Bewertung: 9

Review: #3.07 Tanzmarathon

Wenn man bis dahin noch kein Fan der "Gilmore Girls" war, ist man spätestens nach dieser Folge dem Fieber verfallen. #3.07 Tanzmarathon ist eine meiner absoluten Lieblingsfolgen und vielleicht sogar die beste Folge der dritten Staffel. Sie kombiniert die beiden entscheidenden Elemente der Serie, Drama und Humor, in nahezu perfekter Weise.

Der Marathon an sich ist schon eine verrückte Idee, wie sie sich nur die Bewohner von Stars Hollow ausdenken können. Logisch, dass Lorelai unbedingt daran teilnehmen möchte, zusätzlich motiviert durch die Tatsache, dass Kirk den Pokal in den letzten fünf Jahren mit nach Hause nehmen durfte. Doch woher soll sie den idealen Tanzpartner nehmen, der a) den Quatsch tatsächlich mitmacht und b) ihr dann nicht nach 12 Stunden auf der Tanzfläche wegpennt? Bei Luke ist sie jedenfalls an der falschen Adresse, und als auch noch der arme Stanley durch seine eifersüchtige Ehefrau gezwungen ist, abzusagen, bleibt nur noch Rory übrig, die zwar nicht begeistert ist, ihrer Mutter den Wunsch aber nicht abschlagen kann.

Zur Gilmore-untypischen Zeit quälen sich Lorelai und Rory dann also früh morgens zum Marathon, wobei Rory einzig und allein durch den Gedanken an Koffein wach gehalten werden kann. Denn wie kann es anders sein, Luke steht natürlich mit Kaffee bereit – allerdings erst, nachdem Taylor alle seine Überredungskünste zur Anwendung gebracht hat.

Voller Enthusiasmus und mit "Kaffee in den Adern" fließend, starten die Mädels gemeinsam mit den anderen Tanzpaaren den Marathon. Natürlich lässt Kirk es sich nicht nehmen, besonders nah an Lorelai zu tanzen und sie mit allen Mitteln der Tanzkunst zu beeindrucken. Rory streikt dann allerdings, als Lorelai Kirks halsbrecherische Figuren nachmachen will. Auch bei der anschließenden Laufrunde, nach der Rory ihre Mutter am liebsten verfluchen möchte, bleibt Kirk den beiden dicht auf den Fersen.

Doch bei allen Lachern lassen natürlich auch die dramatischen Momente nicht lange auf sich warten. Angefangen mit Jackson, der sich von Lorelais Ratschlägen an Sookie in seinem "4 in 4"-Plan bedroht sieht, endet der Abend für Rory schließlich überraschend traurig. Das Ende zwischen Dean und Rory war ja wirklich abzusehen. Dean hat das einzig Richtige gemacht – nur hätte er vielleicht schon früher den Schlussstrich ziehen sollen. Es war ja schließlich kaum zu übersehen, was zwischen Jess und Rory läuft… Die beiden sind nun also ein Paar, womit das Love-Triangle allerdings noch lange nicht zuende ist. Schade eigentlich, denn ich bin kein großer Fan von beiden Paaren. Dean war zwar ein perfekter erster Freund, doch mir persönlich war die Beziehung am Ende viel zu langweilig. Aber muss Rory danach gleich zum anderen Extrem Jess greifen?

Meine absolute Lieblingsszene war allerdings das Gespräch zwischen Lorelai und Luke, bei dem es mal wieder vor Anspielungen und Anspannung zwischen den beiden nur so brodelte. Und nicht zu vergessen: Die großartige Abschlussszene, bei der Kirk – natürlich außer sich vor Freude über den Triumph - mit seinem Pokal zur Titelmusik von "Rocky" in der Halle seine Ehrenrunde dreht, während Rory weinend in den Armen von Lorelai liegt. Gönnen wir Kirk den Erfolg!

Sandra G. – myFanbase

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