Episode: #7.11 Ausgesorgt

Bei SC&P sorgt eine unerwartete Entwicklung für große Unruhe. Peggy weiht Stan in ein Geheimnis ein, während Trudy sich Hilfe suchend an Pete wendet.

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Mad Men
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Ken trifft sich in seiner neuen Funktion als Dow-Marketingleiter mit Pete und Don zum Essen. Wie angedroht, präsentiert er sich dabei - als Rache für seinen Rauswurf bei SC&P - als schwieriger Kunde, vor allem Pete gegenüber. Nach dem Termin hört Don daheim seine verpassten Anrufe ab und erfährt, dass Diana zweimal versucht hat, ihn zu erreichen, aber keine Nachricht hinterlassen hat.

In der Agentur erhält Roger einen Brief, aus dem hervorgeht, dass die Miete für die Büroräumlichkeiten nicht bezahlt worden ist. Verärgert trommelt er Joan, Caroline, Dawn und Shirley zusammen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei stellt sich heraus, dass McCann Erickson den Mietvertrag der Agentur eigenmächtig gekündigt hat. Joan fordert die Sekretärinnen auf, diese Information vertraulich zu behandeln. Pete erhält unterdessen einen Anruf von Trudy, die ihm bestürzt mitteilt, dass Tammy bei ihrer Wunschschule lediglich auf der Warteliste gelandet ist. Trudy erklärt sich dies mit der Tatsache, dass sie nun geschieden sind, und bestellt Pete zu einem gemeinsamen Termin beim Direktor, um die Angelegenheit zu klären. Anderswo bei SC&P ist derweil ein Kinder-Casting im Gange, das von Peggy und Stan geleitet wird. Während erstere Schwierigkeiten im Umgang mit den Kindern hat, gelingt es Stan, ihnen ihre Nervosität zu nehmen.

Roger telefoniert mit Ferg Donnelly von McCann Erickson und erfährt, dass SC&P komplett in das Mutterunternehmen integriert werden soll. Dies sei von Anfang an so geplant gewesen und werde viele Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringen, erklärt Ferg. Besorgt und wütend zugleich verkündet Roger diese Botschaft im Kreise der Partner und sorgt damit für betretenes Schweigen. Immerhin bedeutet dieser Schritt nicht nur das Ende von SC&P als eigenständige Agentur, sondern auch den Verlust von etlichen Etats, die einen Interessenskonflikt mit bestehenden McCann-Kunden darstellen. Zur Klärung der Details solle am nächsten Tag eine Besprechung mit Jim Hobart stattfinden, berichtet Roger. Nach Erhalt dieser Nachricht ist die Stimmung allerseits im Keller. Im Vertrauen informiert Pete auch Peggy über diese Entwicklung, die sich sofort Sorgen um ihren Job macht. Joan sucht indes telefonischen Trost bei Richard, der anbietet, sie in New York besuchen zu kommen.

Don erhält einen Anruf von Lou Avery, der ihm mitteilt, dass er seinen Job in der SC&P-Zweigstelle in Kalifornien mit sofortiger Wirkung an den Nagel hängen und nach Tokio übersiedeln werde. Ein japanisches Filmstudio wolle aus seinem Comic "Scout's Honor" einen Cartoon machen, verkündet Lou voller Stolz. Dies bringt Don auf eine Idee, die er sogleich mit den anderen Partnern abklären will. Konkret schlägt er vor, nach der SC&P-Eingliederung in McCann die Niederlassung in Los Angeles als eigenständiges Unternehmen weiterzuführen, das all jene Kunden betreut, die von McCann nicht weiter bedient werden können. Spontan fallen ihm Sunkist und Burger Chef als mögliche Kandidaten ein, aber auch Dow sei ein solcher Fall, ergänzt Roger. Voller Tatendrang mobilisieren die Partner ihre Kontakte zu besagten Unternehmen, um sie von der Idee zu überzeugen.

Peggy trifft sich in ihrer Wohnung mit einem Headhunter, um sich über alternative Jobchancen zu informieren. Überraschend bekommt sie mitgeteilt, dass McCann für ihre Karriere die beste Option darstellt. Sie solle die Vorzüge einer so großen Agentur als Sprungbrett nutzen, so der Rat des Headhunters. Ken wird unterdessen von Roger und Pete über die Zukunft der Agentur informiert und gebeten, als Kunde von SC&P West an Bord zu bleiben. Ken lehnt dies jedoch mit einem süffisanten Grinsen ab und erklärt die Geschäftsbeziehung zwischen Dow und der Agentur für beendet. Parallel dazu plaudern Don und Ted bei SC&P über die ungewisse Zukunft. Ted hält fest, New York unter keinen Umständen zu verlassen, zumal er nach seiner Scheidung gerade erst eine potenzielle neue Partnerin gefunden hat und dies nicht aufs Spiel setzen will. Don freut sich für ihn und meint, dass er dies verstehe und gutheiße.

Trudy und Pete treffen sich mit dem Direktor der Greenwich Country Day School, der ihnen erklärt, dass Tammy nicht begabt genug eine Aufnahme an der renommierten Schule sei. Zudem finde er es verantwortungslos und anmaßend, dass Trudy sich nur um einem einzigen Schulplatz für ihre Tochter beworben hat. Pete ist irritiert vom arroganten Ton des Schulleiters und verlangt eine Entschuldigung, die dieser jedoch mit Verweis auf eine langjährige Familienfehde mit den Campbells verweigert. Pete verliert daraufhin die Fassung und schlägt dem Direktor ins Gesicht. Später setzt er Trudy zu Hause ab und erfährt, dass sie seit ihrer Scheidung sehr unglücklich ist, keine wirklichen Freunde mehr hat und sich mit zahlreichen ungewollten Avancen von verheirateten Männern herumschlagen muss. Pete redet ihr gut zu, bevor er sich wieder seinen beruflichen Problemen widmen muss.

Peggy und Stan stoßen in der Agentur auf die junge Casting-Teilnehmerin Susie, die darauf wartet, von ihrer Mutter abgeholt zu werden. Notgedrungen nehmen sie das Mädchen zu sich mit ins Büro. Während Susie im Hintergrund spielt, erzählt Peggy Stan von der bevorstehenden McCann-Integration der Agentur. Das Gespräch wird unterbrochen, als Susie sich mit der Heftmaschine verletzt. In dem Moment kommt ihre Mutter an und erhebt schwere Vorwürfe gegen Peggy, die nicht gut genug auf das Mädchen aufgepasst habe. Peggy kontert lautstark und kritisiert die Mutterqualitäten der aufgebrachten Frau. Auch Stunden später spukt Peggy dieser Streit noch im Kopf herum, was Stan nicht verborgen bleibt. Als er sie darauf anspricht und mit ihr über das Thema Kind versus Karriere diskutiert, gesteht Peggy schließlich, vor Jahren einen Sohn zur Welt gebracht und weggegeben zu haben. Stan reagiert betroffen, während Peggy sich gleich wieder mit Arbeit von dem heiklen Thema ablenkt.

Bei McCann Erickson präsentieren Don und die anderen Partner voller Zuversicht ihre Vision von einem unabhängigen SC&P-Standort in Los Angeles, doch Jim Hobart ist daran nicht interessiert. Unbeirrt hält er an den Integrationsplänen fest und versichert den fünf SC&P-Partnern, dass bei McCann prestigeträchtige Jobs auf sie warten. Er zählt einige Kunden auf, die ihre Vorfreude wecken sollen, darunter Coca-Cola und Buick. Nach dem Termin stoßen die fünf Partner in einer Bar auf diese neue Chance an, auch wenn unklar ist, was sie tatsächlich erwartet. Insbesondere Joan hat Angst, als Frau bei McCann Erickson ein schweres Los zu haben, wohingegen Ted relativ froh darüber ist, künftig nicht mehr in der ersten Reihe stehen zu müssen. Als dann im weiteren Verlauf des Abends nur mehr Don und Roger an der Theke sitzen, gesteht letzterer, nun mit Megans Mutter Marie liiert zu sein. Don reagiert überrascht, zumal er die Frau für verrückt hält, verkneift sich aber weitere Kommentare zu dem Thema. Danach beschließt er, Diana einen Besuch in ihrer Wohnung abzustatten. Diese ist jedoch mittlerweile ausgezogen und hat den Nachmietern keine neue Adresse hinterlassen.

Bei SC&P herrscht am nächsten Tag große Unsicherheit, weil immer mehr Gerüchte über die ungewisse Zukunft der Agentur kursieren. Meredith hat schließlich die Nase voll und verlangt von Don, dass er den Mitarbeitern die Wahrheit sagt. Peggy lässt Stan derweil wissen, dass sie zu McCann wechseln will, und legt ihm dies ebenfalls nahe. Dann findet eine Versammlung aller Mitarbeiter statt, bei der Don und Roger die bevorstehende Integration von SC&P in die Mutteragentur McCann Erickson verkünden. Die Unruhe bei der Belegschaft spitzt sich daraufhin weiter zu. Hilflos müssen die Partner mit ansehen, wie die Mitarbeiter ihnen den Rücken zukehren und untereinander wild über das Geschehen diskutieren.

Willi S. - myFanbase


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Reviews zu dieser Episode

Zu dieser Folge gibt es Reviews von den folgenden Autoren:

  • Cindy Scholz vergibt 9/9 Punkten und schreibt:
    "This is the beginning of something. Not the end." So verkündet Don die Schlussworte dieser Episode, aber diese sind natürlich für uns als Zuschauer schon fast zynisch zu verstehen, denn natürlich...mehr

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