Bewertung: 7

Review: #3.06 Der Eingriff

Foto: Tangi Miller, Felicity - Copyright: capelight pictures
Tangi Miller, Felicity
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Es fällt mir irgendwie schwer diese Episode kurz und knapp zu kommentieren. Dass sich Felicity Porter und Ben Covington wieder versöhnt haben, war einfach nur schön und es ist eigentlich auch auf eine einigermaßen glaubwürdige Art und Weise passiert. Die Geschichte mit Sean Blumbergs Operation war zwar sehr dick aufgetragen, was seine Angst angeht, aber das passt wiederum zu seinem Charakter. Er ist ja auch ein sehr melodramatischer Typ. Und was Elena Tylers Geschichte angeht, bin ich einfach nur enttäuscht, dass sie sich so entschieden hat, wie sie es tat. Doch auch das kommt in der wirklichen Welt da draußen vor. Es kommt nur drauf an, wie die Geschichte weitergeht. Somit insgesamt keine herausragende Episode, aber auch keine schlechte (wird es das bei mir überhaupt irgendwann mal geben?).

Felicity und Ben

Wie zu erwarten, konnte Ben Felicity natürlich nicht gleich verzeihen, auch wenn wir das vielleicht alle gehofft haben. Doch wer kann es nicht verstehen, denn immerhin hätte etwas passieren können. Felicity hätte es nicht mit bekommen. Dass Ben allerdings Randy gegenüber so ausrastet, finde ich schon etwas schockierend. Und auch gegen Felicity ist er bei der Party ja sehr aggressiv geworden. Vielleicht trifft beängstigend die Situation sogar besser. Wenigstens zeigt uns das, dass er zwar nicht so schnell verzeihen kann, aber Felicity immer noch liebt.

Die Ausstellung ist für Felicity auch ein ganz neuer Schritt. Sie hat ihre Arbeit präsentiert und sie wurde von anderen bewertet. Eigentlich ist das ein Ereignis, bei dem sie Ben an ihrer Seite bräuchte. Doch glücklicherweise gibt es ja noch ihre anderen Freunde, die sie unterstützen. Und schließlich stellt sich sogar heraus, dass Ben das Bild gekauft hat, was zur Versöhnung der beiden führt. Es passt wirklich gut zusammen - Bens Situation und das Bild vom Mann, der gegen eine Wand rennt. So können sich beide wieder versöhnen und wen stimmt das nicht happy? Die Szene war schon irgendwie wieder rührend, als Ben einsieht, dass er Felicity einfach braucht. Und dann kommt gleich der nächste Schlag, als die Verbindungsbrüder ihn zusammen schlagen. Mal sehen wie sich das auswirkt.

Meghan und Sean

Mein Gott Sean! Ich wusste ja, dass er in vielerlei Hinsicht ein Weichei ist, aber das übertraf ja alles vorherige. Wenn man Krebs hat, kann man natürlich Angst haben. Das spricht ihm ja keiner ab. Er allerdings tat ja so, als müsse er wegen des Amputierens seines Hoden sterben. Auch dass er Meghan Rotundi nichts davon gesagt hat, fand ich irgendwie ganz schön unfair. Immerhin macht sie sich richtige Sorgen um ihn, natürlich auf die ihr eigene seltsame Art, aber sie sorgt sich. Und glücklicherweise kann sie Sean dann auch zu der Operation überreden. Am Ende war sie ja gar nicht so schlimm und er hat überlebt. Mal sehen wie lange das anhält, dass er die "Welt mit anderen Augen" sieht, wie er zu Ben sagt.

Noel

Wieder mal hat Noel Crane einen neuen Love-Interest bekommen, aber das war es doch, was ich für ihn erhofft hatte. Es hätte natürlich nicht gleich Tyra Banks sein müssen. Nun ja, es ist auch nicht schlecht so. Jane Scott scheint immerhin ein richtig nettes Mädchen zu sein. So nett und attraktiv, dass Noel den Kaffee über den Laptop vergießt, eine Szene in der ich mal wieder brüllen hätte können vor Lachen. Was er dann aber am Schluss gemacht hat, spottet wohl jeder Beschreibung. Wie kann er einfach ihr Passwort angucken. Was will er damit erreichen? Wir werden es wohl erst in den nächsten Folgen erfahren.

Richard

Das war ja fast eine Richard Coad-Folge. Immerhin war er heute eines der Hauptthemen. Erst soll er schwul sein. Gut, da kann ich Noel sogar verstehen, dass er das vermutet hat. Und dann stellt sich heraus, dass er noch Jungfrau ist und nicht einmal ein Mädchen geküsst hat. Dass Meghan aufgrund eines solchen Geständnisses anfängt zu lachen, war einfach nur unfair, aber wer hätte das bei ihr nicht erwartet. Da war Molly wesentlich sensibler. Ihre Geste war sicher unkonventionell, aber wundert uns das bei ihr überhaupt? Und das Gesicht von Richard nach diesem Kuss hätte ich um nichts auf der Welt verpassen mögen.

Elena und Tracy

Sie sind sozusagen unsere Sorgenkinder. Tracy ist in sie verliebt, keine Frage, aber geht es Elena wirklich auch so? Das scheint genau die Frage zu sein, die sie die ganze Episode lang quält. Mir scheint sie hat einfach nur Angst sich fest zu binden, zudem an einen Mann mit so festen religiösen Prinzipien. Da kommt ihr Finn gerade recht. So attraktiv und an ihr interessiert wie er ist, kann sie ihm nicht widerstehen. Zusätzlich erschwert wird die Situation dadurch, dass Tracy an dem Bauprojekt der Kirche arbeitet und Elena so mit Finn zusammenarbeiten muss. Ich kann schon verstehen, dass sie sich zu Finn hingezogen fühlt. Und der erste Kuss zwischen den beiden wäre auch noch nicht schlimm gewesen, aber dann hätte sie Schluss machen müssen. Weiß sie gar nicht, was sie an Tracy hat? Finn wäre nur eine Sache für kurze Zeit. Nach ein paar Wochen würde sie das Interesse an ihm verlieren. Tracy allerdings könnte etwas für immer sein und das ist es wohl, was ihr solche Angst macht.

Lieblingsdialog

BEN: It felt like me. Just... running into walls. Acting like an idiot. I don't know, I don't know if you were thinking about me when you did it. But... anyway, I love it.
(Felicity turns to face him, stunned.)
FELICITY: You bought my picture.
BEN: (shrugs) Yeah. (pause) You're the one person I can trust. And I-I need that.
FELICITY: I know.

Sandy - myFanbase


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Diskussion zu dieser Episode

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