Bewertung: 5

Review: #7.13 Am offenen Herzen

In dieser Episode dreht sich alles um Herzen, und zwar im wahrsten und im übertragenen Sinne. Wir haben ein krankes Herz (Richard), gebrochene Herzen (Lorelai & Chris) und Männer, die ihr gutes Herz beweisen (Luke & Logan). Mein Zuschauerherz wurde bei dieser Episode aber nicht so richtig begeistert.

Die Folge schließt direkt an die vorherige an. Richard muss operiert werden und die Familie (Logan zähle ich dazu) wartet im Krankenhaus, während Chris die beleidigte Leberwurst spielt und Luke seiner Ex-Verlobten zur Hilfe eilt. Damit werden durchaus interessante Aspekte ins Spiel gebracht: alle drei Gilmore Girls in einer schwierigen Situation vereint, dazu Luke und Chris als Gegenpole (der eine zuverlässig und hilfsbereit, der andere unzuverlässlich und trotzig). Diese Aspekte bieten ausreichend Potential für eine starke Folge, doch leider ist das Ergebnis eher durchschnittlich.

Von Lukes Rolle in dieser Episode hatte ich mir einfach viel mehr versprochen. Luke kommt zwar zu Lorelais Unterstützung ins Krankenhaus, was wirklich toll von ihm ist, doch er wird von Emily mit einem zeitintensiven Auftrag betraut und verschwindet wieder für den Großteil der Folge. Viel lieber hätte ich gesehen, dass er bei Lorelai bleibt, sie tröstet, mit ihr spricht und einfach für sie da ist. So hätte er einen wesentlich deutlicheren Gegenpol zu dem abwesenden Chris dargestellt. Auch wäre es sehr schön gewesen, wenn sich Lorelai und Emily angesichts dieser Krise mal ein wenig näher gekommen wären. Ein bisschen sind sie das wohl auch, aber eine kleine Umarmung der beiden hätte mir auch gut gefallen.

Irgendwie funktioniert diese Folge nicht so richtig. Da es mit Richards Herzinfarkt um ein im Prinzip ernstes Thema geht, wird der Humor merklich zurückgeschraubt, doch wirklich dramatisch oder emotional ist die Folge auch nicht, da Richards Zustand sehr schnell als stabil deutlich gemacht wird und es einfach keine wirklich intensiven Dialoge gibt. Im Grunde plätschert diese Folge so ein wenig dahin und schafft es nicht, besondere Emotionen zu wecken.

Am besten gefällt mir in dieser Episode Logan, der wirklich beweist, dass er einen guten Charakter hat und für Rory da ist. Er mag seine Fehler haben, aber er hat das Herz auf dem richtigen Fleck, um wieder zum zentralen Thema dieser Folge zurückzukommen.

Der große Verlierer dieser Folge ist natürlich Chris, den man im besten Fall noch als trotzig und beleidigt, im schlimmsten Fall aber auch als selbstsüchtigen Idioten bezeichnen kann. Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass diese Episode der Anfang vom Ende einer Ehe ist...

Maret Hosemann – myFanbase

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