Bewertung

Review: #7.12 Sinfonie der Erleuchtung

Foto: How I Met Your Mother - Copyright: 2011-2012 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
How I Met Your Mother
© 2011-2012 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

"It's one thing not to want something, it's another to be told you can't have it. I guess it's just nice knowing, that you could someday do it if you changed your mind."

Nach längerer Zeit musste sich der Zuschauer diese Woche mit einem traurigen Folgenende auseinandersetzen. Dieses Zitat von Robin hat einem wirklich zu denken gegeben. Wie oft denkt man, dass man etwas sowieso niemals haben möchte und sobald man erfährt, dass man es gar nicht haben kann, erscheint es einem auf einmal doch reizvoll. Dabei geht diese Botschaft über das einfache "man will immer das, was man nicht haben kann" hinaus und dringt etwas mehr in die Tiefe des Charakters von Robin ein.

"I don't want kids. I've never wanted kids. And never, in a million years, will I want kids.

Robin war immer diejenige in der Clique, die sich dadurch auszeichnete, unabhängig und das Gegenteil eines Familienmenschen zu sein. Umso überraschter war man, sie auf einmal mit ihren "Kindern" reden zu sehen. Dass Barney der einzige war, der für ihre potentielle Schwangerschaft in Frage kam, hat mir gut gefallen, denn "How I Met Your Mother" hat mal wieder gezeigt, dass es aus so einer Storyline keinen blöden "Wer ist der Vater"-Konflikt macht, sondern sie interessant ausführt. Wobei ich sagen muss, dass ich mich schon gewundert habe, dass Robin und Kevin noch keinen Sex hatten. Nicht dass dagegen etwas einzuwenden wäre, aber die beiden sind ja mittlerweile schon eine Weile zusammen und Kevin hat ihr sogar schon seine Liebe gestanden. Nun ja. Barneys freudige Reaktion auf Robins mögliche Schwangerschaft passte zu den Ereignissen der letzten Episode und ließ uns Robin&Barney-Fans auf ein Happy-End hoffen. Das war dann ja leider ein Trugschluss, wobei auch Robin und Barney im Laufe der Folge wieder Abneigung gegenüber der Idee, Kinder zu haben, entwickelten.

Letzten Endes stellte sich jedenfalls heraus, dass Robin nicht nur nicht schwanger war, sondern auch nie die Möglichkeit dazu haben würde, was sie trauriger machte, als sie erwartet hätte. Ich finde ihre Reaktion durchaus verständlich, denn auch, wenn es Menschen gibt, die prinzipiell keine Kinder haben möchten, so kommt es doch vor, dass sie ihre Meinung ändern und die Gewissheit, nie die Möglichkeit dazu zu haben, ist sicher sehr schmerzlich.

"Did I ever tell you the story of how I met your father?

Diejenigen, die wie ich große Fans von Robin und Barney als Paar sind, wurden in dieser Folge in ein Gefühlschaos geworfen. Erst sollte uns weisgemacht werden, dass Barney doch tatsächlich der Vater von Robins Kindern sein sollte. Obwohl mir von Anfang an klar war, dass da irgendetwas faul sein musste, da uns die Autoren, selbst wenn Robin und Barney Kinder hätten, dies nicht so ohne weiteres nebenbei erzählen würden, erwischte ich mich doch dabei, zu hoffen, dass es doch stimmte. Leider wurde ich dann am Ende schwer enttäuscht. Trotzdem gebe ich diese beiden noch nicht auf, denn Barney war wieder so liebevoll zu Robin und da wir Kevin schon wirklich lange nicht mehr gesehen haben, kann es durchaus sein, dass die beiden wieder zusammen kommen. Barney Anspielung darauf, dass sie nun wieder "friends with benefits" sein könnten, hat erneut deutlich gemacht, dass Barney sich und Robin genauso wenig aufgegeben hat, wie ich, und wir dahingehend hoffentlich noch viel Schönes sehen werden.

"That's why she is so upset. She's not going home for christmas. She wants me to invite her to Ohio!" - "THAT'S GOTTA BE IT!" - "Either that, or she slept with Barney!"

Herrlich mit anzusehen war diese Konversation von Lily, Ted und Barney in der Bar, wo Ted und Lily versuchten, herauszukriegen, was mit Robin los war und Barney jedes Mal Angst bekam, als sein Name fiel. Da sieht man mal wieder, wie paranoid man wird, wenn man Mist gebaut hat und Angst hat, erwischt zu werden. Etwas enttäuscht war ich allerdings von Lily, die seine eigenartige Reaktion anscheinend so gar nicht bemerkt hat und auch mit dem Nachbarsjungen so naiv war. Wo ist die aufmerksame Lily, die alles immer sofort durchschaut? Naja, egal, lustig war es trotzdem.

"It's not your job to cheer me up." - "Yes, it is." - "Well, then you're fired." - "You can't fire me, I'm union bitch."

Ted spielte in dieser Folge nicht unbedingt die Hauptrolle und hat, wie schon in vielen Folgen davor, bewiesen, dass ihm die Rolle als Freund und Tröster viel besser steht, als die des verzweifelten Singles, der seine Traumfrau unbedingt finden möchte. Ob es die Versuche waren, herauszufinden, was mit Robin los ist oder seine wahnsinnig rührende Geste am Schluss, bei der er für Robin das ganze Zimmer dekorierte und ihr beteuerte, immer für sie da zu sein, Ted hat bewiesen, was für ein loyaler und treuer Freund er ist. Mal so nebenbei: Könnte ich bitte auch jemanden haben, der mein Zimmer so dekoriert? Das sah ja so toll aus.

Ich frage mich, wie wir Teds Andeutung am Schluss zu verstehen haben. Hat Robin tatsächlich nie Kinder bekommen oder hat sie nur keine eigenen Kinder? Irgendwann werden wir es erfahren, im Moment kann sie auf jeden Fall froh sein, in Ted so einen treuen Freund an ihrer Seite zu haben. Und ich hoffe übrigens, dass diese Freundschaft nicht, wie von Victoria in der dritten Folge dieser Staffel durch erneute Liebesdramen zerstört wird.

"If you don't let me down, I am going to scream my head of until someone comes to help me and then you have to explain all of this to the police." - "And then you have to explain why there is a picture of my ding-dong on your phone."

Die Storyline mit Marshall und dem Nachbarsjungen war eindeutig eher als Nebenstrang gedacht und hat seinen Zweck auch ganz gut erfüllt. Es gab durchaus lustige Momente und es war schön, dass das "Sandwichessen" wieder aufgegriffen wurde. Auch Marshalls naiver Charakter und seine liebevolle Nachsichtigkeit wurden wieder ganz gut hervorgehoben. Auch wenn er von dem Jungen ausgetrickst wurde, hat man gesehen, dass Marshall in dieses Vorstadtleben wirklich gut hineinpasst, im Gegensatz zu Lily, die ich da irgendwie so gar nicht sehe. Mir ist immer noch nicht ganz klar, ob die beiden sich jetzt schon dazu entschlossen haben, dorthin zu ziehen oder nicht, aber das wird sich sicher noch herausstellen.

Fazit

Eine etwas andere "How I Met Your Mother"-Folge, die einen etwas bedröppelt zurückließ, aber die Storyline mit Robins "Schwangerschaft" sehr überraschend und emotional löste. Ein geschickter Schachzug, mit dem man auf jeden Fall nicht gerechnet hat. Der Nebenstrang mit Marshall hat die Folge allerdings etwas abgewertet, mir hätte es besser gefallen, wenn man ihn mehr in den Hauptstrang eingebunden hätte, daher gibt es "nur" sieben Punkte.

Klara G. - myFanbase

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