Bewertung: 6

Review: #1.14 Let's Just Finish the Dance

Foto: Danielle Rose Russell, Legacies - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Danielle Rose Russell, Legacies
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nach der hochdramatischen letzten Folge kehren wir in #1.14 Let's Just Finish the Dance in die Highschoolwelt der Salvatore School zurück. Während der Talentwettbewerb vor kurzem kaum ernst genommen werden konnte, ist der Miss Mystic Falls Ball schon eine ganz andere Nummer.

Die Miss Mystic Falls Wahl

Es dürfte wohl keinen überrascht haben, dass Lizzie ein absoluter Miss-Mystic-Falls-Fan ist und die vergangenen Wahlen akribisch verfolgt hat. Wie sollte es auch anders sein, wenn man mit Caroline Forbes als Mutter aufwächst. Umso mehr hat es mich verblüfft, wie schnell Lizzie ihren Traum wieder aufgegeben hat, als klar war, dass Danas Mutter die Finger im Spiel haben wird. Normalerweise hätte ich nun Drama und Intrigen erwartet, damit Lizzie eben doch teilnehmen (und vor allem gewinnen) kann, doch die wechselt einfach so von sich selbst auf Hope als Traumkandidatin. Auch wenn Hope ihrer Meinung nach die größten Gewinnchancen hat, wäre so eine Entscheidung vor einigen Folgen noch undenkbar gewesen. Hope einen Sieg gönnen, noch dazu einen, den Lizzie gerne für sich selbst eingefahren hätte? Niemals. So zeigt das nur wieder, dass sich etwas an der Beziehung der beiden verändert hat, was im Laufe dieser Folge noch deutlicher gemacht wird. Denn die beiden harmonieren eigentlich wunderbar zusammen, wenn sie es nur einmal zulassen. Lizzie tritt bereitwillig in den Hintergrund und trainiert Hope für den Wettbewerb. Wobei der recht schnell an Priorität verliert, als offensichtlich wird, wie sehr Hope von den jüngsten Ereignissen mitgenommen wurde. Jetzt ist sie es, die ihre Magie und ihre Emotionen nicht mehr ganz unter Kontrolle hat und das ist etwas, mit dem sich Lizzie nur zu gut auskennt. Es war eine sehr bedeutsame Szene, als Lizzie Hope in den Wald führt, um dort in Sicherheit ihre angestaute Magie aus sich rauszulassen.

"I'm not gonna fight for you anymore."

So weit, so gut. Nur leider hat die vorsichtig aufblühende Freundschaft von Hope und Lizzie auch ihre Schattenseiten. Denn es scheint fast so als würde sich Lizzie mit jedem Schritt, den sie auf Hope zugeht, einen von ihrer Schwester entfernen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das der beabsichtigte Gedanke war, oder ob es den Writern einfach nicht gelingt, dass Lizzie eine gute Beziehung zu Hope und Josie gleichzeitig haben kann. Wie auch immer, indem Lizzie Hope als ihren Ersatz gewählt hat und nicht Josie, nimmt das Drama seinen Lauf. Denn natürlich hat auch Josie Interesse an dem Wettbewerb, wenn auch nicht so offensichtlich wie ihre Schwester. Ihre leichte Enttäuschung wird dann wie immer von Penny angeheizt, wobei ich ihr da erneut keinen Vorwurf machen kann, denn im Grunde hat sie ja recht mit allem, was sie sagt. Ihr liegt Josie wirklich am Herzen und sie ist es leid, dass die immer zurückstecken muss und das auch noch brav zulässt. Als die sich dann beim Probetanz trotzdem absichtlich fallen lässt, reicht es Penny und sie gibt Josie auf. Das kombiniert mit Pennys Abreise nach Belgien war dann doch der Wendepunkt für Josie, vor allem nachdem Lizzie erneut recht ignorant auf die Neuigkeit reagiert. Ich fürchte, dass das nun der Punkt war, ab dem es für Lizzie nicht mehr so leicht sein wird, es bei Josie wieder gut zu machen.

"The value of being truthful."

Während Penelope die Schule verlässt, hat Hope mit genau dem Gegenteil zu kämpfen, als plötzlich Roman zurückkehrt. Nachdem der damals in "The Originals" eine mehr als komplizierte romantische Vorgeschichte mit Hope hatte (und mit recht kompliziert meine ich, dass er indirekt am Tod ihrer Mutter beteiligt war), bin ich überrascht gewesen, wie sehr Hope damit abgeschlossen zu haben scheint. Roman sucht nun nach neuen Schülern für die Salvatore School und empfindet immer noch etwas für Hope, sehr zum Missfallen von Landon. Es war schon ganz amüsant, wie eifersüchtig der sofort wurde, als Hopes gutaussehender Ex vor der Tür stand. Als dann auch noch herauskommt, dass Hope ihm verheimlicht hat, was mit Landons Mutter geschehen ist, ist das Drama perfekt. Landon fühlt sich verständlicherweise ziemlich betrogen, nachdem sie doch noch darüber gesprochen hatten, von nun an komplett ehrlich zueinander zu sein. Kein Wunder, dass er erst einmal Abstand braucht, doch für Hope ist das jetzt nur noch ein weiterer Stressfaktor, der ihre Magie weiter destabilisiert. Dank Roman muss sie zumindest nicht alleine die Treppe hinunter zum Wettbewerb gehen, doch ironischerweise sorgt er kurz darauf dafür, dass Hope endgültig die Fassung verliert. Manche "Vampire Diaries"-Fans haben Hopes geliehenes Kleid vielleicht schon erkannt, da es genau das Kleid ist, das Caroline damals zu einem Ball trug. Nur ist der Witz an dem Kleid, dass ausgerechnet Klaus es Caroline geschenkt hatte. Diese Erwähnung ihres Vaters ist dann doch zu viel für Hope, die ihr Bestes tut, diesen Tanz noch hinter sich zu bringen. Es hat einem richtig wehgetan, zu sehen, dass Hope den Wettbewerb gewinnt und dann total aufgelöst im Rampenlicht steht. Zum Glück ist Lizzie wieder zur Stelle und kann die Situation retten. Wieder eine berührende Szene für die beiden, ebenso wie der abschließende Schwur von Lizzie und Hope, einander dabei zu helfen, ihr Lieben wieder zurückzubekommen. Einmal Landon und einmal Josie.

Natürlich darf auch das das Monster der Woche nicht fehlen und das ist dieses Mal eine Medusa, beziehungsweise Gorgone. Eine coole Idee, umgesetzt von einer noch cooleren Mia, die MG sofort den Kopf verdreht hat. Zu schade, dass später herauskommt, dass Mia von Triad dazu gezwungen wurde, das Artefakt zu stehlen. Trotzdem hoffe ich auf ein Wiedersehen, denn im Gegensatz zu den bisherigen Monstern war sie eigentlich recht normal und hatte eine tolle Dynamik mit MG.

Apropos MG, da war ja noch der große Plottwist am Ende der Folge: Die mysteriöse Chefin von Triad Industries ist niemand anderes als MGs Mutter! Das kam dann doch total überraschend. Plötzlich macht es Sinn, dass ihr so viel daran liegt, dass MG die Schule wechselt, wenn Triad es auf die Salvatore School abgesehen hat. Gleichzeitig wundert es mich, wie Mrs. Greasley einerseits Teil einer monsterjagenden Organisation sein kann und gleichzeitig ihren Vampir-Sohn zu einer übernatürlichen Schule schickt. Da scheint sie wohl nicht hundertprozentig hinter ihren Idealen zu stehen. Vielleicht kann das in Zukunft noch hilfreich sein.

Fazit

Langsam nähern wir uns dem Ende der ersten Staffel und die Beziehungen der Charaktere sind nun doch recht in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach dem Schwur von Hope und Lizzie wird es jetzt spannend werden, ob die Situation noch weiter eskalieren wird oder ob es ihnen gelingt, Josie und Landon zurückzugewinnen. Aber auch die Handlungsstränge haben einen kleinen Höhepunkt erreicht. Nachdem Penny die Vereinigung aufgebracht hat, ist Josie jetzt kurz davor, dieses dunkle Familiengeheimnis aufzudecken, das Alaric bis jetzt erfolgreich vor seinen Töchtern verbergen konnte. Gleichzeitig wurde Landon von Triad entführt und ist wohl gerade auf dem Weg zum Versteck von Malivore.

Denise D. - myFanbase

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