Bewertung: 7

Review: #4.11 Genies

Bizzy ist zurück und ich muss sagen, dass ich sie überhaupt nicht vermisst habe. Diese Frau macht mich so dermaßen wütend, dass ich absolut nicht verstehen kann, wieso sich Addison von ihr so runtermachen lässt. Zuerst der Druck, den sie auf Addison ausübt und dann auch noch die Ohrfeige. Addison ist doch auch nur eine Ärztin, die ihr Bestes geben will, um Susan zu helfen. Ich muss sagen, dass ich spätestens nach der Ohrfeige gegangen wäre. Andererseits hat Bizzys Verhalten dazu geführt, dass Susan ihre Operation bekommt und dadurch wieder gesund wird. Ob das so schnell geht, ist natürlich fraglich, denn ich denke nicht, dass man innerhalb einer Episode so viele Wunder erwarten kann. Es ist schon etwas seltsam, dass es plötzlich doch eine Lösung für diesen unheilbaren Krebs von Susan gibt. So ganz zufrieden bin ich mit dieser Storyline deshalb leider nicht. Und ich bin mir sicher, dass wir hier noch nicht das Ende vom Lied gesehen haben. Grundsätzlich bin ich immer dafür, dass Familien zusammengeführt werden, doch Bizzy ist ein Charakter, mit dem ich mich nicht anfreunden kann, einfach weil ich Addison so mag und es nicht gern hab, wenn sie so leidet. Deshalb hatte ich vor jeder Szene mit den beiden Angst, weil ich wusste, dass Bizzy nichts Gutes bedeutet. Dadurch hat die Episode für mich an Qualität einstecken müssen.

"She’s taking over your life. She says 'Jump', you say 'How high?'"

Im Gegensatz zu Bizzy fand ich Sam dafür wunderbar. Er setzt sich für Addison ein und man merkt im Laufe der Episode, dass er sie wirklich liebt. Ich finde die beiden zusammen wirklich toll und je mehr Sam für Addison da ist, desto mehr mag ich die beiden als Paar. Ich hoffe, dass dies nicht durch Dr. Rodriguez zerstört wird. So wie er dargestellt wurde, herrscht da doch etwas Chemie zwischen Addison und ihm und ich bin auf jeden Fall dagegen, dass sich in diese Richtung etwas entwickelt. Ich hoffe nicht, dass wir erneut eine Geschichte, wie die mit Noah zu sehen bekommen. Addison ist in festen Händen und das soll sie meiner Meinung nach vorerst auch bleiben.

"She just walked away." – "Well, her Husband’s not in there."

Neben der Storyline mit Addison haben wir auch die anderen Charaktere, die mit ihren Problemen zu kämpfen haben. Zuerst wären da Pete und Amelia, die sich in einer ziemlich schwierigen Situation befinden. Ein Patient wird eingeliefert und seine Frau und seine Freundin sind anderer Meinung über seine Behandlung. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine solche Situation öfter vorkommt, als man denkt, doch die Darstellung der Charaktere hat mich leider gar nicht überzeugt. Zum einen ist da die Ehefrau, die partout nicht will, dass ihr Mann operiert wird und plötzlich doch einwilligt, als sie erfährt, dass er Vater wird. Ich finde, dass sich die Autoren die Geschichte in dieser Folge einfach irgendwie hingebogen haben, nur um ein Happy End zu schaffen. Jedoch gibt es meiner Meinung nach kein Happy End, denn da ist immer noch die Ehefrau, die zutiefst verletzt ist und nichts dagegen machen kann, dass sie ihren Mann am Ende doch verloren hat. Pete hat in seiner Rolle als Arzt jedoch vollkommen überzeugt, denn er wollte unbedingt das Leben seines Patienten retten, was ich ihm sehr hoch anrechne. Ihm war egal, ob die Frau ihn anzeigt, für ihn zählt nur das Leben des Patienten.

"I think you should go to New York."

Dann haben wir noch Violet, die über ihre Erlebnisse mit Katie ein Buch geschrieben hat. Diese Storyline hat mir sehr gut gefallen, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass ihr Buch vielen Menschen helfen kann. Außerdem hat sie, wie Cooper so schön gesagt hat, ihre ganzen Freunde und ihre Familie um sich herum, die sie unterstützen. Das war wieder ein Punkt, an dem mich der Zusammenhalt dieser Charaktere einfach fasziniert und begeistert.

"I do know, that the fact, that you’re asking yourself this question, probably means you’re more ready than you think you are."

Zu guter Letzt ist da noch die Geschichte mit Cooper und Charlotte, die mir am besten in dieser Episode gefallen hat. Es ist schön zu sehen, dass Charlotte wieder bereit dazu ist, sich Cooper anzuvertrauen. Natürlich hat Charlotte nach einer solchen Tragödie, wie der Vergewaltigung, Probleme, sich einem Menschen hinzugeben. Doch die Probleme der beiden waren so ehrlich, dass es mich ganz und gar nicht gestört hat, dass die beiden am Ende doch noch nicht miteinander schlafen. Ich fand es eher amüsant und es hat die Episode deutlich aufgelockert. Die Szene mit den beiden am Tisch war klasse. Charlotte ist bereit, mit Cooper zu schlafen und das bringt diesen Mann so aus der Bahn, dass er sich verschluckt. Dass die Autoren die Hühnchen-Szene am Schluss noch einmal hervorholen, hat sehr gut gepasst und ich bin mir sicher, dass wir bald wieder zwei zufriedene Gesichter sehen werden. Die beiden gehören für mich einfach zusammen und es ist schön, dass sie langsam zu ihrer Beziehung zurückfinden.

Fazit:

Diese Episode war eine Mischung aus guten und schlechten Storylines. So sehr es mich gefreut hat, die meisten Charaktere mit Spannung und Freude zu verfolgen, so musste die Folge durch den Auftritt von Bizzy und der Geschichte mit Petes Patienten an Qualität einbüsen. Ich denke, dass sich die Autoren hier zuviel ausgedacht haben, ohne viel Rücksicht auf die Realität zu nehmen.

Alex Olejnik - myFanbase

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