Bewertung: 9

Review: #1.21 Alte Liebe, neues Glück

Das Finale der ersten Staffel bringt einige Veränderungen für die Gilmore Girls mit sich. Für Rory endet die Folge mit der Versöhnung mit Dean, für Lorelai mit einem romantischen Heiratsantrag von Max.

Anfangs sehen wir Lorelai allerdings ziemlich oft mit Luke. Der scheint morgens früh um 6 nichts Besseres zu tun zu haben, als das Gilmore'sche Verandageländer zu reparieren und damit die ganze Nachbarschaft aus dem Bett zu hämmern, und am nächsten Tag ist es dann das Dach, das eindeutig eine Reparatur nötig hat.

Auch Rachel ist schon aufgefallen, dass der gute Mann so gut wie nie da ist. Nach einem Gespräch mit Lorelai kommt diese nach Hause und es überrascht wenig, dass Luke schon wieder als Handwerker tätig ist, diesmal ist er sinnigerweise durch die Hintertür eingebrochen, um diese dann zu reparieren. Wie Lorelai mit dem Kinderregenschirm auf den vermeintlichen Einbrecher losgeht, ist eine der witzigsten Szenen dieser Folge.

Luke gibt in einem klärenden Gespräch mit Lorelai zu, dass er das Zusammenleben mit Rachel seltsam findet, aber Lorelai setzt sich dafür ein, dass er ihr eine Chance gibt. Meiner Meinung nach zeigt dieses Gespräch sehr schön, wie nah Luke und Lorelai sich als Freunde stehen und dass es jedem von beiden in erster Linie darum geht, dass der andere glücklich ist.

Rachel hat ihre Entscheidung aber offensichtlich schon getroffen, denn am selben Abend steht sie mit gepackten Koffern vor Luke, um sich zu verabschieden, jedoch nicht, wie Luke vermutet, weil es ihr in Stars Hollow wieder einmal zu langweilig geworden ist, sondern, wen mag es verwundern, wegen Lorelai. Rachel hat mir in diesem Moment wirklich Leid getan, aber ich finde, ihre Reaktion zeugt von enormer Stärke und ihrer Liebe zu Luke, denn sie gibt ihm als letzten Rat sogar noch mit auf den Weg, Lorelai seine Gefühle so bald wie möglich zu gestehen.

Scheinbar hat Luke dann sogar genau das vor, aber zur Enttäuschung jedes L/L-Fans wird er von Max unterbrochen, der Lorelai zu einem Date abholen will. Der folgende "Hahnenkampf" zwischen den beiden Männern ist wirklich klasse, und mir persönlich ist vor allem ein Kommentar von Luke im Gedächtnis geblieben: Egal, wann Lorelai ins Diner kommt, er ist immer da. Wie wahr, wie wahr!!

Max ist daraufhin eifersüchtig, denn er hat eindeutig etwas zwischen Luke und Lorelai gespürt. Ein Wort gibt das andere, die beiden streiten, und plötzlich macht Max seiner Freundin aus heiterem Himmel einen Heiratsantrag. Jedem, der diese Folge ungespoilert gesehen hat, wird in diesem Moment wahrscheinlich genauso die Kinnlade herunter gerutscht sein, wie Lorelai. Nach dem ersten Schock macht sie Max allerdings klar, dass sie sich das so nicht vorgestellt hat, ihrer Meinung nach gehören zu einem richtigen Antrag 1000 gelbe Margeriten, Magie, und am besten auch noch ein Pferd.

Max und Lorelai beschließen, das ganze erst einmal ruhen zu lassen, aber am nächsten Morgen wartet auf Lorelai die Überraschung ihres Lebens: Das Inn ist voller Margeriten, und die völlig überwältigte Lorelai inmitten dieses Blumenmeers ist wirklich ein unvergessliches Bild.

Auch für Rory ist die Finalfolge alles andere als ereignislos. Zufällig stößt sie im Schrank auf die Dean-Box, die ihre Mutter nicht wie versprochen entsorgt hat, und zu Lorelais Erleichterung ist ihre Tochter nicht wütend, sondern der Anblick der alten Sachen führt ihr vielmehr vor Augen, wie sehr sie Dean doch vermisst.

Am nächsten Tag möchte sie deshalb bei Doose's mit ihm reden. Lane freut sich darüber zwar wie eine Schneekönigin, Taylor hält die unsicher umherstreifende Rory jedoch für eine Ladendiebin. Sein Vortrag zum Thema Ladendiebstahl ist wirklich zum Schießen. Zu allem Übel ist Dean dann noch nicht einmal da, und die arme Rory vermutet daraufhin gleich, er hätte sich schon eine neue Freundin angelacht.

Trotzdem geht sie zu ihm nach Hause, trifft allerdings nur auf seine kleine Schwester Clara, der sie weismachen will, sie gehöre zu den Pfadfindern. Erst scheint Clara davon ganz beeindruckt, aber irgendwie kommt ihr dieses Mädchen, dass so auf den korrekten Gebrauch der Zeitformen besteht, dann doch komisch vor. Wieso man deshalb allerdings gleich anfangen muss, zu weinen, habe ich aber irgendwie nicht so ganz verstanden, so leicht einzuschüchtern wirkte Clara doch eigentlich gar nicht.

Auf der Stadtversammlung am Abend folgt eine meiner persönlichen Lieblingsszenen in dieser Folge, was Rory betrifft. Zur Verteidigung des Stadt-Troubadours hält sie eine flammende Rede über Menschen, die ihre Gefühle nicht anders ausdrücken können, als in Liedern, und solche, die nicht einmal das können, und deren Gefühle deshalb immer ungesagt bleiben müssen. Ein wirklich bewegender Moment.

Auch Dean scheint diesen Hinweis verstanden zu haben, denn am nächsten Tag wartet er vor der Schule auf Rory. Dummerweise sieht er sie dann aber zusammen mit Tristan und zieht daraus falsche Schlüsse. Zum Glück gelingt es Rory aber, ihn davon zu überzeugen, dass da nichts gelaufen ist, und nach ihrem Liebesgeständnis können die beiden sich endlich wieder in die Arme fallen.

Und als die Gilmore Girls am Ende der ersten Staffel zu den Klängen eines meiner Lieblingssongs in der Serie aufeinander zu rennen, um von ihren Neuigkeiten zu berichten, scheint alles perfekt zu sein in our little corner of the world.

Maggie – myFanbase

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