierend kommt dieser öffentlichkeitswirksame Heiratsantrag von Dashiell an Marian. Bis zu dieser Episode war ich ihm gegenüber sehr gleichgültig und ich habe ihn auch nur disqualifiziert als Mann an ihrer Seite, weil bei ihr null Interesse zu bemerken war. Aber diesmal haben meine Alarmglocken gleich doppelt angeschlagen. Zum einen wie er ihre Leidenschaft als Lehrerin zu arbeiten entkräftet hat und zum anderen wie er ihr ohne vorherige Andeutung eben einen Antrag voller Druck macht, denn wie sagst du vor allen diesen Menschen selbstbewusst nein? Vor allem nicht für die Zeit, in der die Serie spielt. Ihr Blick zu Frances (Matilda Lawler) war schon eindeutig, sie hat für das Mädchen zugesagt, vermutlich weil sie sich an sich selbst erinnert fühlt. So sehr ich mich über ihr Ja also geärgert habe, umso besser, dass bei Larry so eine deutliche Reaktion gezeigt wurde. Auch wenn er höflich bleibt, ich wünsche mir wirklich bis zum Staffelende ein Beleg dafür, dass hier eine Zukunft liegt. Der Opern-Disput ist diesmal nur Beiwerk, aber es wird spannend: welche Premiere wird am Ende erfolgreicher sein? Wo wird der Herzog von Buckingham landen und in welcher Loge wird Bertha sitzen? Auch beim Personal gab es noch kleine, feine Geschichten. Zum einen die endgültige Friedensverhandlung von Bannister und Church (Jack Gilpin) und auch wie Jack (Ben Ahlers) vom Van Rhijn-Haushalt bedingungslos unterstützt wurde. Auch wenn sein Traum erstmal krachend gelandet ist, diese Unterstützung sollte ihn zum Durchhalten motivieren. Während ich bei Oscar aktuell nicht so durchblicke, was er da gerade treibt, so sind Peggy und Fortune wieder zurück und auch vor der eigenen Haustür stapeln sich die Probleme. Während Fortune wohl so tun will, als wäre nichts gewesen, ist ihr die enge Zusammenarbeit sichtlich unangenehm. Was bringt wohl alles zum Überlaufen?

Review #2.07

Review folgt.

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Lena Donth - myFanbase

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