Serienentdeckungen 2021 - Teil 1

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Wie jedes Jahr lassen unsere Autoren noch einmal Revue passieren, welche Serien sie 2021 nun endlich entdeckt haben. Denn schließlich kann auch der leidenschaftlichste Serienfan nicht alle Serien gleichzeitig schauen und es gibt immer wieder Lücken im Repertoire, die man versucht nach und nach zu schließen. Hier erzählen wir, wie wir auf manche alte Serien gestoßen sind und warum diese zu empfehlen sind.


Serienentdeckungen von Lena Donth


Eine klassische Sommerpause bei Serien ist eigentlich schon lange passé, weil dank Streamingdiensten auch in den wärmeren Monaten regelmäßig neue Serienware auf den Markt geschwemmt wird. Doch 2020 ist durch die einsetzende Pandemie sowie viele Produktionsstopps tatsächlich eine gewisse Lücke entstanden, in der ich genug Zeit hatte, alte Serien neu zu entdecken. 2021 verlief da schon wieder deutlich normaler und dennoch findet ihr nachfolgend drei Sachen, die ich für mich entdeckt habe, auch wenn die Erfahrungen damit höchst unterschiedlich waren. Aber lest alles Weitere selbst:

Dawson's Creek

Foto: Dawson's Creek - Copyright: 1999, 2000 Columbia TriStar Television, Inc. All Rights Reserved.
Dawson's Creek
© 1999, 2000 Columbia TriStar Television, Inc. All Rights Reserved.

Als Netflix direkt mit Jahresbeginn 2021 sich die Streamingrechte an "Dawson's Creek" gesichert hat, war mir sofort klar, dass ich das ausnutzen würde, denn immerhin ist dieser Serienklassiker der Ursprung gewesen, warum diese Seite – myFanbase – damals überhaupt entstanden ist. Dennoch war ich von den ersten Episoden dann etwas ernüchtert, weil es deutlich sichtbar ein Eintauchen in vergangene Zeiten war, zumal die ersten Episoden leider etwas in Klischees baden. Ich bin aber am Ball geblieben, wobei man diesen Ausdruck zeitlich sehr zerdehnt sehen muss, denn ich habe über ein Jahr an sechs Staffeln rumgedoktert, was definitiv eigentlich zu viel ist, aber die Serie hat es mir eben auch nicht immer einfach gemacht. Von richtig guten Phasen, wo ich mehrere Folgen problemlos hintereinander wegschauen konnte, ging es auch in die Phasen, wo das Geschehen zäh und regelrecht frustrierend war. Besonders die letzte Staffel war dann leider der endgültige Tiefpunkt, da es gefühlt nur noch um Joey (Katie Holmes) ging und auch sonst ein paar fragwürdige Entwicklungen dargeboten wurden. Immerhin fand ich den Wechsel von der High School zum College gelungen und auch ansonsten will ich mir nicht vormachen, dass mir die Figuren natürlich sehr ans Herz gewachsen sind. Es war auch extrem lustig, von so vielen Serien- und Filmstars die Anfänge zu beobachten und auch bei den Gastdarsteller*innen gab es ja kaum mal jemanden, den ich nicht schon kannte. Deswegen bin ich schon sehr froh, "Dawson's Creek" entdeckt zu haben, aber es war keine ganz so einfache Reise.

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The Kominsky Method

Foto: The Kominsky Method - Copyright: Netflix, Inc.
The Kominsky Method
© Netflix, Inc.

Ganz anders sieht es dagegen bei der Comedyserie "The Kominsky Method" aus, weil dort die drei Staffeln (wenn auch natürlich mit weniger Episoden als eine durchschnittliche Dramaserie) wie nichts weggesehen waren und ich ohne Frage sofort weitere Staffeln liebend gerne willkommen geheißen hätte. Zwar beruht diese Serienentdeckung auf der Empfehlung meiner Freundin und Autorenkollegin Dani, aber Serienmacher Chuck Lorre hat mich bei seinem Überangebot an Serien noch nicht wirklich überzeugen können, weswegen immer eine gewisse Skepsis mitschwingt und es deswegen wirklich eine so eindringliche Empfehlung wie hier gibt. Und ich habe es eben wirklich nicht bereut, weil die drei Staffeln mich etwa zwei Wochen begleitet haben und neben vielem Lachen war es auch schon mal trauriger, aber auf eine gute Art traurig, weil ich das Gefühl hatte, dass das Auseinandersetzen mit dem Alter und thematisch bedingt dann mit dem Tod authentisch gelungen ist. Michael Douglas als Sandy und Alan Arkin als Norman waren wirklich ein herrlich schräges Duo, von deren privaten Leben viel in den Inhalt eingeflossen sein wird und diese herrliche Selbstironie, die liebe ich total. Auch wenn die finale Staffel ohne Arkin auskommen musste, ist es wunderbar gelungen, den Bogen am Ende zufriedenstellend zu schlagen. Der Fokus war dann mehr auf Sandys Familie und seinem Schauspielunterricht, aber die Lebensweisheiten von dort waren auch immer eine Bank. Mit dieser Serie im Hinterkopf wird auch unterstrichen, dass der Umgang mit dem Altern eine Frage der Perspektive ist und hier ist sie optimistisch genug.

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Why Women Kill

"Why Women Kill" war schon auf meiner Liste, als die ersten Castingmeldungen bekannt gegeben worden sind, denn Lucy Liu und Ginnifer Goodwin sind zwei tolle Schauspielerinnen, die ich gerne mal in einer anderen Produktion sehen wollte. In der zweiten Staffel ging es mit den Meldungen mit Allison Tolman, Lana Parrilla und Matthew Daddario nahtlos weiter und wer weiß schon, wer nicht für Staffel 3 aus dem Hut gezaubert wird? Jedenfalls hat es dann aber tatsächlich etwas gedauert, bis ich bei "Why Women Kill" mal reingeschaut habe. Ich bin auch keine Expertin bei Serien von Marc Cherry, aber mir hat sofort gefallen, was ich gesehen habe, weil sich die Serie durch eine geschickte Erzählweise, die Spannung und Verwirrung gleichzeitig erzeugt, auszeichnet. Zudem sind die Rollen exzentrisch und mit den entsprechenden Darsteller*innen ein wahres Vergnügen, weil man einfach gemerkt hat, wie viel Spaß und Leidenschaft in der Produktion gesteckt haben muss. Nicht alle drei Teilgeschichten waren gleichwertig, aber das ist im Verlauf gar nicht so aufgefallen, weil sie alle drei ausbalanciert waren. Zudem blieben bei allen auch verschiedene Emotionen zurück, weil verschiedene Gründe dargestellt wurden, warum Frauen töten. Im Vorfeld hätte ich mir gar nicht so recht vorstellen können, wie sich so etwas wohl sinnig gestalten lässt, aber mit der Endlösung bin ich sehr zufrieden. Um noch einmal darauf sprechen zu kommen, dass es dennoch drei verschiedene Formen von Serienentdeckungen waren, so war "Why Women Kill" sehr gut zu gucken, aber nicht so rasch hintereinander wie "The Kominksy Method"; dafür locker schneller als "Dawson's Creek". Nun bin ich gespannt, was ich 2022 so neu entdecken werde. Empfehlungen?

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