Bewertung: 7

Review: #1.20 Drei magische Worte

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Gilmore Girls
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1, 2 oder 3, letzte Chance, vorbei!! So ähnlich ging das doch eigentlich, oder? Bei "Gilmore Girls" ist es allerdings (mal wieder) alles ein bisschen anders. Und während wir noch mit Lorelai lachen, die erst zwei wirkliche tolle Männer ausgeschlagen hat, um dann Kirk zu bekommen (oder wäre vielleicht Luke Nr. 3 gewesen, immerhin ist er ja an den Tisch gekommen), leiden wir gleichzeitig mit Rory, der der Anblick ihres Ex-Freundes zeigt, dass sie noch lange nicht über Dean hinweg ist.

Und der Tag will auch einfach nicht besser werden: Die Minzzahnseide ist aus, Lane trifft sich für ein Bio-Projekt heimlich mit Dean (wer hat sich nicht vor Lachen gebogen, während Mrs. Kim den vermeintlichen Freund ihrer Tochter ins Kreuzverhör nimmt) und Lorelai ist mit ihren Geschichten von seltsamen Träumen und der weltbewegenden Frage, ob sie heute hübscher ist als am Vortag, auch keine große Hilfe. Zu allem Übel erfährt Rory auch noch von Max, dass Lorelai ihm nicht nur Dinge aus ihrem Privatleben erzählt hat, sondern auch, dass ihre Mutter und ihr Lehrer wieder ein Paar sind.

Wen wundert es da also, dass Rory eine Auszeit und etwas Abstand von ihrer Mutter und Stars Hollow braucht? Sie flüchtet zu ihren Großeltern und wird von beiden mit offenen Armen empfangen. Vor allem Richards "aufmunternder" Kommentar, es täte ihm Leid, dass es Rory schlecht geht, aber ihr Timing verdiene Beifall, ist wirklich köstlich.

Bei Emilys Rolle in dieser Episode bin ich allerdings ein wenig im Zwiespalt: Einerseits finde ich es schön zu sehen, wie es sie freut, dass ihre Enkeltochter in ihrer Not zu ihnen gekommen ist, andererseits wirkt ihr Verhalten Lorelai gegenüber ziemlich gemein, vor allem, da sie weiß, wie es ist, wenn die eigene Tochter wegläuft. Vermutlich ist aber auch genau das der Grund für ihre Reaktion.

Die Frühstücksszene bei den Gilmores am nächsten Morgen ist jedenfalls ausgesprochen nett, ich hätte aber doch zu gerne gesehen, wie Rory ein Poptart auf einem silbernen Tablett serviert bekommt.

Am nächsten Tag holt Lorelai ihre Tochter ab, und es folgt ein sehr schönes Gespräch zwischen Rory und ihrer Mutter, die mittlerweile von Dean erfahren hat, weswegen die beiden sich wirklich getrennt haben. Lorelai macht Rory klar, dass sie sich für ihre Tochter wünscht, dass sie bereit ist, die drei magischen Worte zu sagen, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Während Rory also in dieser Folge so ihre liebe Not mit der Liebe hat, betätigt Lorelai sich als Shopping-Beraterin. Aber von vorne: Wenn wir Zeuge werden, wie Luke Danes vom Einkaufen kommt, und zwar nicht mit Lebensmitteln fürs Diner oder neuen Socken in rauhen Mengen, sondern mit einer Tüte aus dem Katzenclub, dann kann das eigentlich schon nichts Gutes bedeuten.

Und richtig, die Topflappen, die er als Geschenk für Rachels Geburtstag gekauft hat, sind auch wirklich ausnehmend scheußlich. Zum Glück für Luke (und natürlich auch für Rachel) erweist sich Lorelai als Retterin in der Not und bietet ihm an, an seiner Stelle ein geeigneteres Geschenk zu besorgen. Lorelai wäre allerdings nicht Lorelai, wenn sie sich nicht vorher erst einmal ausgiebig über diese miauende Beleidigung jeglichen Geschmacks lustig gemacht hätte.

Was Luke betrifft, so hätte er es sich wohl zwei Mal überlegt, seine Kreditkarte aus der Hand zu geben, wenn er gewusst hätte, was ihm blüht. Lorelai hat nämlich nicht nur das perfekte Geschenk für Rachel aufgetrieben (an dem Luke natürlich nicht riecht, wer macht denn schon so was), sondern sie ist zufällig auch auf einen Sonderverkauf bei Bloomingdale's gestoßen, bei dem alles mindestens 40, wenn nicht sogar 6 Trillionen Prozent herabgesetzt war. Hm, muss ja vorher ganz schön teuer gewesen sein.

Und da Luke Lorelai nie lange etwas abschlagen kann, sehen wir ihn kurz darauf als männliches Model auf seinem persönlichen Laufsteg zwischen Ketchupflaschen, Serviettenspendern und Dinermobiliar. Ich könnte mich jedes Mal wieder schlapp lachen bei dem Gedanken daran, wie Luke völlig bedröppelt in diesen für ihn absolut ungewohnten Klamotten, barfuß und mit einem Blick, der töten könnte, vom Umziehen zurückkommt.

Außerdem bin ich wahrscheinlich auch nicht der einzige Luke-Fan, dem sehr gefallen hat, was wir da zu sehen bekamen. Rachel allerdings fand den Anblick eines ertappt dreinschauenden Luke (ein wirklich göttlicher Gesichtsausdruck) und einer auffallend redseligen Lorelai aber wahrscheinlich eher weniger erquicklich.

Alles in allem ist #1.20 Drei magische Worte eine wirklich gelungene Episode, die auf mehr als eine Art den Weg für das Finale dieser Staffel ebnet.

Maggie – myFanbase

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