Bewertung

Review: #4.02 Die Dating-App

Foto: Hannah Simone, Damon Wayans, Jr. & Jake Johnson, New Girl - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Adam Taylor/FO
Hannah Simone, Damon Wayans, Jr. & Jake Johnson, New Girl
© 2014 Fox Broadcasting Co.; Adam Taylor/FO

Nach dem gelungenen Start in die vierte Staffel, die ein wenig wieder die Freude und Leichtigkeit vergangener Tage aufleben ließ, kehrt in der zweiten Folge nun der Alltag ein. Dies ist aber nicht unbedingt als Schwäche zu sehen, bietet doch auch die zweite Folge der vierten Staffel kurzweilige Unterhaltung und konzentriert sich dabei vor allem auf das Zusammenspiel des spielfreudigen Casts. Dabei überzeugen vor allem Jess und Schmidt als Date-Schülerin und Date-Lehrer.

"Never show weakness"

Auch in der zweiten Folge geht es, wie in der ersten, um das Kennenlernen von möglichen Beziehungspartnern. War der Ort des Geschehens im Staffelauftakt noch eine Hochzeitsfeier, ist es nun eine Dating-App, die Jess dabei helfen soll, neue potentielle Partner kennenzulernen. Auf die Idee, eine solche moderne Kommunikationstechnologie überhaupt zu nutzen, kommt sie natürlich durch Schmidt, welcher mit Hilfe der so genannten Dice-App jede Menge neue weibliche Bettbekanntschaften gemacht hat. Die Grundkonstellation der zentralen Storyline dieser Folge ist natürlich wenig innovativ oder richtungsweisend. Es ist eine recht schlichte Sitcom-typische Idee, um für allerhand schräge Momente mit viel Situationskomik zu sorgen. Dies gelingt hier deshalb so gut, da Schmidt und Jess sich wunderbar ergänzen. Es ist schön, Zooey Deschanel nun auch wieder vermehrt mit anderen Mitgliedern des Ensembles interagieren zu sehen.

Die Aneinanderreihung von peinlichen, durch die App kennengelernten Singles, ist dann auch kurzweilig-amüsant umgesetzt, wenn es teilweise auch ein wenig zu abgedreht wird, handelt es sich doch im Grunde bei allen Dating-Kandidaten um irgendwelche Sonderlinge. Die Stärke der Folge liegt dann auch eher bei Schmidt, der Jess an die Welt des Online-Datings heranführt und wieder mit reihenweise Schmidt-typischen Sprüchen glänzen kann. Max Greenfield ist auch hier wieder nicht zu stoppen. Am Ende führt diese Storyline zwar nicht wirklich zu was und bringt vielleicht nur die Freundschaft von Schmidt und Jess ein wenig weiter, ansonsten ist dies eine Folge, in der mehr der komödiantische, als der charakterzentrierte oder emotionale Aspekt zählt. Der kurzweilige Witz steht also im Vordergrund und der sitzt größtenteils.

"You have the right to remain sweet"

Auch in der zweiten Storyline geht es eher um Albernheiten, als um profunde Charakterentwicklungen. Setzt man in der ersten Storyline auf den altbewährten und klassischen Dating-Kontext, erfindet man auch hier das Rad nicht neu und lässt die Charaktere sich kurzerhand zudröhnen, um so schnell und einfach zu allerhand witzigen Szenen zu kommen. Das funktioniert deshalb ganz gut, weil die Chemie zwischen den Darstellern stimmt und Nick, Cece und Coach dabei zuzusehen, wie sie völlig zugedröhnt auf eine Party von Winstons Polizei-Kollegen gehen, hat schon was für sich. Besonders Cece ist im zugedröhnten Zustand einfach drollig. Nebenbei lässt man dabei noch Ceces Sinnkrise einfließen, zu der hoffentlich aber bald noch mehr kommt. Nick ist dabei einfach wieder Nick und besonders in dem Moment, in der er alle Möglichkeiten durchdenkt, die auf der Party schief gehen könnten und dabei nicht auf die Idee kommt, dass es vielleicht nicht die allerbeste Idee ist, unter Drogeneinfluss auf eine Party zu gehen, wo sonst nur Polizisten sind, ist wieder typisch für den unter Drogeneinfluss noch verpeilteren Nick.

Es ist dazu ganz schön, dass man sich jetzt nicht in zu vielen Einzelstorys verliert, sondern eher auf das Ensemble als Ganzes setzt. Es wird dennoch spannend zu sehen sein, wie die Autoren es schaffen wollen, die sechs Hauptfiguren gut in Szene zu setzen, ohne dabei ständig irgendwen zu vernachlässigen, wie man es beispielsweise immer mit Winston getan hat. Dieser ist wie immer schräg drauf, hat aber, wie auch im Piloten, zumindest vereinzelte starke Szenen.

Fazit

So richtig viel ist zu der zweiten Folge der vierten Staffel gar nicht zu sagen, außer dass hier eine klare Fokussierung auf den komödiantischen Bereich vorliegt und man durch einfache und bewährte Sitcom-Narrative, wie schräge Dating-Situationen und Agieren unter Drogeneinfluss, eine durchweg unterhaltsame, wenn auch nicht wirklich gehaltvolle Folge geschaffen hat, die Spaß macht, bei der insgesamt aber die wirklich denkwürdigen Momente fehlen.

Moritz Stock - myFanbase

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